Alle Beiträge von Sabine Kraseman

Eva Marti

Eva Marti

„Das Lied ist für mich die reinste Musikform. Nichts einfacheres und direkteres als die Stimme, im Zusammenspiel mit dem Klavier, um den Menschen die Menschheit zu erzählen. Keine andere Musikform besitzt den gleichen Reichtum an Farben und Emotionen in solch einem kurzen und fein bearbeiteten Kunststück.

Ich möchte als Sängerin versuchen, die Geschichte jedes Liedes mit der höchstmöglichen Transparenz und Ehrlichkeit dem Publikum weiterzugeben.”

Die italienische Mezzosopranistin Eva Marti ist eine vielfältige und außergewöhnliche Musikerin, die sich in der Oper sowie in der Kammermusik und im Oratorienrepertoire zu Hause fühlt. Die wahre musikalische Liebe von Eva Marti ist das Liedrepertoire.

In der Liedklasse von Hans Eijsackers an der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf lernte sie die holländische Pianistin Martha Van Damme kennen, mit der sie 2015 ein Liedduo gründete. Eva und Martha haben seitdem Konzerte in Deutschland, Italien, Belgien und Holland gemacht und sie waren Preisträgerinnen beim Schmolz und Bickenbach Wettbewerb für Kammermusik. 2016 erhielten sie ein Stipendium der Udo Reinemann International Masterclasses in Brüssel.

Dort hatten sie die einzigartige Chance, mit großartigen Musikern wie Anne Sofie Otter, Julius Drake und Christianne Stotijn arbeiten zu können. Auftritte des Duos wurden von den nationalen Radiosendern NPO Radio4 in Holland und Rtbf Musiq3 in Belgien übertragen.

Nach einem Bühnenbild-Studium an der Akademie der Künste in Mailand, ihrer Heimatstadt, zog Eva 2013 nach Düsseldorf, um ihren Bachelor in der Klasse von Jeanne Piland zu studieren. Ihren Master setzte sie bei Konrad Jarnot fort mit Abschluss im Sommer 2019.

In den letzten Jahren sammelte sie zahlreiche Bühnenerfahrungen. Im Sommer 2015 debütierte Eva als Flora in „Traviata“, bei den Schlossfestspielen in Zwingenberg. In der Spielzeit 2016-17 und 2017-18 war sie am Düsseldorfer Schauspielhaus in „Verlorene Lieder“ zu sehen, und im „Goethe Theater Bad Lauchstaedt“, wo sie die Rolle der Fidalma in „Die heimliche Heyrath“ von D. Cimarosa mit der Regie von P. Harnoncourt sang.

Im April 2018 debütierte Eva als Cenerentola in der gleichnamigen Oper von G. Rossini an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Neben der Oper widmet Eva sich leidenschaftlich dem Konzertrepertoire und sang 2018/2019 den Alt-Solo „Weihnachtsoratorium“ und in der „Johannespassion“ von J.S. Bach, in der „Petite Messe Solennelle“ von G. Rossini, im „Stabat Mater“ von G.B. Pergolesi und im „Messiah“ von G.F. Händel.

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Photo © Eva Marti | Julia Hausmann

 

 

“11 Fragen an…” – Boris Radulovic

“11 Fragen an…” – Boris Radulovic

Ihr heißer Literatur-Tipp?

Louis Vierne: „Spleens et détresses”.

Ihr liebstes Kinderlied:

Musik aus dem Aladin „A whole new world“.

Was ich der Welt mit dem Lied sagen möchte:

Durch Vielseitigkeit in Kunst vereint!

Ihr Lieblingsort für einen Liederabend:

Wigmore Hall London.

Ein unvergessliches Konzerterlebnis:

Sehr schwierig sich für eines zu entscheiden … Deswegen mehrere: Radu Lupu Schubert-Abend in der Kölner Philharmonie. Graham Johnson und Robert Holl mit der Winterreise in Zeist, Holland und Christiane Karg und Wolfram Rieger mit Debussy, Wolf, Strauß und Schönberg während des Heidelberger Frühlings.

Ihr Ritual vor jedem Auftritt:

Meditieren

Ihre favorisierte Lied-Aufnahme:

Die Interpretation von Schuberts „Die Junge Nonne” von Elisabeth Schwarzkopf.

Was wollten Sie als Kind später einmal werden?

ein Millionär … Deswegen mach’ ich so viel Lied!

Gucken Sie Fußball?

NEIN, ich schaue TENNIS!

Gehen Sie gerne wandern? Wo? Warum?

Established in 2018 … Davor war ich ein Asphaltliebhaber … Taragebirge in Serbien. Ein Wunder der Natur. Warum? – Es ist so geworden, ohne dass ich das bemerkt habe, vielleicht, weil es eindeutig besser riecht als in der Stadt … Ausserdem sieht es auch schöner aus. Nicht desto trotz, Asphalt umarmen mach ich immer noch ab und zu!

Ihr letzter Ohrwurm?

Gabriel Fauré “En sourdine”.

© Photos: Boris Radulovic | Michael Staab

Dreimal Zwei

v.l.n.r: Linda Leine, Pia Salome Bohnert, Andreas Durban

Dreimal Zwei

Gestern, am 6. Februar 2019, waren drei Liederabende im Kölner Zentrum zu hören, die geballt die Vielgestaltigkeit dieses Genres zeigten.

Ab 15 Uhr gab es zunächst zwei Master-Abschlusskonzerte Liedgestaltung in der Aula der Hochschule, zwei Lieder-Nachmittage also:

Durchwachte Nächte – freundliche Morgen

Gleich im ersten knapp einstündigen Konzert wurde klar wie wichtig doch die Liedgestaltung durch den Partner oder die Partnerin am Klavier ist. Die Absolventin Atsuko Ota bot ein wunderschön durchsichtiges Spiel, dazu ein wahres Kaleidoskop an Farbigkeit in einem klugen Programm, das zahlreiche innere Bezüge spannungsvoll verband. So klangen Klassiker wie “Die junge Nonne” oder “Der Zwerg” von Schubert frisch und waren ganz neu gehört. Kongeniale Partner am Stimmband waren für die Absolventin die Sopranistin Anna Christin Sayn, die das Publikum mit ihrer Interpretation von  vier Liedern nach Brentano op. 68 von Richard Strauss ebenso begeisterte wie der Bass-Bariton Clarke Ruth, dessen Wolf-Lieder geradezu erschreckend plastisch waren.

v.l.n.r: Atsuko Ota, Clarke Ruth, Anna Christin Sayn

Das zahlreich erschienene Pulikum applaudierte begeistert und bereitete sich auf das zweite Konzert vor:

The Sound of Silence

Die Absolventin Emeline Archambaoult hatte ein Konzept rund um den Klassiker von Simon und Garfunkel entwickelt: Dieses innige Lied, das die beiden Sängerinnen Julia Spies und Manon Blanc-Delsalle in perfektem Duo-Sound zelebrierten, sorgte dafür, dass alle mitträumen konnten. Stille auch in der Klassik: Dies korrespondierte mit dem ebenfalls berühmten Pendant “4’33” von Cage, konzentriert inszeniert mit Pflicht zum Innehalten, und dies musste auch sein, denn die Gruppen, in die sich die restlichen Lieder formierten hatten es in sich!

Das Programm startete mit Schumanns bekanntem “Liederkreis”, in dem der Bariton Benjamin Hewat-Craw die Zuhörerschaft sogleich für sich und das gesamte Konzert komplett einnahm. Die souveräne Meisterin am Klavier verstand es, durch ihre Interpretationen galant die einzelnen Puzzle-Teile des Konzepts zu verbinden: Welche Unbegreiflichkeiten, Abgründe das Lied auch bieten kann zeigten nicht nur die Lieder von Kurtág oder Berg, auch das Verschweigen (Wolf, Verschwiegene Liebe) und Verstummen (Duparc) kam zur Sprache.

Die Liedwelt Rheinland gratuliert beiden Damen ganz herzlich zu dem erfolgreich bestandenen Abschluß!

v.l.n.r: Emeline Archambault, Julia Spies, Manon Blanc-Delsalle, Benjamin Hewat-Craw

Auf der Suche nach der Rose

Keine zwei Stunden später gab es in der renommierten Lied-Reihe “Im Zentrum LIED” im Thyssen-Auditorium am Neumarkt das nächste Konzept zu erleben. Auch hier bewegte die Mannigfaltigkeit aus einem konzentrierten thematischen Ansatz heraus: Die Suche nach der Rose. Andreas Durban verstand es, gekonnt mit literarischen Exkursionen und historischen Kurzberichten sehr unterhaltsam diese Annäherung zu eskortieren. Gespannt wurde ein großer doppelter Bogen: Es korrespondierten Crumb- und Messiaen-Lieder zu Anfang und zum Ende. Ergänzt wurde diese Idee durch zwei “Brückenpfeiler” – kurze Klavier-Solo-Passagen, die dem Publikum Zeit zur Reflexion und zum Innehalten gaben.

Die Pianistin Linda Leine tauchte in diesen beiden Solo-Passagen noch tiefer in ihre pianistische Vielfalt ein und kommentierte so beispielsweise in dem Lilientanz von Prokofiev die Rosen-Bilder, griff hier aber auch auf kompositorische Elemente aus dem Auftragswerk “Verwelktes Blühen” von Anna Mikolajková zurück.

Während des gesamten Abends erfreute Pinda Leine in dieser innigen Duo-Partnerschaft. Mit dieser Partnerin konnte die Sopranistin Pia Salome Bohnert scheinbar spielend leicht das Publikum in den Bann ziehen: Zwischen den beiden das Konzept rahmenden Crumb-Stücken aus “Apparition” schlug sie den großen Bogen ihrer sängerischen Ausdrucksmöglichkeiten, sei es im ersten Teil als phantastisch erzählende “Shéhérazade” in Ravels Werken oder in den berühmten “Mädchenblumen” von Richard Strauss. Nach dieser Annäherung an die Rosen-Thematik “von Außen” ging das Liedduo im zweiten Teil in die Nahaufnahme. Bohnert und Leine berückten in einem kaleidoskopartigen Annähern an die Rosen-Symboliken im zweiten Teil: So erklang Erschreckendes (Gubaidulina), Lustiges (Pfitzner), Betörendes (Piafs berühmtes La Vie en Rose) und Verblüffendes (Mikolajková). Für die Zugabe hatten die beiden Künstlerinnen sich Faurés berühmt-betörendes Lied “Les Roses d’Ispahan” aufgehoben, um mit einem wissenden Lächeln die Zuhörer zu entlassen.

So bot der Liederabend “Auf der Suche nach der Rose” einen “ätherisch-französischen” Abschluss dieses Mittwoch-Liedmarathons.

Bericht + Photos: Sabine Krasemann

Silke Hartstang

Silke Hartstang

„Lied ist für mich musikalisch und künstlerisch ein intimes und ungekünsteltes Kleinod, eine kleine dramatisch und emotional ausgestaltete „Oper“, im miteinander agierenden, manchmal rivalisierenden, aufeinander reagierenden, sich widersprechenden und ergänzendem Spannungsfeld zwischen vertonter Lyrik, der „Melodie mit Worten“ im Gesang und instrumentaler Komposition, der „Melodie ohne Worte“ in der Begleitung.“

Silke Hartstangs Liebe zum Lied machte sich schon früh bemerkbar, so dass sie bereits während des Studiums zahlreiche Liederabende aller Epochen, von der Renaissance über Barock, Klassik, Romantik, Spätromantik bis zur neuen Musik für Lied-Solo, -Duett- sowie -Ensemble mitgestaltete und den Grundstein für ein umfangreiches Liedrepertoire legte.

Mit der Pianistin und Liedbegleiterin Elnara Ismaillova, mit der sie seit 2002 intensiv zusammenarbeitet, gründete sie das Duo „Due passioni“ und initiierte mit ihrer Duo-Partnerin die Liedreihe „In memoriam“ sowie zahlreiche Themenkonzerte, so etwa den 2018 aufgeführten Lieder- und Klavierabend „Weltempfinden – zwischen Rückbesinnung und Aufbruch zu Neuem – Industrie-Kultur und ihre Wirkung auf Gesellschaft, Musik und Kunst“  im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Aserbaidschanisches Liedgut führte das Duo unter anderem ins Rote Rathaus nach Berlin oder auch ins Fernsehen (Kanal Avrupa = Kanal Europa, TRT-Avaz (Sendereihe „Baśarli hayatlar“).

Die Vorliebe Silke Hartstangs, neben der Gestaltung von Liederabenden mit Liedgut beziehungsweise Liedzyklen großer bekannter Komponisten wie Giuseppe Verdi („Sei Romanze“), Richard Wagner („Wesendonck-Lieder“), Antonin Dvorak („Biblische Lieder“ Op. 99), Alban Berg („Sieben frühe Lieder“), Robert Schumann (Maria-Stuart Lieder, Op. 135), Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms („Zigeunerlieder“ Op. 103), Hugo Wolf, Richard Strauß („Drei Lieder der Ophelia“ Op. 67), Sergei Rachmaninoff oder Arnold Schönberg („Gurre-Lieder“), gilt vor allem der Aufführung und Wiederentdeckung von national und international relativ unbekanntem und wenig musiziertem Liedgut in unterschiedlichen Sprachen.

Hierzu gehören etwa Lieder des Rheinländers August Bungert, oder George Enesco (Rumänien), Paul Ben Haim (Israel), Lieder der Komponistinnen Ella Adaiewsky (Russland), Sofie Lidgi Hermann (Israel), oder spanischsprachige Kompositionen von Isaac Albeniz, Manuel de Falla, Joaquin Turina Pérez, Fernando Obradors (alle Spanien), Carlos Buchardo Lopez, Astor Piazolla (Argentinien), wie auch dem zeitgenössischen Berliner Komponisten Fred Syman.

Neben Liedern für Gesang und Klavier, wirkte die Mezzosopranistin auch als Solistin bei der Aufführung von Orchesterliedern (so in den „Sea pictures“ von Edvard Elgar), oder bei kammermusikalischen Konzerten mit (Gustav Mahler „Lieder eines fahrenden Gesellen“, „Das Lied von der Erde“ in der Bearbeitung von Arnold Schoenberg).

Die national und international tätige Mezzosopranistin und Preisträgerin des GEDOK Liedwettbewerbs für Frauenstimmen, Silke Hartstang (Beste Pop-Sängerin Deutschlands 1995, DRMV) absolvierte ihr Gesangsstudium sowie ihr Konzertexamen zur Opern- und Konzertsängerin (Oper / Lied / Oratorium) an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln bei Prof. KS Reinhard Leisenheimer und Prof. Klesie Kelly-Moog (Gesang) sowie in der Liedklasse von Prof. Jürgen Glauß. Darüber hinaus besuchte sie Meisterkurse für Lied bei Michael Gees.

Als Diplom-Musiklehrerin Gesang (Johannes-Gutenberg Universität Mainz) ist sie freiberuflich als Gesangsdozentin an der Universität zu Köln sowie der Universität Koblenz-Landau tätig.

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Photo © Silke Hartstang | Stefan Adam Photography

Liedsommer 2019

Sommer-Highlights rund um’s Kunstlied

Erstmals ist 2019 ein sommerliches Kaleidoskop der Liedkunst im Rheinland zu erleben. Das Festival Liedsommer präsentiert Künstlerinnen und Künstler des Netzwerks Liedwelt Rheinland an ausgesuchten Orten wie dem Domforum oder dem Frauenmuseum Bonn.

Dabei erklingen Programme zum 200. Geburtstag von Clara Schumann und Jacques Offenbach oder Portrait-Konzerte zu Alma Mahler und William Shakespeare, aber auch Klang-Experimente und Neue Vokalmusik. Als ein besonderes Highlight zeigt der Liedsommer zudem die 2 x 2 – zwei Liedduos: Preisträger internationaler Lied-Wettbewerbe 2018 aus der Talentschmiede der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Partner des Festivals sind unter anderem Im Zentrum LIED e.V. Köln, ProKlassik e.V. Königswinter, KlangKöln e.V. und die Casa Sinopoli Frankfurt sowie die Städte und Gemeinden des Rheinlands.

 

 

Schubert total

Schubert total im Pierre Boulez Saal Berlin

Berlin +++ 28.1.2019 +++ Ein schicker Kammermusiksaal im Herzen der Stadt – diesen Traum träumt man in Bonn, Köln und Düsseldorf nach wie vor. In Berlin hat sich innerhalb gefühlten fünf Minuten der “Boulezsaal” am Konzertmarkt etabliert – das Gefühl hinterlassend er sei eigentlich schon immer dagewesen.

Nun fand dieses Jahr erstmals eine Schubert-Workshop-Woche in Zusammenarbeit mit der Festival Akademie des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling unter Federführung von deren Künstlerischen Leiter Thomas Hampson statt. Die Meisterklassen-Teilnehmer haben eine Schubert-Intensivkur Backstage absolviert und ihre Arbeit in mehreren öffentlichen Konzerten präsentiert.

Bravo-Rufe in der Konzertmitte für den “Zwerg” mit Johannes Leander Maas und Toni Ming Geiger

„Musik kann man immer wieder neu entdecken in der live-Interpretation und das ist hier zum Besten zu erleben,“ so Hampson in der Begrüßung der knapp 300 Gäste. Die Liedwelt Rheinland freut sich sehr, dass Netzwerk-Mitglied Toni Ming Geiger einer der drei Pianisten des Nachmittags auftrat und mit seinen bis ins Detail ausgefeilten Interpretationen und auf den Punkt gebrachten Nuancen das Publikum beigeisterte.

Insgesamt acht Sänger und drei Pianisten gestalteten jeweils kurzweilige Prismen mit zwei oder drei Schubert-Liedern, die einen stimmigen dramaturgischen Bogen entwickelten, der angesichts der „Problematik“ so viele hervorragende Künstler in ein sinnvolles Gesamtprogramm zu bringen erstaunlich überzeugend gelang. Viele bekannte Stücke waren darunter, so dass der Leitsatz Bekanntes neu zu hören vom Publikum in der Tat nachvollzogen wurde. Höhepunkt war der gruselige Dauerbrenner „Der Zwerg“ – positioniert kurz hinter der Programm-Mitte. Am Ende für alle Beteiligten Bravo-Rufe und begeisterter Applaus. In der dritten Januarwoche 2020 gibt es ein „Wiedersehen“.

Das Publikum verlies bei dem schlechten Wetter den Saal und das einladende Foyer zögernd und viele zogen es vor, über Entdeckungen, Ideen und das Erlebte insgesamt sich noch auszutauschen.

Konzert am Samstag, den 26. Januar 2019, 16 Uhr

Photos + Text Sabine Krasemann

Großer Applaus für alle!

Domforum

Domforum

Das Domforum ist Informations- und Begegnungszentrum der Katholischen Kirche Köln und das Besucherzentrum des Kölner Domes. Aufgrund seiner zentralen Lage ist das Haus ein vielgefragter Veranstaltungsort mit Podiumsdiskussionen und Lesungen, Vorträgen zu gesellschaftsrelevanten Fragen, religiösen Impulsen, Konzerten, Kino- und Theater-Veranstaltungen.

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Konzert am 8.5.2019
Konzert am 11.4.2018

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Esther Valentin

 

Esther Valentin

 

„Große Worte intim erzählt. Es duftet, strahlt, es streichelt und erschüttert uns… wir hören ein Lied.“

Neben der Opern- und Konzerttätigkeit als freiberufliche Sängerin widmet sich Esther Valentin seit vielen Jahren mit besonderer Leidenschaft dem Kunstlied und gibt regelmäßig Liederabende. Im April 2014 war sie Stipendiatin der Liedakademie des Heidelberger Frühlings.

2015 gewann sie mit der Pianistin Rie Akamatsu den ersten Preis des hochschulinternen Liedwettbewerbs der HfMT Köln sowie den Festival Vocallis Preis im November 2016. Im Mai 2017 folgte die Produktion einer CD, auf der sie Lieder von Schubert und Eisler gemeinsam mit Rie Akamatsu am Hammerklavier und modernen Flügel interpretierte.

Den ersten Preis, sowie den Publikumspreis des Internationalen Schubert-Wettbewerbs Dortmund gewann sie im September 2018 mit der Pianistin Anastasia Grishutina. 2019 werden zahlreiche Liederabende der beiden Künstlerinnen sowie eine CD Produktion bei dem Label GWK Records als Co-Produktion mit dem SWR Baden-Baden folgen. Im Oktober 2018 gab sie ihr Debüt in der Kölner Philharmonie mit einem ausgewählten Liederprogramm.

Ebenfalls mit Anastasia Grishutina wurde sie nach der Teilnahme an einem Meisterkurs der Landesakademie Ochsenhausen im Sommer 2018 von der Bruno-Frey-Stiftung ausgewählt und mit dem Bruno-Frey-Preis in Höhe von 6.000 € ausgezeichnet. Das Liedduo war im November 2018 für eine Rundfunkaufnahme mit deutschen und französischen Liedern beim SWR Baden-Baden zu Gast.

Die junge Mezzosopranistin Esther Valentin studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Gesangsklasse von Prof. Mario Hoff. In einer Musikerfamilie aufgewachsen tritt sie seit ihrer Kindheit regelmäßig auf. Großen Einfluss auf ihren stimmlichen Werdegang hatte der Unterricht zunächst bei ihrem Vater Michael Valentin und später bei der Sopranistin Monica Pick-Hieronimi. Neben der studentischen Ausbildung erhält sie wertvolle Impulse vor allem spezialisiert auf den Liedbereich unter anderem von Brigitte Fassbaender, Thomas Quasthoff, Wolfram Rieger, Michael Gees, Axel Bauni, Ruth Ziesack, Stefan Irmer, Birgit Remmert, Klesie Kelly-Moog, Anne Le Bozec sowie Ulrich Eisenlohr. Zuletzt wurde Esther Valentin stimmlich von der Sopranistin Christiane Oelze betreut.

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Photo © Esther Valentin | Janine Kühn

Anastasia Grishutina

 

Anastasia Grishutina

„Wollte ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz. Und wollte ich wieder Schmerz nur singen, ward er mir zur Liebe.” (Franz Schubert)

Anastasia Grishutina widmet sich sehr erfolgreich und mit besonderer Intensität dem Kunstlied. Es ist ihr auch ein großes Anliegen russisches Liedrepertoire in Deutschland aufzuführen und dem hiesigen Publikum besser verständlich zu machen.

Im September 2018 gewannen die Mezzosopranistin Esther Valentin und Anastasia Grishutina den 1. Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund (III. LiedDuo Wettbewerb 2018). Außerdem wurde Anastasia Grishutina der Sonderpreis für die beste Liedpianistin verliehen.

Im August 2018 hat das Duo Valentin/Grishutina an einem Meisterkurs der Landesakademie Ochsenhausen teilgenommen. Daraufhin wurden sie von der Bruno-Frey-Stiftung ausgewählt und mit dem Bruno-Frey-Preis in Höhe von 6.000 € ausgezeichnet.

Zuvor wurde Anastasia Grishutina im November 2016 mit dem Begleiterpreis beim Brigitte-Kempen-Wettbewerb in Aachen ausgezeichnet. 2017 gewann sie zusammen mit dem Bariton Woongsu Kim den 2. Preis des International Student LiedDuo Competition in Groningen, sowie den 3. Preis des Hochschulinternen Lied-Duo-Wettbewerb der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

2019 CD-Produktion mit Esther Valentin bei dem Label GWK-Records als Co-Produktion mit dem SWR Baden-Baden.

2018 nahm Anastasia Grishutina beim SWR Baden Baden mit Esther Valentin ausgewählte Lieder von Schubert, Wolf, Debussy und Poulenc auf. Bereits 2013 und 2015 hat  sie CDs mit Liedern von Medtner und Mussorgsky mit der Sopranistin Irina Egorova aufgenommen.

Anastasia Grishutina gastiert auf zahlreichen Festivals wie dem „Festival Klavier“ im Brucknerhaus Linz, „Con Bravura” im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach, beim „Forum Deutscher Musikhochschulen” in der Mathias-Jakobs-Stadthalle in Gladbeck, beim „Peter de Grote Festival” und beim „Antiqua Musica Nova” in Groningen, sowie beim Schubert-Fest in Dortmund. 2018 gab sie mit Woongsu Kim ein Lunch-Konzert in der Dutch National Oper & Ballett Amsterdam und es folgte ihr Debut in der Kölner Philharmonie.

Anastasia Grishutina bekam ihren ersten Klavierunterricht mit sieben Jahren an der Skrjabin Schule für Musik. Stets bekam sie musikalische Impulse von ihrer Mutter Ljudmila Borisowskaja. 2003 bis 2007 hat sie am Gnessin Kolleg für Musik Klavier und Pädagogik in der Klasse von Andrej Chitruk studiert. 2007 bis 2013 hat sie am Staatlichen Tchaikowsky-Konservatorium Moskau Klavier, Cembalo und Hammerklavier in den Klassen von Slava Poprugin, Ekaterina Derzhavina, Olga Martynova, Olga Filippova, Alexey Schewtschenko, sowie 2014 – 2016 Klavier Solo an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Adrian Oetiker studiert. Seit 2016 studiert sie Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Ulrich Eisenlohr und Prof. Stefan Irmer. Dort korrepetiert sie in den Gesangsklassen.

Bei zahlreichen Meisterkursen erhielt sie unter anderem von Alexej Ljubimow, Homero Francesch, Dirk Mommertz, Anne Le Bozec und Jan Philip Schulze, Erik Bataglia, Wen Sinn Yang, Werner Bärtschi, Bart van Ort, Elizabeth Joyé und Wolfgang Brunner, Ella Sevskaya, Bob van Asperen, Ruth Ziesak, sowie Christoph Pregadien und Michael Gees Impulse und Inspirationen für ihren musikalischen Werdegang.

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Photo © Anastasia Grishutina | Un Lee

 

Stimmschmiede Bonn

 

Stimmschmiede Bonn

Singen ist leicht und macht Freude!

Die Bonner Stimmschmiede ist kompetenter Partner für die Ausbildung und Entwicklung der Sprech- oder Singstimme. Für Freizeit oder Beruf – mit der Stimmschmiede gewinnt die Stimme mehr Freiheit und Kraft. Angeboten wird Einzel- und Gruppenunterricht im Praxishaus oder inhouse.

  • nachhaltige Verbesserung der Stimmfunktionen der Singstimme
  • leistungsfähigeres und tragfähigeres Singen
  • Erweitern des Stimmumfangs

Verspannungen und Kompensationen werden gelöst, ohne eine bestimmte Stimm-Ästhetik zu verfolgen. Im Unterricht werden neben klassischen Liedern und Arien und auch Popsongs, Jazznummern und Stücke aus dem Musical-Bereich gesungen.

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Die Dozenten

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Konzert am 1.7.2018

Singstimmtag am 11.5.2019

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Photo © Mathias Knuth | privat