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Die Musik als Schicksal – Interview mit Susanna Kadzhoyan

 

Die Musik als Schicksal – Interview mit Susanna Kadzhoyan

Die Pianistin Susanna Kadzhoyan begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspielen. Ihr Talent wurde bereits im Kindergarten entdeckt und doch hat sie ihre Leidenschaft für die Musik niemals verloren. Ein Blick auf ihren Werdegang, ihre wichtigste Lebensentscheidung und ihr anstehendes Konzert.

„Die erste Klaviermusik hörte ich vermutlich schon im Mutterleib“, erzählt Susanna Kadzhoyan. Denn auch ihre Mutter ist Pianistin und nahm sie mit zur Arbeit und zu ihren Proben. „Trotzdem wollte sie nicht, dass ich den gleichen beruflichen Weg einschlage“, erzählt Kadzhoyan. „Vermutlich, weil sie genau wusste, was dann auf mich zukommen würde.”

Die ersten Fähigkeiten am Klavier brachte ihre Mutter Kadzhoyan dennoch bei und schließlich wurde im Kindergarten erstmals ihr großes Talent entdeckt. „In der Sowjetunion war es üblich, dass Musikschulen ihre Lehrer an die Kindergärten schickten, um Nachwuchstalente zu finden“, erzählt die russische Pianistin. Obwohl sie mit sechs Jahren eigentlich noch zu jung für die Schule war, bestand sie die Aufnahmeprüfung und besuchte ab ihrem sechsten Lebensjahr die Musikschule.

„Die ersten Jahre liefen noch recht hobbymäßig ab, bis ich mit neun Jahren an einem Wettbewerb teilgenommen habe.” Dort erhielt sie nicht nur den dritten Platz, sondern auch ein Angebot für ein spezielles und renommiertes Musikgymnasium. Ihre Eltern hatten für Susanna eigentlich bereits eine Schule mit Sprachenschwerpunkt ausgesucht und stimmten dem Vorschlag nicht sofort zu.

„Aber schließlich war es dann wie Schicksal”, erzählt Kadzhoyan. „Ich bin mit meinen Eltern spazieren gegangen und wir kamen an genau dieser Schule vorbei. Meine Mutter sagte, dass man sie sich ja wenigstens einmal von Innen anschauen könne. Also gingen wir hinein und genau an diesem Tag fanden Prüfungen für das nächste Schuljahr statt. Die Frau, die meine Eltern bereits nach dem Wettbewerb angesprochen hatte, erkannte mich. Sie nahm mich an die Hand, ich durfte die Aufnahmeprüfung spontan absolvieren und wurde genommen.” Von da an absolvierte Susanna Kadzhoyan ihre weitere Klavierausbildung bei Tamara Popovich an der „Uspenskij Musikschule für musikalisch hochbegabte Kinder“ in Taschkent.

Eine bewusste Entscheidung

Schließlich ließ ihr Vater die damals Zehnjährige selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte: „Er hat mir aufgezählt, was für Möglichkeiten ich mit der Musik hätte, aber auch, worauf ich verzichten müsste.” Susanna entschied sich gegen die Sprachschule und für das Klavierspielen: „Seit diesem Tag steht außer Frage für mich, was ich machen möchte.“ Selbst als sich in ihren Kindheitstagen ihre Freunde zum Spielen verabredeten, war der angehenden Pianistin stets klar, dass erst das Üben ansteht. „Aber meine Eltern haben mich nie gedrängt. Vielleicht habe ich auch deswegen nie die Lust am Musizieren verloren.“

Mittlerweile lebt Susanna Kadzhoyan seit zehn Jahren in Deutschland und begeistert ihr Publikum weltweit. „Die größte Herausforderung zu Beginn war das Erlernen der Sprache. Doch durch die Musik konnte ich trotzdem Kontakte knüpfen und lernte an der Kölner Hochschule Elisabeth Menke kennen – sie ist noch heute meine Lied-Duo-Partnerin”, erzählt die Pianistin. Eigentlich sollte Köln damals nur eine zweijährige Station während eines Stipendiums sein. „Doch ich habe gemerkt, wie viele Möglichkeiten ich hier habe und es war toll, endlich mehr Konzerterfahrungen zu sammeln.“

Dank der Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz, Nina Tichman, hat Susanna Kadzhoyan im Anschluss an ihr Vorspiel die Chance bekommen, an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz zu studieren und Tichmans Klasse zu besuchen. Schließlich absolvierte sie 2012 den Master of Music Klavier mit Auszeichnung und schloss 2014 ihr Konzertexamen sowie den Master in Kammermusik erfolgreich ab.

Im Anschluss unterrichtete Kadzhoyan drei Jahre „Klavier-Kammermusik“ an der Hochschule für Musik in Freiburg. Daraufhin übernahm sie die künstlerische Leitung der Konzertreihe „Bechstein Young Professionals“ in Köln, dozierte bis zum Jahresbeginn 2019 am Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und ist mittlerweile selbstständig als Konzertpianistin tätig. Nun lebt sie in Düsseldorf.

Die Freude an den Proben

„Es gibt so viele Dinge, die ich an der Musik liebe! Ich kann einerseits tolle Musik spielen, kann dank der Noten Neues erlernen und nachdem ich intensiv geprobt habe, anspruchsvolle Werke erklingen lassen – das macht extrem zufrieden”, schwärmt Kadzhoyan noch heute, wenn man sie nach ihrer Leidenschaft fragt. „Außerdem ist es ein Mittel, um sich auszudrücken, wenn man etwas nicht selbst in Worte fassen kann. Durch das Proben kann ich mir immer wieder neue Energie holen.“ Vor Konzerten spielt sie bis zu zehn Stunden täglich. Durchschnittlich sind es zwischen vier und acht Stunden. „Aber bereits als Kind habe ich täglich vier Stunden gespielt, das ist einfach total drin und Normalität für mich.“

Außerdem macht ihr das Üben mindestens genauso viel Spaß, wie das Konzerterlebnis: „Es gibt viele, die hassen das Üben. Aber mir macht es sehr viel Spaß – deswegen unterrichte ich bestimmt auch so gerne”. Kadzhoyan wünscht sich, künftig einmal ihre eigene Klasse zu haben.

Aktuell bereitet sie sich mit der Sopranistin Elisabeth Menke auf das Konzert am 1. September 2019 vor. Unter dem Titel „Musik als Lebenselixier“ präsentieren Menke und Kadzhoyan Werke von Grieg, Schubert, Schumann und R. Strauss. „Wir präsentieren schöne Musik, die dennoch in die Tiefe geht und bestimmt Stoff zum Nachdenken mit nach Hause gibt.“

Am Lied faszinieren die Musikerin besonders zwei Aspekte: „Es ist einerseits toll zu sehen, wie Komponisten die Vertonung in Musik umsetzen und den gleichen Gedichten mit verschiedenen musikalischen Mitteln Ausdruck verleihen.“ Weiter sei es faszinierend, wie kurze Lieder so viel beinhalten können: „In wenigen Zeilen wird etwas gesagt, für das man sonst eine ganze Seite benötigen würde. Es passiert so viel in den Liedern und das ist eine absolute Besonderheit dieser Gattung.“

Das Gespräch führte Elena Sebening.

Photo © Susanna Kadzhoyan | Mischa Blank

Zwischen Verfeinerung und Schlichtheit

“Es wäre toll, wenn die Neue Musik es schafft, einen größeren Kreis zu erreichen.” – Interview mit Christoph Maria Wagner

Christoph Maria Wagner ist Pianist, Komponist und Dirigent. Er studierte Komposition und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und unterrichtet dort selbst seit 1995. Im Interview erzählt er von dem geplanten „Etwas anderen Liederabend“ und verrät, was für ihn das Kunstlied zu etwas Besonderem macht.

Wagners Wunsch ist es, mit seinen Stücken und auf Konzerten nicht nur spezielle Expertenkreise anzusprechen, sondern stets auch weitere Menschen für das Kunstlied und seine Facetten zu begeistern. „Es wäre toll, wenn die Neue Musik es schafft, einen größeren Kreis zu erreichen“, sagt Christoph Maria Wagner. Gemeinsam beschäftigten er und die weiteren Kölner Komponisten Ralf Soiron und Stefan Thomas sich mit Texten von Hermann Broch, Robert Gernhardt und Charles Bukowski und komponierten Stücke für die Veranstaltung „Der etwas andere Liederabend“, die am Freitag, 30. August 2019 erklingt.

Ergänzend werden Stücke von Ursula Mamlok zu hören sein, darunter die „Four German Songs“ nach Texten von Hermann Hesse sowie kurze Klavierstücke, die im Rahmen der ganzheitlichen Konzeption des Abends sowohl Augenblicke der Reflexion und des Innehaltens darstellen als auch Übergänge zwischen den Liederzyklen schaffen.

Kultur als verbindendes Element

Als verbindendes Element zwischen der Komponistin Ursula Mamlok und dem Schriftsteller Charles Bukowski werden biografische Überschneidungen der Künstler genannt: Beide wurden in Deutschland geboren und lebten dennoch die meiste Zeit ihres Lebens in Amerika. Mamlok stammte aus einer in Berlin lebenden jüdischen Familie und Bukowski war Sohn eines in Andernach stationierten Soldaten. Sie beide hatten stets eine intensive Beziehung zur deutschen Kultur, wenngleich ihre Umsetzung oftmals nicht unterschiedlicher hätte sein können.

„Die Texte von Bukowski sind gleichermaßen kultig wie deftig, einfach ein wenig anders“, sagt Wagner. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit seinen Werken – von den Kurzgeschichten über die Romane und Gedichte – schrieb der Komponist Stücke für Bariton und Klavier, die er in diesem Liederabend präsentiert werden. Besonders mit den gewählten „Bukowski-Songs“ möchte Wagner zeigen, dass der Schriftsteller mehr war, als viele annehmen: „Es gibt eine Verbindung von der oberflächlichen Rauheit und dem empfindsamen Inneren.“

Weiter führt der Komponist aus: „Bei der Vorbereitung auf den Abend haben wir uns bewusst gegen das Konventionelle entschieden und sind dem Genre des Klavierliedes trotzdem treu geblieben.“ In dieser selbstgewählten Beschränkung etwas Neues und Abwechslungsreiches zu entdecken, ist die Besonderheit des zusammengestellten Programms. „Es ist für mich persönlich sehr reizvoll, mich so eines altehrwürdigen Genres zu bedienen und gleichermaßen damit zu überprüfen, wie es in der Gegenwart noch funktioniert.“

Die Kunst der Verfeinerung

Eine ganz besondere Balance aus Verfeinerung und Schlichtheit macht für ihn ein kunstvolles Lied aus. Als persönlichen Höhepunkt benennt er darin die Lieder von Robert Schumann. Die Intimität des Kunstliedes sei eine weitere Besonderheit der Gattung. „Das ist kein Genre für die ganz große Bühne, sondern für einen kleineren Kreis – so war es schon immer“, erklärt der 52-Jährige. Im 20. Jahrhundert kippte die Balance zwischen Schlichtheit und Verfeinerung vielfach auf die Seite des Verfeinerten, Zerbrechlichen: „Es ist eben stets eine Gratwanderung zwischen diesen Polen“.

Umso mehr strebt Christoph Maria Wagner für den anstehenden Liederabend musikalische Direktheit an. Bewusst hätten er und seine Kollegen daher die Stücke in deutscher Sprache ausgewählt, um so für alle Zuhörer den Inhalt zugänglich zu machen.

Lieder für die heutige Lebenswelt

Der Komponist Ralf Soiron beispielsweise präsentiert „Lieder des Bewusstseins“ nach Texten von Georg Heym, Ernst Stadler und Günter Kunert für Frauenstimme und Klavier sowie Lieder nach Gedichten von Hermann Broch für Bariton und Klavier. Stefan Thomas präsentiert Lieder nach Texten des Satirikers Robert Gernhardt für Sopran und Klavier. Die Gesangssolisten sind Pia Davila (Sopran) und Peter Paul (Bariton).

Für den Komponisten Christoph Maria Wagner ist Musik in jeder Hinsicht etwas Besonderes: „Beim Komponieren passiert ganz viel der Arbeit im Kopf, bei Konzerten wiederum gibt es eine ganz andere Form des Glücksgefühls. Die Musik gibt einem die Möglichkeit, etwas Schönes zu schaffen, sich selbst und andere in Schwingungen zu versetzen.“

Mit seinen Lied-Kompositionen wünscht sich Wagner, innerhalb des Genres auf neue Art zu überzeugen. „Wenngleich viele ältere Stücke wunderschön sind, sind sie teilweise doch sehr weit entfernt von unserer heutigen Lebenswelt.“ Er erhofft sich, dass eine direktere Ebene, wie sie auch bei dem Liederabend erzeugt werden soll, den Einstieg in die Kunstform erleichtert.

Das Gespräch mit Christoph Maria Wagner führte Elena Sebening.

Photo © Christoph Maria Wagner

WDR 3 Kulturpartner

WDR 3 Kulturpartner

„Kern des Konzepts”, erläutert Karl Karst, Programmchef WDR 3 und Ideengeber der Partnerschaften, „ist die dauerhafte, unentgeltliche Kooperation der Kulturträger des Landes zugunsten einer besseren Nutzung und Verbreitung ihrer Programmangebote. Ziel ist eine möglichst direkte Zielgruppenwerbung für die Veranstaltungen der Kulturpartner ohne Belastung ihrer Etats. Dabei entsteht gleichzeitig ein Imagetransfer, der für beide Seiten von Gewinn ist. Durch mögliche Auslastungssteigerungen bei den Partnern führt sie in positiven Fällen auch zu wirtschaftlich spürbaren Ergebnissen – und beim Publikum zu einer deutlich größeren Information über die Kulturangebote des Landes.”

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Konzert am 29.9.2019

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Lisa Ochsendorf

 

Lisa Ochsendorf

„Das Lied ist eine intime Miniatur, es offenbart ganze Gefühlswelten und berührt mich dadurch unmittelbar, direkt und persönlich.“

Diese Kunstform könnte durch das Zusammenwirken von Musik und Poesie sowie die sehr enge Interaktion zwischen Sänger, Pianist und Publikum intensiver kaum sein.

Lisa Ochsendorf trat bereits mehrfach in der Alten Oper sowie der Paulskirche in Frankfurt am Main auf. Konzerte führten sie unter anderem nach Aachen, Berlin, Dortmund, Freiburg, Köln, Leipzig und Stuttgart sowie nach Frankreich, Italien, Österreich und in die Schweiz. Ihr Repertoire umfasst Lieder der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik. So war sie bei dem Projekt Poet in Residence an der Entstehung und der Uraufführung eines Werkes beteiligt. Das Zusammenspiel von Musik und Sprache faszinierte Lisa Ochsendorf schon immer, weshalb sie neben Musik auch Französisch in Frankfurt am Main studierte. Im Juli 2019 schloss sie ihr Masterstudium Liedgestaltung bei Prof. Ulrich Eisenlohr an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab.

Musikalische Inspirationen erhielt die Pianistin außerdem in Meisterkursen bei Erik Battaglia, Axel Bauni, Helmut Deutsch, Irina Edelstein, Ulrich Eisenlohr, Peter Nelson, Christoph Prégardien, Jan-Philipp Schulze und Pauliina Tukiainen.

2017 begleitete Lisa Ochsendorf die Preisträgerin Martha Jordan bei dem Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb „Das Lied“ in Berlin. Im November 2018 gewann sie zusammen mit der Sopranistin Charlotte Watzlawik den zweiten Preis des Brigitte-Kempen-Wettbewerbs.

Neben einem Erasmus-Stipendium für ihr Auslandssemester in Lausanne wurde sie zwei Jahre vom Deutschlandstipendium gefördert und war Stipendiatin der Freunde und Förderer der HfMT Köln sowie der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

Außerdem setzt sich Lisa Ochsendorf sehr für die Musikvermittlung ein und spielt mit ihren Duopartnern daher auch in allgemeinbildenden Schulen. So können junge Menschen das Kunstlied hautnah miterleben, den Künstlern persönlich Fragen stellen und sich so für die Musikwelt begeistern.

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Photo: Lisa Ochsendorf © Charlotte Watzlawik

 

Stadtmuseum. | Bundesstadt Bonn

 

Stadtmuseum. | Bundesstadt Bonn

Im Stadtmuseum Bonn wird Bonner Stadtgeschichte lebendig: In der Franziskanerstraße 9 können Besucherinnen und Besucher die Entwicklung Bonns von der Römersiedlung bis heute nachvollziehen.

In seiner Dependance, dem Ernst-Moritz-Arndt-Haus, zeigt das Stadtmuseum seit fast 30 Jahren Sonderausstellungen zu kulturhistorischen Themen.

Vom 15. Juni bis 29. September 2019 ist hier die Ausstellung “On tour. Clara Schumann als Konzertvirtuosin auf den Bühnen Europas.” zu sehen.

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Konzert am 14.9.2019

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Klavierhaus Klavins

Klavierhaus Klavins

Kompetenz in Sachen Klavier im

1978 von Klavierbaumeister David Klavins gegründet, konzentriert sich das Unternehmen mit viel Liebe zum Klavierbau auf Restaurationen und Reparaturen und den Service an Instrumenten. Schon kurze Zeit später kommt der Instrumentenhandel mit neuen und gebrauchten Klavieren und Flügeln hinzu.

Auch der weite Bereich der Spezialtransporte sollte nicht außer Acht gelassen werden und so widmete man sich mit viel Ehrgeiz und Elan dieser Herausforderung.

Heute sieht man uns als eines der ältesten Klavierhäuser Bonns und als festen Bestandteil des Kulturzentrums „Tapetenfabrik Bonn-Beuel“ zugleich der Kulturlandschaft Bonns.

Namhafte Pianisten, Künstler und Musiker vertrauen und verlassen sich täglich auf unsere Arbeit. Nicht zuletzt aber sind es die vielen tausend zufriedenen Kunden im Bonn/Kölner Raum, die in den letzten 35 Jahren ein Instrument bei uns erstanden haben, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute darstellen dürfen.

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Konzert am 13.9.2019 im Frauenmuseum Bonn

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Milena Knauss

Milena Knauss

„Ein Lied ist für mich wie ein Gemälde. Es ist ein Tor, durch das wir in eine Welt hineinsehen können. Das Lied macht mir in besonderer Weise die Vergänglichkeit der Musik als Zeitkunst bewusst. Kaum hat man in die neue Welt hineingeschaut, ist der Zauber auch wieder vorbei – zurück bleiben beim Musizieren wie beim Zuhören Bilder, die in der Seele weiterleben.“

Milena Knauß wurde in Heidelberg geboren. Schon früh von der Musik begeistert, begann sie ihre musikalische Ausbildung im Alter von 6 Jahren auf dem Klavier. Die Sopranistin studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Claudia Kunz-Eisenlohr. Meisterkurse bei Johannes Martin Kränzle, Ulrike Sonntag, Dr. Gerd Uecker, Michael Gehrke, Anne Schwanewilms und Klesie Kelly-Moog runden ihre Ausbildung ab.

Mit Liebe widmet sich die junge Sopranistin dem Liedgesang, hier liegt der Schwerpunkt ihres Repertoires auf der deutschen und französischen Hoch-und Spätromanik und Moderne.

Konzerte führten sie nach Italien, Belgien, in die Niederlande, die Schweiz und nach Chile. So gehören das Weihnachtsoratorium und Osteroratorium von Bach, Haydns Nelson-Messe, Mozarts Vesperae solennes de confessore und seine Große Messe in c Moll, die Große Messe in C-Dur von Beethoven und der 42. Psalm von Mendelssohn-
Bartholdy zu ihrem Konzertrepertoire.

Milena Knauß ist seit der Spielzeit 2014/15 regelmäßig als Gast am Theater Aachen engagiert. Zuletzt stand sie dort zum Beispiel als Concepción in L´Heure Esagnole von Ravel, Anne Frank in Das Tagebuch der Anne Frank von Grigori Frid sowie in der vergangenen Spielzeit als Flora in La Traviata von Giuseppe Verdi und als Anna Kennedy in Maria Stuarda von Gaetano Donizetti auf der Bühne. In 2018 war Milena Knauß außerdem als Figaro-Gräfin und als Erste Dame in der Zauberflöte von Mozart für die Rheinische Opernakademie Köln zu sehen und feierte ihr Debüt mit dem Leipziger Symphonieorchester unter der Leitung von Nicolas Kruger. In der Spielzeit 2019/20 freut sie sich besonders auf ihr internationales Debüt als Mimì in La Bohème im Normansfield Theatre London.

Milena Knauß war Stipendiatin des DAAD im Rahmen der Internationalen Musikakademie Montepulciano, der International Music Academy München und der Stadt Berlin. Sie besitzt einen Abschluss in Vergleichender Literaturwissenschaft und Französistik.

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Photo © Milena Knauss | Désirée Werleen