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Die Musik als Schicksal – Interview mit Susanna Kadzhoyan

 

Die Musik als Schicksal – Interview mit Susanna Kadzhoyan

Die Pianistin Susanna Kadzhoyan begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspielen. Ihr Talent wurde bereits im Kindergarten entdeckt und doch hat sie ihre Leidenschaft für die Musik niemals verloren. Ein Blick auf ihren Werdegang, ihre wichtigste Lebensentscheidung und ihr anstehendes Konzert.

„Die erste Klaviermusik hörte ich vermutlich schon im Mutterleib“, erzählt Susanna Kadzhoyan. Denn auch ihre Mutter ist Pianistin und nahm sie mit zur Arbeit und zu ihren Proben. „Trotzdem wollte sie nicht, dass ich den gleichen beruflichen Weg einschlage“, erzählt Kadzhoyan. „Vermutlich, weil sie genau wusste, was dann auf mich zukommen würde.”

Die ersten Fähigkeiten am Klavier brachte ihre Mutter Kadzhoyan dennoch bei und schließlich wurde im Kindergarten erstmals ihr großes Talent entdeckt. „In der Sowjetunion war es üblich, dass Musikschulen ihre Lehrer an die Kindergärten schickten, um Nachwuchstalente zu finden“, erzählt die russische Pianistin. Obwohl sie mit sechs Jahren eigentlich noch zu jung für die Schule war, bestand sie die Aufnahmeprüfung und besuchte ab ihrem sechsten Lebensjahr die Musikschule.

„Die ersten Jahre liefen noch recht hobbymäßig ab, bis ich mit neun Jahren an einem Wettbewerb teilgenommen habe.” Dort erhielt sie nicht nur den dritten Platz, sondern auch ein Angebot für ein spezielles und renommiertes Musikgymnasium. Ihre Eltern hatten für Susanna eigentlich bereits eine Schule mit Sprachenschwerpunkt ausgesucht und stimmten dem Vorschlag nicht sofort zu.

„Aber schließlich war es dann wie Schicksal”, erzählt Kadzhoyan. „Ich bin mit meinen Eltern spazieren gegangen und wir kamen an genau dieser Schule vorbei. Meine Mutter sagte, dass man sie sich ja wenigstens einmal von Innen anschauen könne. Also gingen wir hinein und genau an diesem Tag fanden Prüfungen für das nächste Schuljahr statt. Die Frau, die meine Eltern bereits nach dem Wettbewerb angesprochen hatte, erkannte mich. Sie nahm mich an die Hand, ich durfte die Aufnahmeprüfung spontan absolvieren und wurde genommen.” Von da an absolvierte Susanna Kadzhoyan ihre weitere Klavierausbildung bei Tamara Popovich an der „Uspenskij Musikschule für musikalisch hochbegabte Kinder“ in Taschkent.

Eine bewusste Entscheidung

Schließlich ließ ihr Vater die damals Zehnjährige selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte: „Er hat mir aufgezählt, was für Möglichkeiten ich mit der Musik hätte, aber auch, worauf ich verzichten müsste.” Susanna entschied sich gegen die Sprachschule und für das Klavierspielen: „Seit diesem Tag steht außer Frage für mich, was ich machen möchte.“ Selbst als sich in ihren Kindheitstagen ihre Freunde zum Spielen verabredeten, war der angehenden Pianistin stets klar, dass erst das Üben ansteht. „Aber meine Eltern haben mich nie gedrängt. Vielleicht habe ich auch deswegen nie die Lust am Musizieren verloren.“

Mittlerweile lebt Susanna Kadzhoyan seit zehn Jahren in Deutschland und begeistert ihr Publikum weltweit. „Die größte Herausforderung zu Beginn war das Erlernen der Sprache. Doch durch die Musik konnte ich trotzdem Kontakte knüpfen und lernte an der Kölner Hochschule Elisabeth Menke kennen – sie ist noch heute meine Lied-Duo-Partnerin”, erzählt die Pianistin. Eigentlich sollte Köln damals nur eine zweijährige Station während eines Stipendiums sein. „Doch ich habe gemerkt, wie viele Möglichkeiten ich hier habe und es war toll, endlich mehr Konzerterfahrungen zu sammeln.“

Dank der Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz, Nina Tichman, hat Susanna Kadzhoyan im Anschluss an ihr Vorspiel die Chance bekommen, an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz zu studieren und Tichmans Klasse zu besuchen. Schließlich absolvierte sie 2012 den Master of Music Klavier mit Auszeichnung und schloss 2014 ihr Konzertexamen sowie den Master in Kammermusik erfolgreich ab.

Im Anschluss unterrichtete Kadzhoyan drei Jahre „Klavier-Kammermusik“ an der Hochschule für Musik in Freiburg. Daraufhin übernahm sie die künstlerische Leitung der Konzertreihe „Bechstein Young Professionals“ in Köln, dozierte bis zum Jahresbeginn 2019 am Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und ist mittlerweile selbstständig als Konzertpianistin tätig. Nun lebt sie in Düsseldorf.

Die Freude an den Proben

„Es gibt so viele Dinge, die ich an der Musik liebe! Ich kann einerseits tolle Musik spielen, kann dank der Noten Neues erlernen und nachdem ich intensiv geprobt habe, anspruchsvolle Werke erklingen lassen – das macht extrem zufrieden”, schwärmt Kadzhoyan noch heute, wenn man sie nach ihrer Leidenschaft fragt. „Außerdem ist es ein Mittel, um sich auszudrücken, wenn man etwas nicht selbst in Worte fassen kann. Durch das Proben kann ich mir immer wieder neue Energie holen.“ Vor Konzerten spielt sie bis zu zehn Stunden täglich. Durchschnittlich sind es zwischen vier und acht Stunden. „Aber bereits als Kind habe ich täglich vier Stunden gespielt, das ist einfach total drin und Normalität für mich.“

Außerdem macht ihr das Üben mindestens genauso viel Spaß, wie das Konzerterlebnis: „Es gibt viele, die hassen das Üben. Aber mir macht es sehr viel Spaß – deswegen unterrichte ich bestimmt auch so gerne”. Kadzhoyan wünscht sich, künftig einmal ihre eigene Klasse zu haben.

Aktuell bereitet sie sich mit der Sopranistin Elisabeth Menke auf das Konzert am 1. September 2019 vor. Unter dem Titel „Musik als Lebenselixier“ präsentieren Menke und Kadzhoyan Werke von Grieg, Schubert, Schumann und R. Strauss. „Wir präsentieren schöne Musik, die dennoch in die Tiefe geht und bestimmt Stoff zum Nachdenken mit nach Hause gibt.“

Am Lied faszinieren die Musikerin besonders zwei Aspekte: „Es ist einerseits toll zu sehen, wie Komponisten die Vertonung in Musik umsetzen und den gleichen Gedichten mit verschiedenen musikalischen Mitteln Ausdruck verleihen.“ Weiter sei es faszinierend, wie kurze Lieder so viel beinhalten können: „In wenigen Zeilen wird etwas gesagt, für das man sonst eine ganze Seite benötigen würde. Es passiert so viel in den Liedern und das ist eine absolute Besonderheit dieser Gattung.“

Das Gespräch führte Elena Sebening.

Photo © Susanna Kadzhoyan | Mischa Blank

Zwischen Verfeinerung und Schlichtheit

“Es wäre toll, wenn die Neue Musik es schafft, einen größeren Kreis zu erreichen.” – Interview mit Christoph Maria Wagner

Christoph Maria Wagner ist Pianist, Komponist und Dirigent. Er studierte Komposition und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und unterrichtet dort selbst seit 1995. Im Interview erzählt er von dem geplanten „Etwas anderen Liederabend“ und verrät, was für ihn das Kunstlied zu etwas Besonderem macht.

Wagners Wunsch ist es, mit seinen Stücken und auf Konzerten nicht nur spezielle Expertenkreise anzusprechen, sondern stets auch weitere Menschen für das Kunstlied und seine Facetten zu begeistern. „Es wäre toll, wenn die Neue Musik es schafft, einen größeren Kreis zu erreichen“, sagt Christoph Maria Wagner. Gemeinsam beschäftigten er und die weiteren Kölner Komponisten Ralf Soiron und Stefan Thomas sich mit Texten von Hermann Broch, Robert Gernhardt und Charles Bukowski und komponierten Stücke für die Veranstaltung „Der etwas andere Liederabend“, die am Freitag, 30. August 2019 erklingt.

Ergänzend werden Stücke von Ursula Mamlok zu hören sein, darunter die „Four German Songs“ nach Texten von Hermann Hesse sowie kurze Klavierstücke, die im Rahmen der ganzheitlichen Konzeption des Abends sowohl Augenblicke der Reflexion und des Innehaltens darstellen als auch Übergänge zwischen den Liederzyklen schaffen.

Kultur als verbindendes Element

Als verbindendes Element zwischen der Komponistin Ursula Mamlok und dem Schriftsteller Charles Bukowski werden biografische Überschneidungen der Künstler genannt: Beide wurden in Deutschland geboren und lebten dennoch die meiste Zeit ihres Lebens in Amerika. Mamlok stammte aus einer in Berlin lebenden jüdischen Familie und Bukowski war Sohn eines in Andernach stationierten Soldaten. Sie beide hatten stets eine intensive Beziehung zur deutschen Kultur, wenngleich ihre Umsetzung oftmals nicht unterschiedlicher hätte sein können.

„Die Texte von Bukowski sind gleichermaßen kultig wie deftig, einfach ein wenig anders“, sagt Wagner. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit seinen Werken – von den Kurzgeschichten über die Romane und Gedichte – schrieb der Komponist Stücke für Bariton und Klavier, die er in diesem Liederabend präsentiert werden. Besonders mit den gewählten „Bukowski-Songs“ möchte Wagner zeigen, dass der Schriftsteller mehr war, als viele annehmen: „Es gibt eine Verbindung von der oberflächlichen Rauheit und dem empfindsamen Inneren.“

Weiter führt der Komponist aus: „Bei der Vorbereitung auf den Abend haben wir uns bewusst gegen das Konventionelle entschieden und sind dem Genre des Klavierliedes trotzdem treu geblieben.“ In dieser selbstgewählten Beschränkung etwas Neues und Abwechslungsreiches zu entdecken, ist die Besonderheit des zusammengestellten Programms. „Es ist für mich persönlich sehr reizvoll, mich so eines altehrwürdigen Genres zu bedienen und gleichermaßen damit zu überprüfen, wie es in der Gegenwart noch funktioniert.“

Die Kunst der Verfeinerung

Eine ganz besondere Balance aus Verfeinerung und Schlichtheit macht für ihn ein kunstvolles Lied aus. Als persönlichen Höhepunkt benennt er darin die Lieder von Robert Schumann. Die Intimität des Kunstliedes sei eine weitere Besonderheit der Gattung. „Das ist kein Genre für die ganz große Bühne, sondern für einen kleineren Kreis – so war es schon immer“, erklärt der 52-Jährige. Im 20. Jahrhundert kippte die Balance zwischen Schlichtheit und Verfeinerung vielfach auf die Seite des Verfeinerten, Zerbrechlichen: „Es ist eben stets eine Gratwanderung zwischen diesen Polen“.

Umso mehr strebt Christoph Maria Wagner für den anstehenden Liederabend musikalische Direktheit an. Bewusst hätten er und seine Kollegen daher die Stücke in deutscher Sprache ausgewählt, um so für alle Zuhörer den Inhalt zugänglich zu machen.

Lieder für die heutige Lebenswelt

Der Komponist Ralf Soiron beispielsweise präsentiert „Lieder des Bewusstseins“ nach Texten von Georg Heym, Ernst Stadler und Günter Kunert für Frauenstimme und Klavier sowie Lieder nach Gedichten von Hermann Broch für Bariton und Klavier. Stefan Thomas präsentiert Lieder nach Texten des Satirikers Robert Gernhardt für Sopran und Klavier. Die Gesangssolisten sind Pia Davila (Sopran) und Peter Paul (Bariton).

Für den Komponisten Christoph Maria Wagner ist Musik in jeder Hinsicht etwas Besonderes: „Beim Komponieren passiert ganz viel der Arbeit im Kopf, bei Konzerten wiederum gibt es eine ganz andere Form des Glücksgefühls. Die Musik gibt einem die Möglichkeit, etwas Schönes zu schaffen, sich selbst und andere in Schwingungen zu versetzen.“

Mit seinen Lied-Kompositionen wünscht sich Wagner, innerhalb des Genres auf neue Art zu überzeugen. „Wenngleich viele ältere Stücke wunderschön sind, sind sie teilweise doch sehr weit entfernt von unserer heutigen Lebenswelt.“ Er erhofft sich, dass eine direktere Ebene, wie sie auch bei dem Liederabend erzeugt werden soll, den Einstieg in die Kunstform erleichtert.

Das Gespräch mit Christoph Maria Wagner führte Elena Sebening.

Photo © Christoph Maria Wagner

Interview mit Doriana Tchakarova und Konstantin Krimmel

„Ich glaube nicht, dass ich jemals einen Partner finde, mit dem ich mich musikalisch so ergänze.“ – Doriana Tchakarova

Interview mit Doriana Tchakarova und Konstantin Krimmel

Ihr Programm „Darf ich Ihnen eine Geschichte erzählen?“ haben Sie ja bereits mehrfach gespielt. Verstehen Sie beide sich da mehr als Musiker oder als Erzähler?

Konstantin Krimmel: Wir haben mit der Zeit gemerkt und erfahren, dass uns diese Balladenform, diese Form der Geschichten, sehr am Herzen liegt. Mir macht es persönlich sehr viel Spaß, diese Geschichten zu lesen, zu erfahren und auch zu erzählen. Ich finde, das Lied ist eine kleine Oper für sich, in fünf bis sechs Minuten, es hat alle Höhen und Tiefen, Hoffnung und Verderben – es ist alles drin, was man so braucht für ein gutes Stück. Darum haben wir uns auch darauf konzentriert.

Frau Tchakarova, Sie sind ja die Erfahrene von Ihnen beiden. Haben Sie gleich gewusst, dass Sie da jemanden erwischt haben, mit dem es gut passt?

Doriana Tchakarova: Am Anfang wusste ich einfach, dass er wahnsinnig begabt ist. Aber so wie Sänger in ihrer Entwicklung sind, sind sie erstmal sehr viel mit Technik beschäftigt. Deswegen wusste ich von Anfang an, dass es phantastisch passt, aber die Entwicklung kam ein wenig später.

Es ist ja nicht unbedingt selbstverständlich, dass ein Duo so gut funktioniert, dass es praktisch fest miteinander auftritt. Wie haben Sie zueinander gefunden? Warum passt es so gut?

Konstantin Krimmel: Wir arbeiten jetzt seit eineinhalb bis zwei Jahren intensiv zusammen. Warum es so gut passt, wissen wir tatsächlich auch nicht. [lacht] Es sind vermutlich übernatürliche Kräfte am Werk, die uns da zugute kommen. Zu verdanken ist es der Musikhochschule Stuttgart, weil ich da noch als Student bin und meine Pianistin dort einen Lehrauftrag als Korrepetitorin hat. Darüber hinaus hat sich dann mehr entwickelt. Wir haben eine sehr gute Basis gefunden, so dass wir für uns sehr, sehr schöne Musik machen können. Und scheinbar kommt die auch gut an.

Sie haben gemeinsam ihre erste CD eingespielt? Was haben wir da zu erwarten?

Konstantin Krimmel: Sie wird Saga heißen und erscheint am 20. September 2019. Wir wollten einen internationalen Titel, auch wenn es alles deutschsprachige Lieder sind. Es ist wie bei unserem Programm: Wir wollen Geschichten nehmen, die uns ansprechen, allein von der Geschichte selbst. Dann kommt natürlich die Komposition, die Vertonung durch die unterschiedlichen Komponisten dazu. Da gibt es fantastische Sachen, wo wir auch sagen, da entspricht die Vertonung dem, wie wir uns den Text vorstellen. Es gibt natürlich auch Sachen, da geht man nicht ganz mit dem Komponisten. Aber nichtsdestotrotz sind diese Balladen und Erzählungen unfassbar starke Stücke. Und wir haben eben die Erfahrung gemacht, dass diese Stücke auch sehr gut ankommen, wenn man es denn schafft, sie gut zu erzählen. Doriana versucht auch, nicht nur zu spielen und die Töne abzuklappern, sondern den Text in der Musik wiederzugeben.

Doriana Tchakarova: Saga ist außerdem die nordische Göttin der Geschichte. Großteils sind es die Stücke, die wir auch im Programm spielen. Jensen, Loewe und Schumann sind auf der CD. Schubert auch, aber mit anderen Stücken. Hugo Wolf als Spätromantiker müsste man auf einer CD vielleicht woanders platzieren, im Programm passt er gut zu Jensen.

Die Frage an Sie, Frau Tchakarova: Er hat ja den Vorteil, auch die Sprache als Instrument einsetzen zu können. Was bedeutet das für Sie, wie gehen Sie da ran?

Doriana Tchakarova: Konstantin ist wirklich so inspirierend in seiner Erzählung, dass es mir nicht unbedingt schwer fällt, am Klavier mitzuerzählen. Es ist auch interessant zu schauen, wie von Komponist zu Komponist der Klavierpart gesetzt ist. Zum Beispiel bei Loewe, da hört man Vögel zwitschern oder Bachplätschern. Das macht Loewe natürlich fantastisch, dass er das, was im Text ist, auch sehr malerisch darstellt. Da ist es leichter als zum Beispiel bei Schubert, wo das Klavier eher im Hintergrund ist, aber wahnsinnig viel von der Spannung hat, um dem Sänger das nötige klangliche Umfeld zu bieten und dann die Geschichte sehr stark zu präsentieren. Darin liegt natürlich das Reizvolle und Spannende – das zu differenzieren.

Wie soll es weitergehen? Wollen Sie auf diesem Programm – und der CD – aufbauen?

Konstantin Krimmel: Auf jeden Fall möchten wir darauf aufbauen. Wir hoffen natürlich, dass die CD gut ankommt und sich das herumspricht, was wir machen. Es gibt auch schon Ideen für weitere Projekte. Wir möchten gerne ein wenig das Lied wieder aufleben lassen. Gemeinsam mit den ganzen anderen, die gerade unterwegs sind als Liedsänger und -sängerinnen, als Pianisten und Pianistinnen, möchten wir das Lied mit neu gestalten.

Warum überhaupt das Lied, warum dieses Genre?

Konstantin Krimmel: Weil es unheimlich viel Spaß macht. Von der pragmatischen Seite her ist es außerdem unheimlich gut zu bewerkstelligen, weil es nur zwei Leute und ein Klavier braucht. Es ist nicht abhängig von einem großen Apparat wie eine Oper oder ein Oratorium. Es ist viel kleiner und intimer; dadurch hat man auch eine größere Möglichkeit, herauszuholen, was es herauszuholen gibt – und so Kunst zu machen, wie man es sich vorstellt. Diese Lieder sind einfach – sooft sie auch schon gespielt und interpretiert wurden – immer wieder neu. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und einen eigenen Weg. Jeder hat seine eigene Geschichte zu einer Winterreise von Schubert. Die klingt dann auch anders. Und ich denke, dass die auch zu Gehör gebracht werden darf – und auch sollte.

Doriana Tchakarova: Es ist auch einfach reizvoll und spannend, so minimalistisch auf der Bühne mit zwei Menschen – und damit Leute in seinen Bann zu ziehen. Wir sind auch beide als Charaktere sehr unterhaltsam und genießen das unheimlich. Und es kommt hinzu: Wir sind beide ohne das Lied aufgewachsen und haben unseren ganz eigenen Zugang im Studium gehabt und dadurch vielleicht eine andere Frische, es darzustellen. Viele Sänger haben es praktisch mit der Muttermilch aufgesogen, für die ist das Lied, ist Fischer-Dieskau ein Begriff. Ich komme aus Bulgarien und kannte es nicht. Ich habe es mit etwa 20 zum ersten Mal gehört. Das spielt vielleicht auch eine Rolle. Vielleicht sind wir dadurch in der Darstellung besonders authentisch.

Bekommen Sie das vom Publikum auch so gespiegelt?

Konstantin Krimmel: Auf jeden Fall. Ich kann dazu eine Geschichte erzählen: Beim Wettbewerb in Weikersheim gab es ein kleines Lied-Finale, wo wir drei Lieder zum Besten geben durften – unter anderem Belsazar von Schumann und Odins Meeresritt von Loewe. Im Publikum saß eine Nonne, die kam am Ende auf uns zu und sagte, sie sei so froh, hier gewesen zu sein. Sie habe eigentlich mit der ganzen Materie nichts zu tun und kenne sich gar nicht aus, aber sie sei so froh, diese Geschichten gehört zu haben. Sie habe richtig die Bilder vor sich gesehen, sagte sie. Sie hat Odin vor sich gesehen, sie hat diesen völlig gestörten Belsazar vor sich gesehen, wie er Gott ablästert und sich über alle erhebt. Und diese Bilder waren für sie so stark. Das ist natürlich das größte Lob und das größte Glück, das man als Sänger bekommen kann: dass man von solchen völlig unbefangenen Menschen, die eben keine Interpretation schon im Ohr haben, wie es vielleicht sein sollte oder wie sie es gerne hätten, gesagt bekommt: „Wow, das war so toll. Das möchte ich noch einmal hören.“ Etwas Besseres kann man sich gar nicht wünschen.

Doriana Tchakarova: Es ist halt auch die Liebe. Wir lieben diese Texte und diese Lieder. Und wann man mit Liebe und Hingabe an die Stoffe herangeht, dann entsteht etwas Interessantes.

Was wünschen Sie sich selbst für den Auftritt beim Liedsommer?

Konstantin Krimmel: Was man sich immer wünscht, ist ein aufmerksames Publikum, das gerne da ist und das offen ist für Neues. Ich glaube, wir haben auch für jeden etwas dabei. Wir versuchen immer, die Programme so zu gestalten, dass es auch Abwechslung gibt, Höhen und Tiefen, auch mal Schweres. Und ich glaube, da haben wir etwas zusammengestellt, wo nachher jeder rausgehen kann und etwas mitnimmt: vielleicht einen Ohrwurm, vielleicht einfach Eindrücke, die ihn persönlich sehr bewegt haben.

Doriana Tchakarova: Aber natürlich hat das Ganze einen roten Faden.

Konstantin Krimmel: Natürlich, das war uns auch bei der CD sehr wichtig. Darum gibt es auch einen Text dazu, der die Dramaturgie darstellt.

Herr Krimmel, Sie sind ja noch im Studium, wie geht es denn für Sie weiter?

Konstantin Krimmel: Ich habe noch ein Jahr bis zum Abschluss. Und dann kommen hoffentlich viele schöne Projekte. Aber der Fleiß, das Studium hört ja nie auf – beim Gesang, wie auch bei allen Instrumenten. Die Freischaffenheit, die ich jetzt im Studium habe und die ich schon lebe, würde ich gerne weiterleben und am liebsten alle drei Sparten bedienen: Lied, Konzert und Oper. Ich bin dann aber offen für alles, was angefragt wird.

Frau Tchakarova, fürchten Sie nicht, dass Sie ihn dann verlieren müssen an große Opernhäuser?

Doriana Tchakarova: Ich möchte das Lied-Duo natürlich gerne weiterführen, denn ich glaube nicht, dass ich einen anderen Partner finden werde, mit dem ich mich so musikalisch verstehe und ergänze. Allerdings ist er natürlich Sänger – und er muss in die Oper. Ich unterstütze ihn unglaublich dabei, wenn Vorsingen an der Oper oder andere Projekte angesagt sind, die seiner Klasse entsprechen. Ich habe einfach Vertrauen, dass das andere darunter nicht verloren geht. Dass das bleibt, wenn wir beide das wollen. Ich glaube, Lied wird er immer machen. Natürlich wünsche ich mir, dass er das mit mir macht.

Konstantin Krimmel: Es profitiert ja auch voneinander, rein stimmlich und technisch gesehen. Unsere große, gemeinsame Leidenschaft ist und bleibt das Lied, und das möchten wir in die Welt tragen.

Mit dem Duo sprach Christiane Nitsche Mitte Juli 2019 anlässlich des Konzerts in Köln am 29.8.2019.

© Photo Krimmel / Tchakarova | Daniela Reske

Interview mit Christina Messner

„Eine ganz besondere Wachheit“

Christina Messner ist Musikerin und Komponistin. Im Interview erzählt sie von ihrer Arbeit, laufenden Projekten und der Herausforderung, als Frau den beruflichen Weg der Komponistin zu gehen.

Wenn Christina Messner von ihrer Arbeit erzählt, beginnen ihre Augen zu strahlen und es wirkt, als könnte sie ewig schwärmen von all den Möglichkeiten, die ihr als Musikerin und Komponistin offenstehen. Bereits seit ihren Kindheitstagen ist die 49-Jährige fasziniert vom Musizieren und sogar vom Komponieren: „Ich habe alte Notenhefte wiedergefunden und tatsächlich habe ich schon als Kind erste Versuche gestartet.“

Mit fünf Jahren hielt sie das erste Mal eine Blockflöte in ihren Händen. Sie kam aus der Schule nach Hause und übte direkt weiter, weil ihr das Musizieren so viel Spaß bereitete. „Ab dem Moment war meiner Mutter klar, dass man mich fördern muss“, sagt sie und lacht. Im Alter von acht Jahren beginnt Messner schließlich mit dem Geige spielen und hat die Lust daran nie verloren. „Außerdem habe ich schon immer viel und gerne gesungen, was bis heute viele meiner Stücke prägt. Die Lust an Sprache und Gesang kam schon ganz früh, so die Musikerin.

Schließlich absolvierte sie ihr Musikstudium zwischen 1991 und 1996 in Würzburg mit dem Hauptfach Violine und dem Wahlfach Komposition. Es folgte eine zusätzliche Ausbildung in Improvisation bei Harald Kimmig in Freiburg. Mittlerweile lebt und arbeitet Christina Messner in Köln.

Der Reiz des Experimentellen

Bereits vor dem Studium schrieb Messner erste Stücke: „Mir war immer klar, dass ich auch nach der Uni nicht den klassischen Weg in ein Orchester einschlagen werde. Eigene musikalische Projekte umsetzen war schon länger mein Ziel.” Und das macht sie bis heute: Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der Verknüpfung unterschiedlicher Sparten und interdisziplinären Ansätzen. Besonders in den Bereichen Neue Musik, Improvisation und Performance widmete sie sich verschiedensten Projekten und Konzerten.

„Natürlich gibt es bereits wunderschöne klassische Stücke, aber das Experimentelle hat mich immer gereizt“, sagt die Musikerin. Nach ihrem Abschluss entschied sie sich für das freiberufliche Arbeiten: „Ich wollte mir etwas ganz Eigenes suchen und seit dem Studium setze ich Projekte um.“

In den ersten Jahren ist Messner häufig als Performerin aufgetreten und hat als Musikerin auf der Bühne gestanden. In den vergangenen Jahren lag ihr Fokus eher auf der Komposition. „Das ist allerdings keine Entscheidung gegen das Musizieren, es hat durch Aufträge dahin entwickelt.“

Die große Offenheit für musikalische und künstlerische Stile spürte die Komponistin schon früh in sich und setzt sie noch heute auf kreativste Weise um. Selbst während des Musikstudiums mit klassischen Lehrern spielte sie nebenbei in einer Punkband.

Der Zauber der Schaffensphase

Aktuell arbeitet Christina Messner an einer Komposition für Irene Kurka (Sopran) und Martin Wistinghausen (Bass), die als Duo das Stück zum Thema „Aus Höhe und Tiefe“ im September 2019 bei Konzerten in Düsseldorf und Köln präsentieren werden. Der Beginn solch eines Werkes beginnt bei der Komponistin oft erst im Kopf, beispielsweise mit der Überlegung, welche Texte vertont werden sollen und – wenn man die Interpreten kennt – was zu den entsprechenden Sängern passt. Dennoch gäbe es keinen vorgegebenen Arbeitsablauf: „Es kann immer sein, dass ich ganze Teile wieder verwerfe und neu entwickle.“ Doch während solch einer Schaffensphase, ist Messner die ganze Zeit aufmerksam: „Auch wenn man gerade nicht arbeitet, man sammelt ständig, nimmt Dinge wahr. Ich liebe diese ganz besondere Wachheit und diese Art, die Welt wahrzunehmen.” Die interdisziplinäre Arbeit und die damit verbundene Grenzüberschreitung von Genres gibt ihr immer wieder die Chance, Neues zu lernen.

Außerdem geht es ihr darum, die Neue Musik aus ihrem Elfenbeinturm hervorzuholen. In den vergangenen Jahren arbeitete sie vermehrt in öffentlichen Räumen und gestaltete Projekte, bei denen Laien und Profis der Neuen Musik gemeinsam etwas kreierten. „Wenn man Verschiedenes zusammenbringt, was auf den ersten Blick nicht so ganz passt, kann daraus was Tolles entstehen und man holt die Musik zurück ins Leben.“ Das ist für Christina Messner auch einer der Aspekte, den sie in der Auseinandersetzung mit dem Lied wiederfindet.

Die Tatsache, dass sie eine der wenigen weiblichen Komponistinnen ist, begleitete Christina Messner ihre ganze Laufbahn – mal mehr, mal weniger. „Natürlich weiß ich nicht, wie es mir als Mann ergangen wäre, aber da waren einige Situationen, in denen ich anders behandelt wurde als meine Kollegen.” Im Studium in Würzburg war sie beispielsweise die einzige Frau in den Kompositions-Kursen. „Ich scheine genau die Generation dazwischen zu sein. Zahlreiche Frauen vor mir haben sich bereits einiges erkämpft, dennoch gab und gibt es noch einige Hürden für meine Generation”, findet die 49-Jährige.

Der Weg zur Komponistin

Sie sei in einer schwäbischen Kleinstadt mit der Meinung aufgewachsen, dass Frauen nicht komponieren können: „Das tauchte einfach nirgends auf.“ Selbst bis zum Ende ihres Studiums hörte Christina Messner immer wieder den Satz: „Aber du bist doch eine Frau”, wenn sie erzählte, dass sie Komponistin sei. Dennoch sie sich sicher: „Die Generation, die heute studiert, hat es wieder ein Stück weit einfacher.” Auch wenn längst noch nicht alles gleichberechtigt ablaufen würde: „So viele Jahre war es in den Köpfen der Frauen, dass sie gewisse Dinge nicht umsetzen können. Es wird dauern, bis das ganz verschwunden ist.”

Dennoch stand für Christina Messner immer fest, dass sie sich von ihrem Traumberuf nicht abbringen lässt. Sie hofft auf eine Zukunft, in der Komponistinnen gleichberechtigt auf Festivals auftreten und in den Musikprogrammen vorkommen: „Da ist noch immer eine große Schieflage. Die Aufmerksamkeit für das Thema sei weiterhin von großer Relevanz. So blickt sie sehr interessiert auf das Liedwelt Konzert, welches sich zu Clara Schumanns 200. Geburtstag dem Thema Komponistinnen widmet.

„Ich wünsche allen Frauen, ein natürliches Gefühl und gesundes Selbstbewusstsein für ihre Berufswahl. Es wäre wünschenswert, wenn man sich künftig nicht mehr solche Gedanken machen müsste weil das Gleichgewicht hergestellt wurde.”

Ihren Weg würde Christina Messner trotzdem immer wieder so gehen: „Der Beruf hat so viele Facetten. Ich kann schreiben, mir Zeit zum Denken nehmen, mit Musikern zusammenarbeiten, genieße die Probenarbeit, spiele selbst Geige, unterrichte und mache all das mit jeder Faser gern!“

Das Gespräch führte Elena Sebening.

 

© Photo: Liedwelt Rheinland

WDR 3 Kulturpartner

WDR 3 Kulturpartner

„Kern des Konzepts”, erläutert Karl Karst, Programmchef WDR 3 und Ideengeber der Partnerschaften, „ist die dauerhafte, unentgeltliche Kooperation der Kulturträger des Landes zugunsten einer besseren Nutzung und Verbreitung ihrer Programmangebote. Ziel ist eine möglichst direkte Zielgruppenwerbung für die Veranstaltungen der Kulturpartner ohne Belastung ihrer Etats. Dabei entsteht gleichzeitig ein Imagetransfer, der für beide Seiten von Gewinn ist. Durch mögliche Auslastungssteigerungen bei den Partnern führt sie in positiven Fällen auch zu wirtschaftlich spürbaren Ergebnissen – und beim Publikum zu einer deutlich größeren Information über die Kulturangebote des Landes.”

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Konzert am 29.9.2019

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Lisa Ochsendorf

 

Lisa Ochsendorf

„Das Lied ist eine intime Miniatur, es offenbart ganze Gefühlswelten und berührt mich dadurch unmittelbar, direkt und persönlich.“

Diese Kunstform könnte durch das Zusammenwirken von Musik und Poesie sowie die sehr enge Interaktion zwischen Sänger, Pianist und Publikum intensiver kaum sein.

Lisa Ochsendorf trat bereits mehrfach in der Alten Oper sowie der Paulskirche in Frankfurt am Main auf. Konzerte führten sie unter anderem nach Aachen, Berlin, Dortmund, Freiburg, Köln, Leipzig und Stuttgart sowie nach Frankreich, Italien, Österreich und in die Schweiz. Ihr Repertoire umfasst Lieder der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik. So war sie bei dem Projekt Poet in Residence an der Entstehung und der Uraufführung eines Werkes beteiligt. Das Zusammenspiel von Musik und Sprache faszinierte Lisa Ochsendorf schon immer, weshalb sie neben Musik auch Französisch in Frankfurt am Main studierte. Im Juli 2019 schloss sie ihr Masterstudium Liedgestaltung bei Prof. Ulrich Eisenlohr an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab.

Musikalische Inspirationen erhielt die Pianistin außerdem in Meisterkursen bei Erik Battaglia, Axel Bauni, Helmut Deutsch, Irina Edelstein, Ulrich Eisenlohr, Peter Nelson, Christoph Prégardien, Jan-Philipp Schulze und Pauliina Tukiainen.

2017 begleitete Lisa Ochsendorf die Preisträgerin Martha Jordan bei dem Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb „Das Lied“ in Berlin. Im November 2018 gewann sie zusammen mit der Sopranistin Charlotte Watzlawik den zweiten Preis des Brigitte-Kempen-Wettbewerbs.

Neben einem Erasmus-Stipendium für ihr Auslandssemester in Lausanne wurde sie zwei Jahre vom Deutschlandstipendium gefördert und war Stipendiatin der Freunde und Förderer der HfMT Köln sowie der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

Außerdem setzt sich Lisa Ochsendorf sehr für die Musikvermittlung ein und spielt mit ihren Duopartnern daher auch in allgemeinbildenden Schulen. So können junge Menschen das Kunstlied hautnah miterleben, den Künstlern persönlich Fragen stellen und sich so für die Musikwelt begeistern.

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Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

 

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Photo: Lisa Ochsendorf © Charlotte Watzlawik

 

Stadtmuseum. | Bundesstadt Bonn

 

Stadtmuseum. | Bundesstadt Bonn

Im Stadtmuseum Bonn wird Bonner Stadtgeschichte lebendig: In der Franziskanerstraße 9 können Besucherinnen und Besucher die Entwicklung Bonns von der Römersiedlung bis heute nachvollziehen.

In seiner Dependance, dem Ernst-Moritz-Arndt-Haus, zeigt das Stadtmuseum seit fast 30 Jahren Sonderausstellungen zu kulturhistorischen Themen.

Vom 15. Juni bis 29. September 2019 ist hier die Ausstellung “On tour. Clara Schumann als Konzertvirtuosin auf den Bühnen Europas.” zu sehen.

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Konzert am 14.9.2019

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Frauenmuseum Bonn

Frauenmuseum Bonn

Das Frauenmuseum Bonn wurde am 2. Mai 1981 von der heutigen Direktorin Marianne Pitzen und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen in Bonn gegründet.

Es war seinerzeit das weltweit erste Frauenmuseum. Das Frauenmuseum Bonn fördert die Kunst der Frauen mit dem Ziel, diese auch in der Kunstgeschichte zu verankern.

In wechselnden Ausstellungsprojekten werden Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen der deutschen und internationalen Kunstszene gezeigt.

Viele Künstlerinnen, die zuerst im Frauenmuseum ausstellten, haben sich auf dem internationalen Kunstmarkt etablieren können. Bei großen themengebundenen Ausstellungen arbeiten Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen zusammen.

Frauengeschichte wird in diesem Kontext aufgearbeitet und neu präsentiert.

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Konzert am 14.9.2019

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Photo © Frauenmuseum Bonn