Janina Hollich, Mezzosopran und Yangfan Xu, Klavier im Gespräch mit der Liedwelt

Man hat hier die Chance, auf engstem Raum ganz viele Gefühle zu durchleben“


Interview mit den Gewinnerinnen des zweiten Preises des Liedduo-Wettbewerbs Rhein-Ruhr: Janina Hollich, Mezzosopran und Yangfan Xu, Klavier – hier zum Nachlesen:

Was bedeutet die Beschäftigung mit dem Kunstlied für Sie?

Janina Hollich: Man hat hier die Chance, auf engstem Raum ganz viele Gefühle zu durchleben. Ich habenur mich selbst und natürlich den Partner am Klavier. So erzähle ich im Lied eine Geschichte ohne Maskerade wie in der Oper beispielsweise. Das ist eine Herausforderung, aber wenn sie gelingt, dann ist das geradezu etwas Magisches, weil die Geschichte „pur“ erzählt wird.

Das Lied – eine Geschichte ohne Maskerade

Unsere ganz besondere Liebe gilt dem Lied, aber wir wissen natürlich auch, dass wir uns nicht alles aussuchen können, und müssen daher vieles ausprobieren und nichts von vorne herein ausschliessen.

Welche wichtigen Einflüsse spielen denn außer Ihrer offensichtlichen Begeisterung für das Kleinod Lied noch eine Rolle? Welche Epochen und Komponisten aus dem Lied-Repertoire stehen bei Ihnen ganz oben auf Ihrer Liste? Was bekommen Sie noch für Input?

Yangfan Xu: Ich mag zum Beispiel sehr die spätromantischen Lieder etwa von Rachmaninow, Szymanowski oder auch dem frühen Schönberg.

Hollich: Hier haben wir den selben Geschmack und haben uns deshalb auch gut getroffen. Und – ja, Reimann etwa oder Rihm, die mag ich auch sehr.

Xu: Auch ich habe großes Interesse an heutigen Komponisten und Ihrer Musik.

Hollich: An der Hochschule in Detmold, wo wir beide herkommen, besitzt das Lied einen ganz hohen Stellenwert. Das war für uns beide ganz entscheidend, denn Frau Romberger, die meine Gesangsklasse leitet, betont immer wieder die Wichtigkeit dieser speziellen Gattung, was für ein Glück, dass wir im Studium uns so entwickeln können!

 

 

 

 

 

Die Preisträgerinnen:

Janina Hollich, *1988, Mezzosopran, Deutschland
Yangfan Xu, *1989, Klavier, China

Das Interview führte Gunter Duvenbeck.
Photos: Sabine Krasemann