Benjamin Malcom Mead

Benjamin Malcom Mead

Der britisch-polnisch-deutsch Pianist Benjamin Malcolm Mead begann 2011 sein Studium bei Prof. Boguslaw Strobel an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Meisterkurse bei Georg Friedrich Schenk, Hartmut Höll, Wolfram Rieger sowie Ulrich Eisenlohr ergänzen seine Ausbildung. Seit dem Herbst 2018 studiert er im Master Piano-Accompaniment bei Malcolm Martineau und Michael Dussek an der Royal Academy of Music in London.

Benjamin Malcolm Mead ist ein Britten-Pears Young Artist und wird durch die Norbert Janssen Stiftung, die Theodor-Rogler-Stiftung und die Leverhulme Trust gefördert und ist Stipendiat des Richard Wagner Verbandes Düsseldorf sowie der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now.

Im Herbst 2014 gründete Benjamin Malcolm Mead zusammen mit der Sopranistin Franziska Andrea Heinzen ein Liedduo. 2017 gewannen sie den zweiten Preis am Sieghardt-Rometsch-Wettbewerb für Kammermusik sowie den ersten Preis am 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr in Ratingen. Dieser Preis ist u. a. mit einem Liederabend im Im Zentrum Lied in Köln in der Spielzeit 2018/2019 verbunden. Im März 2018 haben sie im Schubert-Zyklus der Schubertiada a Vilabertran in Barcelona debütiert. Weitere Konzerte führten sie im letzten Jahr u. a. in die Schweiz zur Schubertiade de Sion sowie auf Schloss Waldegg in Solothurn. Das Konzert TRAUMGEKRÖNT – HOMMAGE À RILKE am letztjährigen Rhonefestival für Liedkunst wurde von der Sendung „Im Konzertsaal“ vom Schweizer Radio SRF2 aufgezeichnet und im September 2018 ausgestrahlt. Außerdem erhielt das Liedduo den Kulturförderpreis Musik 2017 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

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Veranstaltungen

 

Konzert am 18.11.2018
Konzert am 8.10.2018
Konzert am 15.9.2017
Konzert am 9.5.2018
Konzert am 29.7.2018

WebLinks

Homepage
Ausstrahlung von “Traumgekrönt – Hommage à Rilke”

Photo © Benjamin Mead | Diesner

Lea Elisabeth Müller

Lea Elisabeth Müller

Lea Müller wurde 1992 in Bregenz geboren. Ihr Bachelor – Studium bei Prof. Clemens Morgenthaler am Vorarlberger Landeskonservatorium schloss sie im Juni 2015 mit Auszeichnung ab. Momentan studiert sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Lioba Braun. Sie gwann im Fach Sologesang einen 1. Preis mit Auszeichnung und einen Sonderpreis für die höchste Bewertung in ihrer Kategorie. 2012 debütierte sie erfolgreich in der Rolle der Sorceress aus der Oper „Dido and Aeneas“ am Landestheater Bregenz. 2016 trat sie bei der Oper „Il Parnasso confuso“ bei den Internationalen Gluck-Opern-Festspielen in Berching/Nürnberg auf.

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Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Konzert am 1.5.2018
Konzert am 7.7.2018
Konzert am 10.7.2018

WebLinks

folgen.

Photo © Theresa Pewal

Hier bin ich Mensch hier darf ich sein

Hier darf ich Mensch sein – ein Hintergrundbericht zum Bonner Liedsommer 2018 bei O-Ton

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der Bonner Liedsommer veranstaltet. Das Netzwerk Liedwelt Rheinland hat Konzerte seiner Mitglieder unter ein kommunikatives Dach gestellt, um ihnen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. So bekommen Besucher nicht nur die Vielfalt des Netzwerks, sondern auch der Kultur im Bonner Raum zu spüren. …=> weiterlesen (bis Mo, 2.7.2018 kostenfrei zu lesen)

Photo © Verena Düren bzw. Pixabay

 

Dialograum Kreuzung an St. Helena

Dialograum Kreuzung an St. Helena

Der Dialograum der Kreuzung an Sankt Helena ist ein besonderer Veranstaltungsraum für ungewöhnliche Veranstaltungen: Ein Dialograum für christlichen Kult und zeitgenössische Kultur.

Brücken schlagen

Im Jahr 1999 wurde der bisherige Hauptraum im Obergeschoss des Kirchengebäudes für zeitgenössische Kunst und Kultur geöffnet. Als Dialogpartner sind uns Künstlerinnen und Künstler ohne Rücksicht auf Konfessions- oder Religionszugehörigkeit willkommen. Ihre Beiträge sollen ausschließlich für die Kreuzung an Sankt Helena entwickelt werden.

LiedWeltLink

Vernissage und Konzert am 12.9.2018 im Rahmen des Bonner Liedsommer 2018

WebLink

Dialograum Kreuzung an St. Helena

Photo © Dialograhum Kreuzung an St. Helena , Ayse Tasci

O-Ton

O-Ton

Kulturmagazin mit Charakter.

 

Das Kulturmagazin O-Ton bewegt sich im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt. Im Jahr 2000 unter dem Namen Opernnetz als reines Rezensionsportal im Internet geboren, hat sich das „Magazin für Musiktheater und mehr Kultur“ stetig weiterentwickelt und heißt seit Januar 2017 O-Ton. Damit öffnet sich das Magazin neuen Themenfeldern, ohne die Werte des klassischen Journalismus aufzugeben. Gleichzeitig arbeitet die fünfköpfige Redaktion mit ihren 30 Korrespondenten beiderlei Geschlechts ständig daran, die durch das Internet entstandenen multimedialen Möglichkeiten weiterzuentwickeln und bietet Berichte als geschriebene Beiträge, „Hörfunkbeiträge“ und Video-Statements an.

Anders als das Feuilleton in Zeitungen und Zeitschriften gedruckten Formats sind bei O-Ton Berichte aus der Kultur zu lesen, die auch Menschen begeistern, die sich nicht so „kulturaffin“ fühlen oder Berührungsängste haben. O-Ton will Lust machen. Lust auf das Unbekannte, das Faszinierende, das Nachdenkliche einer Aufführung. Das Magazin will erklären, was Kunst mit den Künstlern macht, warum es wichtig ist, für das Erlebnis einer Aufführung Geld auszugeben und wie erfrischend die Begegnung von Künstlern und Publikum ist.

Deshalb berichtet O-Ton regelmäßig genauso aus den großen Opernhäusern dieser Welt wie von einer Lesung in der Kneipe, von der Aufführung im Stadttheater wie von dem Liederabend des einen Künstlers. Weil es nicht darum geht, wer möglichst viel Geld für Kunst ausgibt, sondern darum, wie sie den Besucher beseelt. O-Ton ist begeisterungsfähig, ohne sich von der Euphorie irgendwelcher Interessengruppen anstecken zu lassen. Und das Magazin ist auf die Zukunft vorbereitet. Das Smartphone ist sein Zuhause.

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Hier darf ich Mensch sein – Vorbericht zum Bonner Liedsommer 2018

Unbekannter Rilke 

Romantik mit Geschichte

CD-Rezension “Into a Children’s Room”

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Kunde aus dem mittelalterlichen Europa – Konzert am 10.6.2018

Kunde aus dem mittelalterlichen Europa

Mit dem ältesten bekannten Musikstück der Welt, dem Hymnos Seikilos, bei dem Dörnemann von hinten durch die überschaubare Kapelle zog, begannen die beiden Musiker das Konzert nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Michaelskapelle, Dr. Norbert Schloßmacher.

Seit einigen Jahren ist die Michaelskapelle oberhalb des Bad Godesberger Burgfriedhofs restauriert und erstrahlt wieder in barockem Glanz. Viel ist hier dem Förderverein Michaelskapelle zu verdanken, der bei dem zweiten Konzert im Rahmen des Bonner Liedsommer 2018 mit der Brotfabrik Beuel als Veranstalter kooperierte.

Dörnemann zog das Publikum mit dem warmem Timbre in ihren Bann: Von geistlichen Liedern bis hin zur Liebeslyrik Oswald von Wolkensteins gelang ihr auch die Balance zwischen den verschiedenen Stücken, die sie häufig auch mit Schlagwerk oder auch Glocken unterstützte. Dabei erklangen Werke aus aus Griechenland, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien und Schweden.

Matthias Höhn, der als Multiinstrumentalist in Bonn bekannt ist, hatte an diesem Nachmittag zahlreiche Instrumente dabei: Dudelsäcke in verschiedenen Größen und – folglich – Lautstärken, Blockflöten, die er durchaus auch zeitgleich spielte, Barockgitarre, Zither und die schwedische Nyckelharpa kamen an diesem Nachmittag zum Einsatz und wurden dem aufmerksamen Publikum fachmännisch erläutert. Ausgesprochen passend gelangen ihm die Begleitungen, die fast ausschließlich auf eigenen Arrangements beruhen.

So wurde mit ganz alter Weise immer wieder die Frage gestellt: Was ist Lied? Ist es nur das Kunstlied à la Schubert aus Klassik und Romantik oder gehört nicht auch der früheste begleitete Gesang dazu?

Das so bereicherte Publikum war an diesem Nachmittag zahlreich erschienen und reichte von jung bis alt – und zeigte sich höchst aufmerksam und zunehmend begeistert.

Text: Verena Düren
Photo © privat

Konzert am 10. Juni im Rahmen des Bonner Liedsommers 2018

 

MeetTheArtist

MEET THE ARTIST

Der Johannishof Mesenich richtet bei den folgenden Konzerten des Liedsommers die Bewirtung aus.

Nach dem Konzert freuen wir uns, uns mit Ihnen und unseren Künstlern austauschen können.

bevorstehende Veranstaltungen

 

Keine vergangenen Konzerte.

vergangene Veranstaltungen

  • Mi, 8.5. 19:30 - 21:00 at Domforum Köln

    Paar de Deux

    Eine Jacques Offenbach Revue für eine Sopranistin und einen Bariton, eine Cellistin und eine Pianistin, die in die musikalischen und szenischen Charaktere Jacques Offenbachs schlüpfen  poetisch & fabulierend räuberisch & soldatisch  verliebt & eifersüchtig  fressend & saufend wild & ausgelassen beschwipst & verkatert All dies in der Choreographie von Offenbachs unberechenbarer, witziger und temporeicher Musik! … Paar de Deux weiterlesen →

  • So, 9.6. 19:00 - 20:30 at Augustinum Bonn

    Paar de Deux – eine Offenbach-Revue

    Eine Jacques Offenbach Revue für eine Sopranistin und einen Bariton, eine Cellistin und eine Pianistin, die in die musikalischen und szenischen Charaktere Jacques Offenbachs schlüpfen  poetisch & fabulierend räuberisch & soldatisch  verliebt & eifersüchtig  fressend & saufend wild & ausgelassen beschwipst & verkatert All dies in der Choreographie von Offenbachs unberechenbarer, witziger und temporeicher Musik! … Paar de Deux – eine Offenbach-Revue weit...

  • So, 14.7. 17:00 - 19:30 at Schloss Türnich

    Alma Mahler und ihre strahlenden Satelliten

    Ein inszeniertes Konzert mit Liedern und Texten von Alma und Gustav Mahler, Erich Korngold, Benjamin Britten und anderen. Alma Mahler-Werfel war eine starke und polarisierende Persönlichkeit, die bis heute noch geliebt oder zur Femme Fatale des 20. Jahrhunderts herabstilisiert wird. Sie war Ehefrau und Muse von Gustav Mahler, Walter Gropius und Franz Werfel und Geliebte … Alma Mahler und ihre strahlenden Satelliten weiterlesen →

  • Do, 25.7. 20:00 - 21:30 at Sitzfeldt Showroom Köln im Rheinauhafen

    Umarmung der Kulturen

    Gesangsimprovisation und Qanun Fremdsein in der Kultur eines anderen trifft auf das Fremde in einem Selbst: Die Klangwelt des Qanun tritt ein in die der Psalmentexte nach Hildegard von Bingen und begegnet Franz Schuberts Liedern. Alles klingt neu, die Improvisation lockt mit freundlicher, spielerischer Orientierungshilfe: Nur in der Begegnung und dem gemeinsamen Fragen nach der … Umarmung der Kulturen weiterlesen →

  • Fr, 9.8. 19:00 - 21:00 at Augustinum Bonn

    All the World’s a Stage

    In einem fabelhaften Meta-Theaterstück präsentiert dieser Abend zahlreiche Facetten des britischen Dramatikers William Shakespeare (1564-1616). Das dreiteilige Programm bildet einen theatralischen Zyklus aus Liedern, deren Texte aus verschiedenen Dramen stammen, durchbrochen von reflektierenden Sonetten. Zwischen Prolog und Epilog finden sich alle notwendigen Zutaten: von Liebe, Glück und Übermut hin zu Eifersucht, Zaubermacht, Angst und Tod, … All the World’s a Stage weiterlesen &r...

  • Do, 29.8. 19:30 - 21:30 at Hinterhofsalon

    Darf ich Ihnen eine Geschichte erzählen?

      Das internationale preisgekrönte Liedduo Konstantin Krimmel und Doriana Tchakarova präsentiert ein vielfältiges Programm aus dem umfangreichen Liedrepertoire der Romantik: „Darf ich Ihnen eine Geschichte erzählen?“ Diese eindrucksvollen Geschichten in Liedform erzählt bei Schubert ein einsamer Wanderer oder Schäfer, bei Loewe ein Märchen- oder Sagenerzähler, bei Wolf ein Harfnerspieler. Adolf Jensen und Robert Schumann komponierten … Darf ich Ihnen eine Geschichte erzä...

  • Fr, 30.8. 19:30 - 21:30 at Historischer Gemeindesaal der Ev. Erlöserkirche

    Der etwas andere Liederabend

    Programm Ralf Soiron (*1967) Lieder des Bewusstseins für Frauenstimme und Klavier (2005) Ursula Mamlok (1923-2016) Three Bagatelles für Klavier (1987) Christoph Maria Wagner (*1966) Bukowski-Songs für Bariton und Klavier (2017) Pause Ursula Mamlok Four German Songs nach Hermann Hesse (1958) Ralf Soiron (*1967) Lieder nach Gedichten von Hermann Broch für Bariton und Klavier (2017) Ursula Mamlok … Der etwas andere Liederabend weiterlesen →

  • So, 1.9. 12:15 - 13:00 at Martin-Luther-Haus

    Musik als Lebenselixier

    Grieg – Seks Sange, op.48 Beethoven – Der Wachtelschlag Beethoven – Lieder von Gellert, op.48 Wolf – Der Feuerreiter Schubert – Die junge Nonne op.43/1 Elisabeth Menke, Sopran Susanna Kadzhoyan, Klavier „Wir beide lieben es, die Farben der jeweiligen Instrumente auszureizen und so miteinander zu musizieren. Dabei hat Susanna nicht nur in musikalischer Hinsicht ein … Musik als Lebenselixier weiterlesen →

  • So, 15.9. 17:00 - 19:00 at Sinngewimmel

    Komponistinnen: Zierde oder Meisterin?

    Clara Schumanns 200. Geburtstag lädt zum Innehalten ein: Bis heute stehen Komponistinnen oftmals im Schatten ihrer Ehemänner, Brüder oder schlicht ihrer männlichen Kollegen. Der Liedsommer gratuliert gemeinsam mit knapp 20 Komponistinnen von Clara Schumann, Alma Mahler bis Isabel Mundry und Juliana Hall erzählt gemeinsam von (gebrochener) Liebe, Einsamkeit, Trauer, Zweifel und kleinen Glücksmomenten. Es stellt … Komponistinnen: Zierde oder Meisterin? weiterlesen →

  • Sa, 21.9. 19:00 - 21:00 at Haus Bachem

    Le Langage des Fleurs

    Anlässlich des 200. Geburtstags erklingen die sechs Blumen-Lieder von Jacques Offenbach im Spiegel deutscher und französischer Lieder. Franz Schubert (1797-1828) | Die Blumensprache D 519 (Eduard Platner)   Richard Strauss (1864-1949) | Rote Rosen ohne Opuszahl (Karl Stieler) Hugo Wolf (1860-1903) | Nachtzauber (Joseph v. Eichendorff) Richard Strauss | Die erwachte Rose ohne Opuszahl (Friedrich … Le Langage des Fleurs weiterlesen →

  • So, 29.9. 17:00 - 19:00 at WDR, Kleiner Sendesaal

    Le Langage des Fleurs

    Anlässlich des 200. Geburtstags erklingen die sechs Blumen-Lieder von Jacques Offenbach im Spiegel deutscher und französischer Lieder. Franz Schubert (1797-1828) | Die Blumensprache D 519 (Eduard Platner)   Richard Strauss (1864-1949) | Rote Rosen ohne Opuszahl (Karl Stieler) Hugo Wolf (1860-1903) | Nachtzauber (Joseph v. Eichendorff) Richard Strauss | Die erwachte Rose ohne Opuszahl (Friedrich … Le Langage des Fleurs weiterlesen →

 

Dichter.Liebe! – Romantik trifft auf Poesie – Konzert am 10.6.2018

Dichter.Liebe! Romantik trifft auf Poesie

Das Kölner Ensemble Eikona bringt als Koproduktion der Stadt Köln und des 21. Bonner Schumannfests das Lied auf die Bühne. Auf kleinem Bühnenraum entsteht ein faszinierender Dialog aus Musik und Theater, gestaltet von Fabio Lesuisse (Gesang), Toni Ming Geiger (Klavier) und Kai Anne Schumacher (Regie und Figurenspiel). Dafür standen gleich zwei ausgewählte Liederzyklen auf dem Programm: Schumanns „Dichterliebe“ und Vaughan Williams „Songs of Travel“ nach Texten von Robert Louis Stevenson.

Mit berührenden und liebevoll inszenierten Bildern erzählt Eikona voller schauspielerischem Geschick die Geschichte eines Dichters, der nach dem Scheitern seiner Liebe zu einer poetischen Reise aufbricht. Nachdem der Bariton Fabio Lesuisse das erste Lied aus der „Dichterliebe“, „Ein Jüngling liebt ein Mädchen“, vorgetragen hatte, wurde schnell deutlich: Es handelt sich um keinen Geringeren als den Dichter und Journalisten Heinrich Heine, der von der ewig tragikomischen Geschichte scheiternder Beziehungen durchschüttelt wird.

Überzeugendes Wechselspiel in subtilem Puppenspiel

Die Regisseurin Kai Anne Schumacher haucht dem Dichterfürsten in Gestalt einer Puppe überzeugend Leben ein und begleitet so das Wechselspiel von Lied und Schauspiel auf der Bühne. Überhaupt ist es diese Handpuppe Heine, die eine fast schon zärtliche Melancholie in die ohnehin eindrucksvolle Vielschichtigkeit der Gedichte Heinrich Heines hineinträgt. Menschliches, Allzumenschliches verbindet Kai Anne Schumacher mit großer Kunstfertigkeit im subtilen Puppenspiel.

Die Puppe hat schließlich nicht Teil am Leben – und doch darf sie immer wieder die Stimme des Baritons Lesuisse borgen. Damit wird ihr eine fast schon unheimliche Bühnenpräsenz zuteil. Denn das Lied als Leihgabe wird ihr auf diese Weise eigen und fremd zugleich. Gerade diese Ambivalenz weiß der Pianist Toni Ming Geiger gekonnt aufzunehmen. Sein absolut differenziertes und zugleich leichtes Klavierspiel erschafft ebenjene atmosphärische Verdichtungen, die sowohl der musikalischen Komplexität der Dichterliebe als auch der vielschichtigen Lyrik Heines mehr als gerecht werden. Es ist eben der nur scheinbar naiv-harmlose Volksliedton, der keinesfalls darüber hinwegtäuschen sollte, welche überraschenden Klangbilder das Ensemble Eikona für die Reise ihres Dichterhelden findet.

Spiel mit historischen Ungleichzeitigkeiten durch manifeste Gegenwartsbezüge

Vor Überraschungen ist man auch als Zuschauer nicht gefeit, denn manchmal hat sogar die Puppe die Fäden in der Hand: So waltet die Handpuppe Heine zeitweilig über ihre eigene Rezeptionsgeschichte und verliest spöttisch eine bissige Kritik Marcel Reich-Ranickis über ihn selbst – Heinrich Heine. Das Ensemble Eikona hat es sich nicht nehmen lassen, äußerst charmant mit solchen historischen Ungleichzeitigkeiten zu spielen und verschafft damit auch dem vermeintlich verstaubten Lied ganz manifeste musikalische Gegenwartsbezüge. Leiht der Bariton Lesuisse dem Dichter Heine seine kraftvolle Stimme, ertönen die inniglich vorgetragenen „Alten bösen Lieder“.

Dann wieder ist es Vaughan Williams „Youth and Love“, das den rastlosen Dichter zu weiteren Sehnsuchtsorten – aber auch zu ganz konkreten Zielen wie beispielsweise zum Kölner Dom – treibt. Obschon das letzte Lied aus der „Dichterliebe“ voll mit „wildem Schmerzensdrang“ verklingt, gibt es keinen Grund zum Grollen – ganz im Gegenteil: Dem Ensemble Eikona gelingt es, humorvoll und mit zärtlicher Ironie ästhetische Illusionen im Sinne unendlicher romantischer Annäherung gekonnt zu durchbrechen. Es ist sicherlich nicht ihr letztes Lied.

Text: Clara Pauly
Photo © Liedwelt Rheinland | Paul Leclaire

Konzert am 10. Juni 2018 im Rahmen des Bonner Liedsommers

Konzert am 29. Juni 2018 im Kölner Blue Shell

Good Vibrations

Good vibrations

Eröffnungskonzert und Ausstellungseröffnung: Luft und Raum – Kulturfestival in der Zentrifuge Bonn, Juni 2018

Mit einem launig unterhaltenden Quintett des tschechischen Komponisten Zdeněk Fibich ging es gleich mitten ins Geschehen: Er war Schüler von Bedřich Smetana und Lehrer von Franz Lehar – und in dieser Komponisten-Folge spann sich der Bogen der Musik, eine ehrliche, das Leben bejahende Musik, die sich als Opener für ein Festival, das für viel Energieaustausch bekannt ist, bestens eignete.

Die in dieser Besetzung liegende symphonische Anlage wusste Fibich im zweiten Satz durch eine geschickte Instrumentierung zu nutzen, die durch die Umsicht und das Miteinander der Künstler sehr gut zur Geltung kam. Die dichte Klangrede vermittelte auch zu Brahms und dem Landsmann Dvořák starke Verwandtschaft.

So darf sich der Zuhörer eigentlich nicht erst in dem schicken Horn-Solo fragen, warum Komponist und Werk so unbekannt sind. Auch Klänge der Bratsche liegen geschickt im Satz und mehren die Verbindung zum Orchesterklang und dessen Farbigkeit. Man freut sich über das deftige Ländler-Trio und wird bis zum Schluß kurzweilig unterhalten.

Bestens mit Schwung ausgestattet und mit viel Freude am gemeinsamen Musizieren waren neben Tobias Krampen am Klavier und Peter Stein an der Violine die Gäste Nicolai Pfeffer, Klarinette, Lauren Whitehead, Horn und Eglantine Latil, Violoncello zu erleben.

Der Komponist Stefan Heucke stellte drei Lieder Robert Schumanns zusammen und schrieb für diese Kammermusik-Besetzung den Klavierpart um: Der kleine Zyklus startete mit der “Frühlingsfahrt” bunt und geschäftig und sparte nicht mit farbigen Korrespondenzen. “In der Fremde” zeigte gleich zu Anfang kluge, schlüssige Aufteilungen der Rollen zwischen den Instrumenten bis zum colla parte. Wie hier die Zeit bei der Zeile “Da ruhe ich auch” stehen blieb, das war schon sehr beeindruckend. Auch “Der Einsiedler”  gab so für die Altistin Ingeborg Danz wunderbare neue Klangmöglichkeiten mit denen auch sie freudigen Austausch bot, so dass die Lieder ganz neues Leben auch für die Zuhörer bekamen, die die Stücke dachten, bestens zu kennen. Nicht erst die dritte Strophe “O Trost der Welt, Du stille Nacht!” brachte das Schumann-Lied nahe ans Orchesterlied, durchweg in den zarten klanglich feinen Korrespondenzen  der Instrumente.

Der neue Flügel, den “Brahms noch die Gelegenheit gehabt hätte kennenzulernen” (Peter Stein), verwob die Kammermusik mit warmen Tönen, stellte sich als hervorragender Klangmixer heraus und bot allen Künstlern (inklusive Pianist) mit galantem Bass eine elegante Grundlage für durchhörbares Musizieren.

Zum Eröffnungskonzert waren zahlreiche Besucher und Teilnehmer des Meisterkurses präsent – in der Pause durften sie sich nicht nur über das Programm austauschen. Auf der Suche nach der Harfe, die “man nicht sieht und nicht hört” (Peter Stein), wurde der Suchende von mehreren seiner Origami-Engeln geleitet….

Nach der Pause dann wieder Eichendorff-Lieder, nun von Stefan Heucke zusammengestellt zur “II. Kammermusik”. Gleich der erste der beiden Sätze des Ingeborg Danz gewidmeten Werks gab affirmativ den Ball weiter. Das zweite Lied, “Letzte Heimkehr”, spielte mit engen Korrespondenzen zum Text, tupfte lautmalerisch das Schütteln des Frosts, schauderte tief im Herzensgrund mit einem tiefen Klaviertremolo und fand im Horn-Ruf eine Totenanrufung.

Höchste Ansprüche an die Sängerin in der orchesteralen Engmaschigkeit

Engmaschig verzauberte den verschneiten Garten die Geige, geleitete in eine Traumwelt, in der die Ruhe beim Einsamen nur kurz verweilt, treibt die Klarinette zum Pizzicato ihn auf das Feld hinaus… Nicht nur hier erinnert die Klanglichkeit und Dichte immer wieder an Schönbergs Pierrot Lunaire.

Der abschließende Willkommensgruß “Nun ruh zum letzten Male aus, Wenn du erwachst, sind wir zu Haus'” wiederum gemahnt an Mahlers Orchesterlieder und auch die Auferstehungssymphonie. Ein wunderbar offenes Willkommen jedenfalls für den Start dieses einzigartigen Festivals, das zahlreiche Gäste mit einem gemeinsamen Umtrunk abschlossen.

Text + Photo © Sabine Krasemann