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III. LiedDuo-Wettbewerb 2018 – Preisträgerkonzert 30.9.2018

III. LiedDuo-Wettbewerb 2018

Das Kunstlied angemessen würdigen

Preisträgerkonzert des 3. Internationalen Schubert Wettbewerbs Dortmund am 30. September 2018 in der Kompressorenhalle der Kokerei Hansa, Dortmund

Der dritte LiedDuo-Wettbewerb fand in diesem Jahr in der letzten Septemberwoche in Dortmund statt und wurde unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Norbert Lammert ausgerichtet. Nach 13 Klavierwettbewerben folgte nun der spezielle LiedDuo-Wettbewerb in der dritten Auflage.

Stefan Heucke ist Komponist und seit 2016 Vorsitzender dieses internationalen Wettbewerbs. Er zeigte sich besonders begeistert von dem diesjährigen Gewinner-Duo, bestehend aus der Mezzosopranistin Esther Valentin und der Liedpianistin Anastasia Grishutina: „Die beiden ergänzen sich einfach ganz fantastisch und es interessant zu sehen, wann sie welche Impulse setzen und damit eine ganz bestimmte Stimmung vermitteln“, sagt der 59-Jährige.

Das mag auch an der großen Leidenschaft liegen, mit der die beiden an die Musik herangehen: „Die Arbeit mit dem Lied erfüllt mich total“, schwärmt Esther Valentin. „Beim Wettbewerb gab es natürlich bestimmte Pflichtstücke. Nicht sofort findet man immer einen Zugang, aber als wir am Ende auf der Bühne standen, hat es für uns einfach gepasst“, so die junge Sängerin weiter. Auch Anastasia Grishutina ergänzt: „Alles hat sich irgendwie gefügt und wir konnten eine Geschichte erzählen.“

Und genau darum ging es, um gemeinsames Wirken: „Wir wollen bei unserer Veranstaltung das Duo in seiner Gesamtheit bewerten und zwar vollkommen gleichberechtigt und gleichwertig. Das war auch die Idee von Irwin Gage“, so Heucke. Der Pianist Irwin Gage war bis 2017 künstlerischer Leiter des Wettbewerbs, er verstarb im April dieses Jahres. „Aber für ihn war einfach wichtig, dass das Phänomen des Duos im Vordergrund steht – so wie es bisher noch bei keinem anderen Wettbewerb der Fall ist.“

„Der Pianist ist kein Begleiter“

In den großen Kunstliedern sind laut Heucke Klavier und Gesangsstimme so eng miteinander verbunden und durchdringen sich gegenseitig, dass eine gleichberechtigte Struktur nur konsequent ist. „Der Pianist ist kein Begleiter, deswegen nutzen wir auch den Begriff des Liedpianisten.“ Dennoch sei es häufig so, dass die Pianisten zu kurz kommen. „Und das obwohl sie so viel beitragen zum Liederlebnis.“

Deswegen wird dieser Preis verliehen, um ein zusätzliches Augenmerk auf die Gleichberechtigung von Gesang und Klavier zu legen. Und bei Esther Valentin und Anastasia Grishutina hätten sich Gesang und Klavierspiel wunderbar ergänzt. So gut, dass die junge Pianistin zusätzlich mit dem Sonderpreis der Liedpianistin ausgezeichnet wurde. „Ich stelle mir die Liedkunst so wie Kammermusik vor. Jeder von uns gibt Input, es gibt keinen Solisten und seinen Begleiter. Wir schaffen etwas gemeinsam“, findet die Anastasia Grishutina und führt weiter aus: „Ich versuche immer ohne solistische Attitüde zu spielen, dabei entfernt man sich nur von der Musik. Mir geht es um die Musik, ihren Text und die Geschichte dahinter. Denn wenn ich mich der Musik stelle, kann ich komplett ich selbst sein. Ich gebe einen Teil von mir, aber ich bekomme so viel zurück. Das ist für mich das Schönste an der Musik.“

„Anastasia Grishutina hat einfach immer wieder eigene Impulse gesetzt, mitgedacht und agiert. Das war wirklich etwas Besonderes“, fasst der Komponist zusammen. Gemeinsam mit Juliane Banse, Deborah Polaski, Ian Fountain, James Taylor, Olaf Bär, Arnulf von Arnim, Jan Philip Schulze und der künstlerischen Leiterin Ingeborg Danz saß er in der Jury. „Das Kunstlied ist für mich eine spannende Sparte mit vielen gestalterischen Möglichkeiten und die wurden von dem Gewinner-Duo toll bedient. Bereits in der Vorauswahl waren uns die beiden aufgefallen und wir waren gespannt, was uns live bei den Auftritten erwartet.“ Gemeinsam mit Ingeborg Danz hatte er aus 86 Duos 44 ausgewählt und zum Wettbewerb geladen.

Ein Publikumspreis mit besonderem Ergebnis

Von den geladenen Duos waren schließlich 32 erschienen und die Jury wählte in dem insgesamt eine Woche dauernden Wettbewerb drei Favoriten aus. Die Stimmen werden dabei anonym abgegeben und es findet keine Beratung untereinander statt. „So kann wirklich jeder fair und ohne Beeinflussung abstimmen“, betont Stefan Heucke.

v.l.n.r: Gisela Jöbstl, Klaudia Tandl, Esther Valentin, Ananstasia Grishutina, Elitsa Desseva, Mikhail Timoshenko

Ein Publikumspreis des Lions Club Dortmund-Rothe Erde wurde erstmalig in der in der Kompressorenhalle der Kokerei Hansa vergeben. „Oftmals ist es so, dass das Publikum noch eine andere Sichtweise hat, aber in diesem Jahr war es wirklich komplett identisch“, so Heucke. Denn sowohl das erstplatzierte Duo als auch das zweitplatzierte – bestehend aus dem russischen Bariton Mikhail Timoshenko und der bulgarische Pianistin Elitsa Desseva – erhielten jeweils 60 Stimmen aus dem Publikum.

„Wir haben uns dann präsidialen Rat unseres Schirmherrn eingeholt und uns eigentlich darauf verständigt, dass der Publikumspreis geteilt werden muss“ so der Vorsitzende „doch zu einer Teilung brauchte es gar nicht zu kommen, da die RAG-Stiftung spontan entschied, den zweiten Teil des Preises zu übernehmen.“ So konnten beide Duos den mit je 2.000 Euro dotierten Publikumspreis erhalten.

Bereits seit 1987 findet in Dortmund alle zwei Jahre der Wettbewerb statt. Damals noch von regionalen Musikerinnen und Musikern gemeinsam mit der Dortmunder Wirtschaft ins Leben gerufen, ist der Wettbewerb mittlerweile international aufgestellt und zählt 166 Musiker aus insgesamt 24 Nationen und für den Wettbewerb 2018 meldeten sich 166  Musiker aus insgesamt 24 Nationen an.

Der Wettbewerb soll jungen Künstlern die Möglichkeit geben, sich mit dem Werk Schuberts auseinanderzusetzen.

Im Finale gab es ebenfalls Pflicht- und Wahlstücke. Mit darunter Goethes Rastlose Liebe und Gretchen am Spinnrade. Mit den Liedern schafften es Esther und Anastasia einen Spannungsbogen aufzubauen und mit ihren Stücken eine Liebesgeschichte zu erzählen. „Wir haben kaum Pause gemacht zwischen den Stücken und es versucht, als eins zu präsentieren“, erzählt Esther. „Wirklich unglaublich, wie das geklappt hat. Ich konnte wirklich kaum so schnell die Noten wechseln“, sagt Anastasia und lacht.

Familiäre Stimmung trotz Konkurrenz

Anastasia Grishutina und Esther Valentin setzten sich in diesem Jahr schließlich gegen weitere 32 Duos aus 27 Nationen durch. „Dank des Wettbewerbs haben wir nun einige Liederabende vor uns und können sogar eine eigene CD im kommenden Jahr aufnehmen“, freut sich Esther. Das Thema der Aufnahmen wollen die beiden allerdings noch nicht verraten.

Schirmherr Prof. Dr. Norbert Lammert mit Esther Valentin und Ananstasia Grishutina

Die Stimmung während des Wettbewerbs hat die beiden allerdings vollkommen überzeugt: „Und das nicht, weil wir am Ende den ersten Platz bekommen haben. Ich habe mich vorher noch nicht so wohl gefühlt in so einer Situation“, sagt Esther Valentin und führt weiter aus: „Die ganze Atmosphäre war super. Die Organisatoren haben sich um uns gekümmert und man konnte spüren, dass es wirklich um die Musik und die Musiker ging und nicht um das Image von dem Wettbewerb, wie es manchmal der Fall ist.“

Gemeinsam hätten alle Künstler mit den anderen mitgefiebert. „Selbst die, die nicht weitergekommen sind, haben sich dann mit uns gefreut und gratuliert“, erzählt die Esther Valentin. „Genau, es war eine Gelegenheit schöne Musik zu machen und das ist das Wichtigste“, findet auch Anastasia Grishutina.

Den dritten Preis erhielt das österreichische Duo mit Mezzosopranistin Klaudia Tandl und Gisela Jöbstl am Klavier. Der nächste LiedDuo-Wettbewerb wird 2022 stattfinden, der Anmeldestart ist ebenfalls im Frühjahr 2022. Weitere Infos folgen, wenn der Wettbewerb näherrückt.

Hier finden Sie das Interview mit den beiden Gewinnerinnen

Bericht: Elena Sebening

Photos © Schubert Wettbewerb | Finn Löw

Ton & Erklärung 2018 Preisträgerkonzert

Ton & Erklärung 2018

Preisträgerkonzert am 7.10.2018 in der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf

 

Sonntag, 6. Oktober – ein noch unentschlossener Herbst-Sonntag-Morgen. In der Düsseldorfer Oper präsentiert der Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI e.V. einem überschaubaren aber sehr interessierten Publikum die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs “Ton und Erklärung”, der in Zusammenarbeit mit der BayerKultur im Juni in Leverkusen ausgetragen wurde.

Thomas Helfrich, Leiter der Abteilung Kultur, Sport & Bildung bei der Bayer AG begrüßte als diesjähriger Partner die Gäste. Den Kulturauftrag der Bayer AG sieht er ganz eng an die Attraktivität des Arbeitsplatzes gekoppelt: Nur ein Ort an dem Kultur und Bildung eine kosmopolitische Grundlage schüfen entstünde Kreativität und neue Ideen. Dies sehe Helfrich als Grundlage für die Weiterentwicklung, den Wandel der Gesellschaft.

Die Bayer AG verstehe das Engagement in Kultur somit auch als ureigensten Bestandteil des unternehmerisches Selbstverständnisses und nicht als von der Unternehmensphilosophie losgekoppelten “Auftrag”.

Nur die lebendige Kulturgemeinschaft lernt, wird inspiriert und probiert Neues aus. Insofern sei die Bombardierung der Neuronen im Gehirn, die heute mit dem Preisträgerkonzert junge Künstler fördere immens wichtig als Investition in die hiesige Infrastruktur.

Im Unterschied zu anderen Wettbewerben sind die Sänger bei “Ton und Erklärung” angewiesen, ihren kreativen Entwicklungsprozess, ja die intellektuelle Auseinandersetzung welche hinter der Präsentation des jeweiligen Liedes steckt den Zuhörern zu vermitteln.

Selbstredend gestalteten die hauseignen Bayer-Philharmoniker unter Bernhard Steiner das Programm – und taten dies sehr engagiert. So hatten die Sänger einen umsichtigen Partner für die Opern-Einlagen und -Arien.

Als erstes lernte das Publikum den Preisträger Stefan Astakhov kennen. Der Bariton ist erst 21 Jahre alt – nicht nur hat er sicherlich keine  Angst vor der Höhe, sondern er weiß auch zu den ausgewählten Werken viel zu vermitteln und die Zuhörer mit seiner musikalischen Gestaltung zu fesseln!

Auch die Sopranistin Elena Harsányi verstand es versiert und sehr klug beispielsweise über ihre Herangehensweise und Beziehung zur Pamina-Arie “Ach, ich fühl’s” zu erzählen. Das machte Spaß ihr dann in der Umsetzung folgen zu dürfen.

Gemeinsam mit Netzwerk-Mitglied Toni Ming Geiger gestalteten abschließend vor der Preisverleihung Elena Harsányi und Stefan Astakhov “VOID” von Max-Lukas Hundelshausen. Die Uraufführung verwies in Richtung Lied – war in der Symbiose von Mensch (Künstler) und Technik (Elektronik) unterwegs. Es gelang eine musikalische Entdeckungsreise nach dem “unendichen Lied der Welt” in der der Sänger oder auch der Dichter Gefäß für Kräfte wird, die größer sind als er selbst.

Getreu der Aufgaben, die ein Netzwerk hat, hat die Liedwelt in Zuge der Planung eines Liedsommer 2019 mit dem Bayer-Kulturchef Kontakt aufgenommen, denn schließlich wollen auch wir den Nachwuchs fördern und gerne Gemeinsames gestalten.

Der stimmungsvolle Preisträger-Konzert-Vormittag wurde logischerweise abgeschlossen mit der Preisverleihung an die beiden jungen Künstler, denen die Liedwelt zu ihrer Auszeichnung herzlich gratuliert.

Nachwort: Leider litt die schöne Veranstaltung unter teils dilettantischer Abwicklung der Veranstaltung. Da wundert man sich doch, wenn ein Musiker während die Uraufführung gespielt wird noch einmal zu seinem Platz eilt und gleich wieder verschwindet und nach dem “Umbau” für das abschließende kammermusikalische Stück die Bühne völlig unaufgeräumt bleibt wie in einer “Probensituation” – und in dieser Kulisse dann auch die feierliche Preisverleihung stattfindet.

Auch bei manchem Techniker, der im Schlabberlook während des Ablaufs über die Bühne eilte erschloss sich nicht warum solche Abläufe öffentlich passieren. Auch die Frage wohin mit dem Mikrophon nach der Anmoderation hätte sicherlich galanter (Pultablage) gelöst werden können ohne den Ablauf zwischen Moderation (Erklärung) und Umsetzung (Ton) zu unterbrechen: Auch hier eilte jedes Mal ein Techniker herbei, nur um das Mikrophon zu sichern. Das wunderte doch.

Die Liedwelt bedankt sich sehr bei Amelie Amann vom Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI e.V. für die Einladung zum Konzert und freut sich auf die Fortsetzung dieser Partnerschaft.

Text und Photos: Sabine Krasemann
Photo der Preisträger mit Brigitte Fassbender © Kulturkreis | C.  Peuserdesign

Stephanie Lesch und Ainoa Padrón, Klavier im Gespräch mit der Liedwelt

“Was mir gut in der Stimme liegt oder wo mir der Text etwas sagt, das singe ich eben gern.”

 

Interview mit Stephanie Lesch und Ainoa Padrón

Das Interview mit den Gewinnerinnen des ersten Preises des Liedduo-Wettbewerbs Rhein-Ruhr: Stephanie Lesch, Mezzosopran und Ainoa Padrón.

Ainoa Padrón: Die Lieder der spanischen Komponisten werden schon viel bei uns in Spanien aufgeführt, aber sobald eine fremde Sprache ins Spiel kommt, tut sich das Publikum damit schwer, aber es wird doch langsam besser, und auch an den Hochschulen finden ja Meisterkurse statt, wobei die klassischen deutschen Lieder sehr hoch geschätzt werden.

Wir wollen das junge Publikum motivieren, Konzerte zu besuchen

Es könnten schon mehr Besucher kommen; vor allem junges Publikum ist schwer zu erreichen. Um so wichtiger ist es für uns als junge Musiker, unsere Zeitgenossen zu motivieren, solche Konzerte zu besuchen.

Stephanie Lesch: Umso wichtiger sind solche Initiativen wie zum Beispiel dieser Wettbewerb, der auf das Lied aufmerksam macht. Ein Wettbewerb der Liedduo-Wettbewerb Rhein-Ruhr verlangt von den Bewerbern, dass sie sich mit außergewöhnlichem Lied-Repertoire beschäftigen. Das trägt mit dazu bei, dass die Kunstform Lied mehr Beachtung findet.

Unser Duo ist wie eine Partnerschaft: Anregungen kommen von beiden Seiten

Lesch: Welche Komponisten oder Werke ich besonders bevorzuge kann ich so gar nicht beantworten. Es ist von Stück zu Stück ganz unterschiedlich: Was mir gut in der Stimme liegt oder wo mir der Text etwas sagt, das singe ich eben gern, oder es liegt an der Gelegenheit wie jetzt beim Wettbewerb: Da haben haben wir uns die „schlesischen Schumannianer“ vorgenommen und Stücke ausgesucht, die uns besonders ansprechen.

Padrón: Wir arbeiten dabei in einer echten Partnerschaft: Ideen kommen von beiden Seiten, Anregungen und Inspiration – wir sind eben ein richtiges „Duo“.

Stephanie Lesch, *1987, Mezzosopran, Deutschland
Ainoa Padrón, *1982, Spanien

Das Interview führte Gunter Duvenbeck.
Photos © Liedwelt Rheinland | Sabine Krasemann

Janina Hollich, Mezzosopran und Yangfan Xu, Klavier im Gespräch mit der Liedwelt

Man hat hier die Chance, auf engstem Raum ganz viele Gefühle zu durchleben”


Interview mit den Gewinnerinnen des zweiten Preises des Liedduo-Wettbewerbs Rhein-Ruhr: Janina Hollich, Mezzosopran und Yangfan Xu, Klavier – hier zum Nachlesen:

Was bedeutet die Beschäftigung mit dem Kunstlied für Sie?

Janina Hollich: Man hat hier die Chance, auf engstem Raum ganz viele Gefühle zu durchleben. Ich habenur mich selbst und natürlich den Partner am Klavier. So erzähle ich im Lied eine Geschichte ohne Maskerade wie in der Oper beispielsweise. Das ist eine Herausforderung, aber wenn sie gelingt, dann ist das geradezu etwas Magisches, weil die Geschichte “pur” erzählt wird.

Das Lied – eine Geschichte ohne Maskerade

Unsere ganz besondere Liebe gilt dem Lied, aber wir wissen natürlich auch, dass wir uns nicht alles aussuchen können, und müssen daher vieles ausprobieren und nichts von vorne herein ausschliessen.

Welche wichtigen Einflüsse spielen denn außer Ihrer offensichtlichen Begeisterung für das Kleinod Lied noch eine Rolle? Welche Epochen und Komponisten aus dem Lied-Repertoire stehen bei Ihnen ganz oben auf Ihrer Liste? Was bekommen Sie noch für Input?

Yangfan Xu: Ich mag zum Beispiel sehr die spätromantischen Lieder etwa von Rachmaninow, Szymanowski oder auch dem frühen Schönberg.

Hollich: Hier haben wir den selben Geschmack und haben uns deshalb auch gut getroffen. Und – ja, Reimann etwa oder Rihm, die mag ich auch sehr.

Xu: Auch ich habe großes Interesse an heutigen Komponisten und Ihrer Musik.

Hollich: An der Hochschule in Detmold, wo wir beide herkommen, besitzt das Lied einen ganz hohen Stellenwert. Das war für uns beide ganz entscheidend, denn Frau Romberger, die meine Gesangsklasse leitet, betont immer wieder die Wichtigkeit dieser speziellen Gattung, was für ein Glück, dass wir im Studium uns so entwickeln können!

 

 

 

 

 

Die Preisträgerinnen:

Janina Hollich, *1988, Mezzosopran, Deutschland
Yangfan Xu, *1989, Klavier, China

Das Interview führte Gunter Duvenbeck.
Photos © Liedwelt Rheinland | Sabine Krasemann

Verein Lied und Lyrik Rhein-Ruhr

Lied und Lyrik Rhein-Ruhr e.V.

Im Zusammenarbeit mit der Stadt Ratingen richtet der Verein Lied und Lyrik Rhein-Ruhr alle zwei Jahre den Internationalen Liedduo-Wettbewerb Rhein-Ruhr aus.

Er hat sich zur Aufgabe gemacht, Lyrik und Lied zu fördern und diesen beiden Bereichen, die nicht nur für die deutschsprachige Welt eine besondere Rolle in der Kulturgeschichte gespielt haben, wieder einen herausgehobeneren Platz im gegenwärtigen Kunstbetrieb zu schaffen.

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