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Liedduo Heinzen / Mead

 

Liedduo Heinzen / Mead

Mit ihren fein abgestimmten Konzertprogrammen begeistert das Liedduo mit der Schweizer Sopranistin Franziska Andrea Heinzen und dem britisch-polnischen Pianisten Benjamin Malcolm Meadmittlerweile ein Publikum durch halb Europa: im Rahmen des Düsseldorf Festivals 2017 erklang während einer Schifffahrt ein Rheinischer Liebeszauber, Vertonungen Goethes und den empfindsamen Dichters waren Leitgedanke ihres Debüts am Schubertzyklus der Schubertiada a Vilabertran in Barcelona 2018.

Höhepunkt der Saison 2019 bildet ein moderner bis zeitgenössischer Liederabend rund um literarische Frauenfiguren in der Konzertreihe Im Zentrum Lied in Köln am 24.4.2019. Das Konzert Traumgekrönt– Hommage à Rilke am Rhonefestival für Liedkunst 2018 wurde vom Schweizer Radio SRF2 aufgezeichnet und mehrfach ausgestrahlt und auch im Rahmen des Bonner Liedsommer 2018 aufgeführt. In diesem Zusammenhang wurde bei WDR 3 TonART ein Interview gegeben.

Das Liedduo gewann 2017 den ersten Preis am 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr in Ratingen sowie den zweiten Preis am Sieghardt-Rometsch-Wettbewerb für Kammermusik. Außerdem wurde das Liedduo für sein künstlerisches Schaffen mit dem Kulturförderpreis Musik 2017 der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.

Photo © Franziska Heinzen | Maren Schäfer

Interview mit Liedduo Heinzen-Mead

„Die Miniatur-Spektren eines jeden Liedes, die Direktheit zum Publikum sind für uns eine unglaubliche Bereicherung“

Interview mit Franziska Heinzen und Benjamin Mead

„Die Miniatur-Spektren eines jeden Liedes, die Direktheit zum Publikum sind für uns eine unglaubliche Bereicherung“ – Heike Paulsen sprach für die Liedwelt Rheinland mit den Liedduo Heinzen-Mead.

An diesem windigen Rosenmontag habe ich das Glück, gleich zwei außerordentliche junge Künstler in einem ihrer Stammcafés in Düsseldorf zu treffen: Franziska Heinzen und Benjamin Mead. Anlässe sind zahlreiche vorhanden – zum einen das April-Konzert der Reihe „Im Zentrum Lied“ in Köln mit dem die Liedwelt Rheinland auch den diesjährigen Liedsommer eröffnet und zum zweiten der geplanten Konzerte zu Clara Schumanns 200tem Geburtstag.

„Klangspektren“ widmet sich dem modernen und zeitgenössischem Liedgut. Worauf können wir uns an diesem 24. April in Köln freuen?

Wir haben ein Programm zusammengestellt, das seinen äußeren Rahmen durch den Schwerpunkt auf das Liedgut des 20. und 21. Jahrhunderts erhält. Dieses – eher ungewohnte – Repertoire soll keinesfalls abschrecken, sondern vielmehr neugierig machen: Denn sprechen wir einerseits von Komponisten, die wie Arnold Schönberg und Richard Strauss noch die Höhen und Tiefen der Tonalität in ihrem gesamten Spektrum ausloteten, andererseits von unseren Zeitgenossen Manuela Kerer, Moritz Eggert, Alexander Muno und Wolfgang Rihm, die hundert Jahre danach das Kunstlied in der klassischen Kombination von Klavier und Gesang immer noch weiterentwickeln.

Das klingt ungemein interessant! Wie kam es zu diesem Projekt?

Unser Preis als Sieger des internationalen Liedduowettbewerbs Lied&Lyrik Rhein-Ruhr 2017 in Ratingen war mit einer Einladung in die Konzertreihe „Im Zentrum Lied“ verbunden und mit der schönen Auflage seitens der künstlerischen Leiterin Ingrid Schmidthüsen, genau solch einen spannenden Liederabend zusammenzustellen. Wir haben so die Möglichkeit genutzt, Lied-Zyklen, die uns schon länger begleiten, wie die Ophelia-Lieder von Wolfgang Rihm und Richard Strauss mit anderen, speziell für dieses Projekt ausgesuchten Stücken zu verbinden, wie beispielsweise die 4 Cleopatra-Charakteren von Alexander Muno.

Uns erwartet mehrheitlich Shakespeare?

Nicht so sehr Shakespeare, sondern die starken Frauengestalten, denen er und auch andere Dichter künstlerische Denkmäler gesetzt haben: Das Lied eröffnet ja in ganz intimer Weise die Möglichkeit, Emotionen zu verdichten und auszudrücken, und wir möchten das Publikum auf diese ganz besondere Reise durch die Jahrhunderte mitnehmen und das Spektrum der inneren menschlichen Erlebenswelten ausloten.

Es ist bei weitem nicht Ihr erstes gemeinsames Projekt?

Nein, seit wir vor etwa fünf Jahren erstmals zusammen musiziert haben – damals noch als Studierende an der Düsseldorfer Robert Schumann Hochschule – haben wir sehr viel und unterschiedliches Repertoire zusammen erarbeitet sowie mit Konzertkonzeptionen experimentiert. Aus dieser Zeit stammt auch die Zuneigung zur literarischen Frauengestalt der Mignon aus Goethes Wilhelm Meister, der wir am Konzertabend – allerdings in der Schubert Vertonung – ein Denkmal setzen werden. In den vergangenen Jahren ist zwischen uns eine künstlerische Verbundenheit erwachsen, die in der Form nicht selbstverständlich ist: Es muss gerade in der Kammermusik, beziehungsweise im Liedduo zwischenmenschlich, musikalisch, aber auch in der Vorstellung, wie viel Zeit dafür investiert wird, übereinstimmen. Die Liedkunst bietet gerade neben Oratorien oder Opern eine individuelle Gestaltungsfreiheit; die Miniatur-Spektren eines jeden Liedes, die Direktheit zum Publikum sind eine unglaubliche Bereicherung. Und natürlich freuen wir uns, dass unser Musizieren und unsere Programmation Anklang findet: Beim Rhonefestival in der Schweiz und auch beim Schumannfest Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Liedsommer Rheinland dürfen wir dieses Jahr einen weiteren Liederabend präsentieren, der sich anlässlich des 200. Geburtstages von Clara Schumann ausschließlich Werken von Komponistinnen – 20 an der Zahl – widmen wird.

Das in Ihrer Heimat gegründete Rhonefestival für Liedkunst findet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt, Frau Heinzen?

Die erste Edition war ein sehr schöner Erfolg, der ermutigte, weiterzugehen. Ich denke, die Mischung zwischen Konzerten im wunderbaren Rittersaal des örtlichen Barockschlosses sowie ein buchstäbliches Zugehen auf das Publikum durch open air-Konzerte an ungewöhnlichen Orten oder das Lied in neuen Formaten ist sehr ansprechend: Wir möchten die Menschen mitnehmen, zeigen, dass das Lied mit den Komponenten Musik und Literatur mit seinen großen und tiefen Emotionen Teil eines jeden Menschen ist. Und in diesem Sinne keine Kunst auf einem Sockel. Und ich denke, dass sich nicht nur Schubert sehr darüber gefreut hätte, zu sehen, wie sich plötzlich ein Publikum neben der rauschenden Rhone mit einem Glas Wein zu Liedern versammelt!

Herr Mead, ebenso wie Frau Heinzen sind Sie in den letzten Jahren viel unterwegs – es ist ein Glücksfall, zwei Kosmopoliten wie Sie heute beide hier in Düsseldorf, Ihrer früheren Wirkungsstätte, gemeinsam zu treffen.

Ja, seit vergangenem Jahr studiere ich an der Royal Academy of Music „Piano Accompaniment“, das heißt Kammermusik und Liedgestaltung. Der Studiengang bietet mir eine hervorragende Möglichkeit, mein Repertoire als Klavierpartner intensiv auszubauen. Gleichzeitig ist es spannend, in einer Metropole wie London mit all ihren Konzertangeboten und Eindrücken zu leben und das – insbesondere deutsche – Kunstlied, ja den gesamten Musikbetrieb sprichwörtlich von einer anderen Seite zu sehen. Gleichzeitig war es ein persönlicher Wunsch, als in Deutschland aufgewachsener Engländer einem Teil meiner Wurzeln nachzuspüren. Und die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren bereits gesammelt habe, wirken hier natürlich fort. Jüngst erspielte ich mir den Webb Award für Liedbegleiter – das ist natürlich eine schöne Bestätigung für meinen Entscheid, mich der Liedkunst und Kammermusik zu widmen.

Herzlichen Glückwunsch hierzu und vielen Dank für das Gespräch, Frau Heinzen und Herr Mead!

Das Interview führte Heike Paulsen am 4. März 2019

Liedkunst in Vollendung – Konzert am 29.7.2018

Liedkunst in Vollendung

Franziska Andrea Heinzen und Benjamin Malcolm Mead beim Bonner Liedsommer

Liederabende folgen nicht selten einem geregelten Ritual und auch das Repertoire wie das Konzertsetting sind dabei zumeist festen Regeln unterworfen. Es ist immer ein gewisses Wagnis, sich über solcherlei Konventionen hinwegzusetzen, doch wenn man es tut, verheißt dies durchaus interessante Einblicke. So auch beim Liederabend von Franziska Andrea Heinzen und Benjamin Malcolm Mead in Bonn.

Das Traditionellste war hier noch die Konzertsituation: Flügel und Sängerin auf einem Podest, Publikum davor. Doch schon beim Ort fing es an: der war mit einer ehemaligen Human-Zentrifuge außergewöhnlich. Früher wurden hier die Astronauten des DLR im Kreis herumgeschleudert, um sie auf ihre Weltraumtauglichkeit zu prüfen. Mittlerweile ist die in einem Hinterhof an der wenig idyllischen Bundesstraße B 9 gelegene Ort ein nicht nur bei Insidern bekannter Konzertraum geworden, dessen kreisrunder Zuschnitt mitsamt dem industriellen Charme der Umgebung Konzerten einen ganz eigenen Charakter verleiht.

Auch in akustischer Hinsicht, denn durch seine Geometrie und die Betonhülle sind die diesbezüglichen Eigenschaften mit Vorsicht zu genießen, gleichwohl eröffnen sie auch manche Chancen. Bemerkenswert war der Liederabend auch durch die Auswahl des Repertoires: Lieder von Berg bis Reimann, zusammengehalten von der thematischen Klammer Rilke: alle Texte stammten aus der Feder des Dichters Rainer Maria Rilke: Leonard Bernsteins Two Lovesongs ebenso wie vier 1942 komponierte Lieder von Paul Hindemith oder die Mélodies Passagères op. 27 von Samuel Barber. Diese Zusammenstellung zeigte schon: Alltäglich war das Repertoire nicht, mit dem Heinzen und Mead in Bonn gastierten, auch durch weitere Lieder von Unger Wikstrom, Dora Pejacevic, Alban Berg oder Aribert Reimann, dessen aphoristischen Cinq fragments français auch auf dem Programm standen.

Diese brachten Heinzen und Mead ebenso gekonnt auf den Punkt wie Pejacevics ebenso reizvollen wie faszinierenden Zyklus Mädchengestalten. Was die beiden boten, war Liedkunst in Vollendung: stimmlich scheinbar unprätentiös, aber hochartifiziell, sensibel und mit einem feinen Gespür für die Musik zwischen den Tönen. In Verbindung mit dem außergewöhnlichen Repertoire war dies alles andere als ein Klavierabend von der Stange, sondern vielmehr ein Konzerterlebnis der besonderen Art, in jeder Hinsicht.

Text: Guido Krawinkel
Photo © Liedwelt Rheinland | KLINK ART, Joachim Müller-Klink

Konzert am 29.7.2018

Unbekannter Rilke – “perfektes Zusammenspiel” – Konzert am 29.7.2018

Unbekannter Rilke – “perfektes Zusammenspiel”

Es ist Sonntag, der 2. Januar des Jahres 1927. Im Wallis ist es bitterkalt. Die Geigen-Virtuosin Alma Moodie spielt in der Kirche ein Stück von Johann Sebastian Bach. Dann geht es auf den Friedhof von Raron. „Seine Einfriedung gehört zu den ersten Plätzen, von denen aus ich Wind und Licht dieser Landschaft empfangen habe, zusammen mit allen den Versprechungen, die sie mir, mit und in Muzot, später sollte verwirklichen helfen“, hatte Rainer Maria Rilke am 27. Oktober 1925 geschrieben. Sein letzter Wille wird ihm erfüllt. =>weiterlesen bei O-Ton

Kostproben

Das ist große Kunst, zumal das Niveau bei der Auswahl der Lieder sehr hoch liegt.

Chapeau!

Photo © Michael Zerban

WDR 3 TonArt am 27.7.2018

Traumgekrönt: Hommage à Rilke im Gespräch

WDR 3 TonArt | 27.07.2018 | 12:37 Min.

Im Bonner Liedsommer widmen sich Sopranistin Franziska Heinzen und Pianist Benjamin Mead den Vertonungen von Rilkes hochartifizieller Lyrik. Mit Oliver Cech sprechen sie über Liebes- und Todesbetrachtungen in Musik.

Hinweis zum Urheberschutz: Die Rechte des Beitrags liegen beim WDR Köln. Eine kommerzielle Weiterverwertung ist nicht gestattet.

Zum Konzert am 29.7.2018

Rhonefestival für Liedkunst

Rhonefestival für Liedkunst

Die Stimme als ureigenstes Ausdrucksinstrument entführt dabei das Publikum zusammen mit den unendlichen Klangmöglichkeiten des Klaviers auf unendlich viele Gefühlsreisen, die sich im Universum eines Liederabends aufs Höchste vereinen. Das Lied verlangt hierzu weder eine große Bühne, noch Kostüme oder Schminke, sondern nur zwei Musiker, die aus der Musik und aus sich selbst schöpfen. Diese Authentizität und Ehrlichkeit, diese Schlichtheit berührt mich zutiefst, und wird im Konzertmoment durch den unmittelbaren Kontakt mit dem Publikum umso sehr verstärkt.” => weiterlesen

Intendantin: Franziska Andrea Heinzen

Das einzigartige Liedfestival inmitten der Schweizer Alpen!

LiedweltLinks

Konzert am 9.5.2018

Weblinks

Homepage

“Es muss fast so sein wie in einer Ehe: Da wird gestritten, aber auch geliebt” – Liedduo Heinzen / Mead

“Es muss fast so sein wie in einer Ehe: Da wird gestritten, aber auch geliebt”

Liedduo Heinzen – Mead

Seit 2014 konzertiert sie erfolgreich als Liedduo mit dem Pianisten Benjamin Malcolm Mead. Im April 2017 gewann das Liedduo den 1. Preis am 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr mit Schwerpunkt “Osteuropäisches Kunstlied” in Ratingen. Der Preis ist unter anderem mit einem Liederabend bei Im Zentrum Lied in der Spielzeit 2018/2019 verbunden.

Im März 2018 stand das Debüt mit einem Schubert-Zyklus bei der Schubertìada a Vilabertran in Barcelona an. Juvetudes de musica españa ehrte das Liedduo mit einem Sonderpreis für ein Liedrezital in der Saison 2017/2018 in Spanien. Das Liedduo erhielt den Kulturförderpreis Musik 2017 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

 

Das Interview mit der Gewinnerin und dem Gewinner des ersten Preises des Liedduo-Wettbewerbs Rhein-Ruhr: Franziska Heinzen, Sopran und Benjamin Mead, Klavier, hier zum Nachlesen:

Lieber ist mir ein zwar kleines, aber aufmerksames Publikum als große Massen

Franziska Heinzen: Auf jeden Fall ist das Kunstlied eine „Nische“, aber es gibt so viele Initiativen und Veranstaltungen sowohl mit Arrivierten wie auch mit „rising stars“, das macht durchaus Mut, sich mit dem Kunstlied zu beschäftigen. Mir ist auch ein zwar kleines, aber aufmerksames Publikum lieber als große Massen. Und, ja – die intime Kunstform des Liedes hat definitiv eine Zukunft, gerade auch in unserer Zeit.

Wir verehren die „Klassiker“ wie etwa Franz Schubert als den Liedkomponisten schlechthin

Benjamin Mead: Natürlich sind die „Spätromantiker“, wie sie jetzt hier beim Wettbewerb gefragt waren, also Leute wie Szymanowski, Berg oder Schönberg, großartig und gefallen uns ihre Lieder sehr. Aber ebenso verehren wir die „Klassiker“ wie etwa Franz Schubert als den Liedkomponisten schlechthin ganz besonders. Wir haben aber keine direkte Präferenz, wenn es sich nur um erstrangige Kompositionen handelt,..

Heinzen: …und man darf auch das 20. Jahrhundert nicht vergessen, ebenso nicht das 21. Eine „Nische“ in der Nische wie die Lieder von Lutoslawski, die wir hier beim Preisträger-Konzert präsentiert haben. Diese Musik bietet so viel an neuen Farben und Techniken des Vortrags, die unbedingt dem Publikum bekannt werden müssen, um Ohren und Augen zu öffnen für die Kunst unserer Zeit.

Mead: Weil wir beide das Lied sehr lieben, haben wir ein, wie ich sagen möchte, sehr gesundes Gleichgewicht in unserer Duo-Partnerschaft. Wir schätzen die Meinung des jeweils anderen sehr und hören uns gegenseitig zu. Das geht oft bis in Einzelheiten, wo jeder seine Ideen mit einbringt, wie man bestimmte Details des Textes beipielsweise dem Publlikum am besten präsentieren könnte, oder habe ich jetzt als Pianist zu viel gesagt?

Ich kann ohne Pianisten nichts anfangen, und er auch nichts ohne den Sänger.

Heinzen: Nein! Denn einerseits soll zwar der Pianist nicht zu sehr „auffallen“, aber auch die Sängerin sollte das nicht, denn es ist eben eine Kunst für zwei, und die müssen gleich berechtigt sein: Ich kann ohne Pianisten nichts anfangen, und er auch nichts ohne den Sänger.

Das gibt’s leider oft, dass dies nicht funktioniert. Ich habe auch schon mit vielen verschiedenen Begleitern “experimentiert” – und jetzt klappt’s mit uns einfach bestens! Es muss – irgend jemand hat das mal gesagt – fast so sein wie in einer Ehe: Da wird gestritten, aber auch geliebt in eben diesem Sinne.

Franziska Heinzen, *1985, Sopran, Schweiz
Benjamin Mead, *1992, Großbritannien

Das Interview führte Gunter Duvenbeck.
Photos: Sabine Krasemann
Titelphoto © Franziska Heinzenn | Maren Schäfer

2. Internationaler Liedduo-Wettbewerb Rhein-Ruhr vom 3. bis 5. April 2017

Berichte vom 2. Internationaler Liedduo-Wettbewerb Rhein-Ruhr
3. bis 5. April 2017

Das gemeinsame, kammermusikalische Miteinander von Stimme und Klavier hat dieses Mal den künstlerischen Schwerpunkt Osteuropa und auf Klavierliedern sogenannter „schlesischer Schumannianer“.

Ziele

Die Liedwelt Rheinland war beim Preisträger-Konzert am 5. April dabei, um über das Konzept des Wettbewerbs zu berichten und die diesjährigen Preisträger vorzustellen. Zu erleben war ein gut 1 1/2-stündiges kurzweiliges Programm, das die Gewinner zu gleichen Teilen gestalteten.

Hintergrund

In diesem Jahr wurden zwei erste und kein dritter Preis vergeben. Die Jury war sich einig, dass man sich zwischen den zwei Duos, die am meisten überzeugten nicht entscheiden könne. Ein dritter Preis wurde nicht vergeben.

Leistungen der Liedwelt Rheinland

Die Liedwelt Rheinland führte drei Interviews mit den Gewinnerinnen und dem Gewinner, die es in Wort und Bild nachzuvollziehen gibt und drehte ein Statement des Netzwerk-Partners Dominikus Burghardt.

Vor Ort unterwegs für die Liedwelt Rheinland waren Gunter Duvenbeck (Interviews) und Philpp Stein (Film, Schnitt).

Lassen Sie sich von den glücklichen Preisträgern bezaubern und erleben Sie ein paar atmosphärische Momente aus dem Konzert:

Die ersten Preise gingen an:

Franziska Heinzen, Sopran und Benjamin Mead, Klavier

Stephanie Lesch, Mezzosopran und Ainoa Padrón, Klavier

Der zweite Preis ging an:

Janina Hollich, Mezzosopran und Yangfan Xu, Klavier

Zu den Wettbewerbs-Regularien

Die Reglements und Abläufe finden sich auf der Homepage des Netzwerk-Partners und im Flyer 2017.

1. RUNDE 3.4.2017
2. RUNDE 4.4.2017

FINALE 5.4.2017
Konzert der Preisträger 5.4.2017

Interview auf WDR 3 TonART am 4.4.2017 nachmittags zwischen 15.04 und 17.45 Uhr mit dem Vorsitzenden des Vereins, Dominikus Burghardt.

Über den Wettbewerb

Der Liedduo-Wettbewerb Rhein-Ruhr wird alle zwei Jahre vom Verein Lied und Lyrik Rhein-Ruhr in Ratingen ausgetragen. Er hat im Frühjahr 2015 erstmals stattgefunden udn hatte im April 2017 seine zweite Auflage.

Der Wettbewerb richtet seinen Schwerpunkt ganz gezielt auf das gemeinsame, kammermusikalische Miteinander von Stimme und Klavier als integralem Duo. Inhaltliche Schwerpunkte des Wettbewerbs sind zum einen Themen des deutschen Kunstlieds sowie (wechselnde) fremdsprachige Liedliteratur; des Weiteren wird bei jedem Wettbewerb ein Sonderpreis für die beste Interpretation von Liedern des Siegburger Komponisten Engelbert Humperdinck vergeben. Zielgruppe des Wettbewerbs ist der musikalische Nachwuchs.

Die Wettbewerbsleitung liegt in den Händen von Dominikus Burghardt. Die fünfköpfige Jury wird international besetzt; den Ehrenvorsitz wird der international renommierte Liedbegleiter Norman Shetler (Wien) übernehmen.

Für die Preisträger des Wettbewerbs winken Geldpreise sowie honorierte Konzertauftritte in der Rhein-Ruhr-Region.