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Han-Young Yoo

Han-Young Yoo

„Die Sänger singen durch den Mund, ich singe mit den Händen“

Warum ich Lied begleite

„Wenn ich über den Flügel schaue und den Sänger sehe, den ich begleite, kann ich die musikalische Einheit fühlen. Das ist ein ganz anderes Gefühl, als wenn ich als Solopianistin auftrete.“

„Ich nehme den Atem, die Blicke des anderen wahr. So entsteht eine nonverbale aber umso intensivere musikalische Konversation. Die Sänger singen durch den Mund, ich singe mit den Händen. Ich stelle eine Frage und erhalte eine Antwort, der Sänger stellt eine Frage und ich gebe eine Antwort. Gemeinsam schenken wir dem Publikum eine schöne Geschichte. Sie ist auf den Flügeln des Gesangs getragen, wie es das Lied von Mendelssohn so treffend beschreibt.“

Biographie

Hanyoung Yoo schloss ihr Studium für Soloklavier an der Ewha–Women-University in Seoul mit einem Bachelor of Musik ab.

Sie studierte Soloklavier an der Hochschule „Folkwang Universität der Künste“ bei Prof. Ludwig Maxein. Nach Ihrer Diplomprüfung 2002 schloss sie 2004 an der „Musikhochschule Maastricht“ bei Prof. Joob Celis ein Aufbaustudium mit der Bestbenotung ab. Danach erlangte Hanyoung Yoo 2007 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und bei Prof. Jürgen Glauß das Konzert-Examen für Liedbegleitung.

Neben dem Studium besuchte sie Meisterkurse des Mozarteums in Salzburg sowie bei Peter Feuchtwanger in Bonn. Zudem erlangte sie ein Diplom an der Donizetti-Akademie in Milano.

Sie gewann zahlreiche Preise in Seoul und während des  internationalen Liedwettbewerbs in der Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo sie für die beste pianistische Leistung ausgezeichnet wurde. Seit 2009 arbeitet sie als Dozentin für Korrepetition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Hanyoung Yoo trat mit Solokonzerten wie auch als Liedbegleiterin und Kammermusikerin in Erscheinung.

Sie gibt zahlreiche Konzerte in Deutschland, Italien und Korea.

Vor kurzem trat sie innerhalb des Musik-Sommer-Festivals „Cervo“ in Italien  auf.

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Andreas Durban

Andreas Durban

Liedgesang ist für mich der große, geheimnisvolle Kinosaal im Kopf.

Die Alchimie des Liedes

Die Arbeit als Dozent für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Tanz Köln brachte mich sehr intensiv in Berührung mit dem Genre des Liedgesangs. Über lange Jahre unterrichtete ich junge Sängerinnen und Sänger, darstellerisch ihre Lieder zu interpretieren.

Dabei mache ich immer wieder die gleiche alchimistische Erfahrung. Durch die „chemische Reaktion“ von Lyrik, Komposition, von Stimme und Psyche, entsteht ein Gesamtkunstwerk, das nur dann zu strahlen beginnt, wenn alle vier Aspekte gleichberechtigt nebeneinander wirken.

Poetische Ideen nehmen Einfluss auf die Gefühle des Komponisten. Sie bedienen sich einer allgemeingültigen Bildersprache, die einen tiefen emotionalen Prozess hervorruft, dem der schöpferische Akt des Komponierens folgt.

Diesen Schöpfungsakt wiederholt im interpretatorischen Idealfall der Sänger – und etwas überspitzt formuliert – sollte es ein wahres Wunder sein, dass er genau so singt, wie der Komponist komponierte, da er, poetisch (semantisch) inspiriert, das in die Stimme legt, was er spontan empfindet und in sich bewegt

Die Feuersteine der präzisen musikalischen Struktur auf der einen Seite und der vollkommenen psychischen Spontaneität auf der anderen Seite schlagen im Akt des Liedvortrags immer wieder wie scheinbare Gegensätze aneinander und ihre Funken erzeugen Flammen ganz eigener Art:

Liedgesang ist für mich der große, geheimnisvolle Kinosaal im Kopf. Die Imaginationsfähigkeit der Sängerinnen und Sänger entführt blitzschnell auf innere Bühnen; Traumbilder wechseln wie an die Wand geworfenen Bilder der Laterna Magica. Den Zuschauern erscheinen komprimierte Essenzen, Bilder und Klänge als Konzentrate. Das Lied ist der wahre – das verdichtete Leben. Nicht nur die Religion dient als Opium des Volks, der Liedgesang erfüllt diese Aufgabe – im positivsten Sinne – noch viel effektiver! Die Langeweile und die sinnentleerte Belanglosigkeit gibt man mit dem Hut an der Garderobe ab.

Das Leben wird heiliges Erlebnis,  Rausch, Tanz, unter der Vorherrschaft des Dionysischen – es war kein Zufall, dass ausgerechnet Friedrich Nietzsche, der den Gott Dionysos wieder zum Leben erweckte, sich auch  als Lyriker und Komponist im Genre des Liedgesangs versuchte.

Biographie

Andreas Durban arbeitete lange Jahre als Schauspieler an Deutschen Bühnen. Zuletzt war er unter der Intendanz von Manfred Beilharz am Schauspiel Bonn und am Staatstheater Wiesbaden  engagiert.

1998 übernahm er zudem einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz Köln für szenischen Unterricht und Ariengestaltung. Hier begann für Ihn auch die Auseinandersetzung mit dem Genre des Liedgesangs.

In Zusammenarbeit mit den Korrepetitoren Georg Leisse und Hanyoung Yoo erarbeitet er mit Studierenden darstellerische Interpretationsmöglichkeiten von Liedern, Oratorien und Arien. Er inszeniert szenische Liederabende und Opernprojekte. 2008 gründete er mit dem Komponisten Henrik Albrecht die Literatur-Oper Köln. Auch betreut Andreas Durban Gesangsstudierende bei der schauspielerischen Gestaltung ihrer Abschlusskonzerte.

2015 schrieb er das Libretto „Leben, eine Schubertiade“ zur Komposition von Henrik Albrecht, das 2016 mit den Hamburger Symphonikern und dem Hamburger Schubertchor zur Uraufführung kam. 2017 schreibt er im Auftrag der Berliner Philharmoniker das Libretto zu der Kinderoper „Parzival“ (Komposition Henrik Albrecht), die 2018 in der Berliner Philharmonie und im Festspielhaus Baden Baden zur Uraufführung kommt.

Bei „Im Zentrum LIED“ trat er in der Spielzeit 2016 viele Male als Erzähler auf. In der Spielzeit 2017/2018 wird er erstmals auch als Kurator einen Liederabend gestalten.

Martin Lindsay

Martin Lindsay

Der Bariton Martin Lindsay, gebürtiger Brite, studierte an der Guildhall School of Music & Drama in London, der Britten-Pears School (u.a. bei Hans Hotter, Suzanne Danco und Hugues Cudnod) und am Banff Centre in Kanada.

Als Spezialist für Neue Musik hat er bei zahlreichen Erstaufführungen mitgewirkt. Lindsay hat u.a. bereits mit dem Wiener Musikverein, dem Ensemble Recherche und den Duisburger Philharmonikern zusammengearbeitet und war zum Beispiel auf Bühnen in Südkorea, Israel und vielen europäischen Ländern zu hören.

Seit 1999 lebt Martin Lindsay in Köln, wo er auch als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln tätig ist.

Judith Hoffmann

Judith Hoffmann

Die in Herdecke geborene Sopranistin ist seit 2007 auf verschiedenen Opern- und Konzertbühnen zu Gast. Mit einem großen Oratorien-, Konzert- und Liedrepertoire verfolgt sie kontinuierlich eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Schwerpunkte ihres umfangreichen Repertoires bilden die großen oratorischen Werke des 18. bis 20. Jahrhunderts.

Eine besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Liederabenden in verschiedenen Besetzungen.

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Photo: Anne Hein

Dagmar Boecker

Dagmar Boecker ist Sprecherin, Sängerin und Schauspielerin. Sie widmet sich dem Zusammenwirken von Sprache und Musik. Mit besonderer Vorliebe für die Improvisation bewegt sie sich auslotend im Raum zwischen Sprechen und Singen.

In ihrer Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Tanz Köln unterrichtet sie seit 2003 Sprecherziehung, Stimmbildung und Textgestaltung für Gesang und Musiktheater. Sie entwickelt die “ElemenTonik- elementare Gestaltungskräfte atem- und organverbunden einsetzen” – ein ganzheitliches interdisziplinäres Konzept zur natürlichen und gesunden Ausbildung von Atem, Stimme, Ton und Bewegung und in der künstlerischen Arbeit. Als Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin (Arbeitsweise Schlaffhorst-Andersen®) arbeitet sie mit Menschen in den Sparten Gesang, Instrumentalspiel, Schauspiel, Tanz, Chor- und Orchesterleitung, Musikpädagogik und in der Musiker-/Künstlergesundheit. 2016 gründete sie die Echt.Zeit.Spektrale, “Atelier für Atemlehre, Körperwissen & Stimmkunst“ in Köln.

Jie Zhou

Jie Zhou, Harfe erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in Klavier und Harfe an der Musikhochschule Shanghai (Shanghai Conservatory of Music). Im Jahre 2001 lernte sie die deutsche Harfenistin und Pädagogin Helga Storck kennen, war begeistert und entschied sich bei ihr an der Musikhochschule München ein Harfenstudium aufzunehmen. Dieses schloss sie mit besten Bewertung und Meisterklassendiplom ab und folgte anschließend Helga Storck, die einen Ruf an die Universität Mozarteum angenommen hatte, nach Salzburg. Reiche Inspiration erfuhr Jie Zhou zudem durch zahlreiche Kurse mit Harfengrößen wie Marisa Robles, Catherine Michel, Isabelle Moretti, oder Marie-Pierre Langlamet.

Während ihres Studiums gewann Jie Zhou eine Reihe höchst renommierter internationaler Wettbewerbe, auch den 1. Preis der „Nippon Harp Competition Tokyo“ (2003), den 1. Preis des Musikwettbewerbes des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI Kassel (2005) und den 1. Preis des Wettbewerbs „Arpista Ludovico“ Madrid (2005).

Inzwischen eine international gefragte Harfenistin, ist Jie Zhou als Solistin, Kammermusikerin, Orchestermusikerin und Pädagogin tätig. Sie spielte mehrmals beim „World Harp Congress“ in Genf, Dublin und Amsterdam, beim „International Harp Festival“ in Katowice und als Solistin mit dem Spanischen Nationalen Rundfunkorchester. Solo- und Kammermusikabende gibt sie in Deutschland, Österreich, Spanien, Japan, Thailand, und China. Sie unterrichtet und gibt Kurse an der Musikhochschule in Rostock und am „Tamnak Pratorn Harp Centre“ in Bangkok und ist seit 2010 festes Jurymitglied des internationalen Harfenfestivals und Jugendwettbewerbs in Bangkok, Thailand. Als Soloharfenistin war Jie Zhou an der Deutschen Oper am Rhein/Düsseldorfer Symphoniker und beim Gürzenich-Orchester/Oper Köln tätig. Gastauftritte führen sie zu renommierten deutschen Klangkörpern wie dem Beethovenorchester Bonn, dem WDR Rundfunkorchester Köln, oder dem Staatsorchester Nürnberg. Außerdem wurde sie eingeladen, bei internationalen Spitzenorchestern wie den Wiener Philharmonikern oder dem Königlichen Concertgebouw Orchester Mitzuwirken.

Thilo Dahlmann

Thilo Dahlmann

Nach seinem Gesangsstudium bei Ulf Bästlein, Berthold Schmid, Guido Baehr und Wolfgang Millgramm an der Essener Folkwang-Hochschule, wo er 2007 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte, war der Bassbariton Thilo Dahlmann Mitglied des Internationalen Opernstudios des Zürcher Opernhauses. Wichtige Impulse erhielt er dort durch den Bariton Roland Hermann. Meisterkurse bei Charles Spencer, Michael Volle und Barbara Schlick vervollständigten ebenso seinen künstlerischen Werdegang, wie die Zusammenarbeit mit Konrad Jarnot und Carol Meyer-Bruetting.

Beim Landesgesangswettbewerb Nordrhein-Westfalen wurde er mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 2013 wurde ihm der Liedpreis des Kultusministeriums Schleswig-Holstein sowie der Nikolaus Bruhns-Sängerpreis verliehen.

Engagements führten in ans Opernhaus Zürich die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, die Wuppertaler Bühnen und das Theater Koblenz.

Vor allem ist Thilo Dahlmann jedoch als Konzert- und Liedsänger tätig. Sein Repertoire reicht von frühbarocker Vokalmusik bis zu zahlreichen Uraufführungen,

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Konzert am 10. September 2017

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Photo: Marco Borggreve

Eva Trummer

Eva Trummer, Mezzosopran

Lieder zu singen macht mir besondere Freude, denn sie sind ganz unmittelbar – so pur. Ich bin emotional fast nackt und kann mich nicht verstecken. Das Lied ist das kleine und feine Kunstwerk in der Vokalmusik. Und in einem Lied sind oft die Emotionen einer ganzen Geschichte verborgen, die ich in diesem Moment versuche lebendig werden zu lassen.


Eva Trummer, Mezzosopran, war zu Gast in verschieden Rollen an den Städtischen Bühnen Münster, am Theater Hagen, Theater Dortmund und der Oper Köln engagiert. Mit Rossinis Cenerentola war sie in der Titelrolle bei zahlreichen Konzerten u. a. mit den Dortmunder Philharmonikern und den Bochumer Symphonikern zu erleben. Ihr Oratorienrepertoire umfasst Werke von Bach, Fauré, Haydn, Mozart und Rossini. Sie verfügt über ein breites Repertoire an Liedern verschiedenster Epochen.

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Konzert am 19.9.2017

Tobias Koltun

Tobias Koltun, 1986 in Köln geboren, ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe  wie dem „Köthener Bachwettbewerb“ oder dem „Internationalen Klavierpodium München“. Zwischen 2005 und 2010 studierte er in den Klavierklassen von Prof. Vassily Lobanov und Prof. Sheila Arnold an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Verschiedene Meisterkurse unter anderem bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Prof. Vladimir Krainev gaben ihm für seine künstlerische Entwicklung wichtige Impulse.

Ausschlaggebend für seine berufliche Tätigkeit als Liedbegleiter wurden die Erfahrungen, die er in dieser Zeit als Korrepetitor zahlreicher Gesangsklassen sammeln konnte. Im Anschluss an sein Klavierstudium erweiterte er seine berufliche Qualifikation innerhalb eines Masterstudiums im Fach Liedbegleitung bei Prof. Jürgen Glauss, das er mit Auszeichnung abschloss. Seit Oktober 2013 ist Tobias Koltun Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Weitere Impulse für sein künstlerisches Schaffen bezieht aus dem Exellenzstudiengang Solistenexamen im Fach Liedbegleitung bei Prof. Hartmut Höll und Mitsuko Shirai an der Hochschule für Musik in Karlsruhe.

Gewinner zahlreicher Lied-Wettbewerbe

2012 gewann er den Preis für den besten Liedbegleiter beim internationalen Joseph-Suder-Wettbewerb in Nürnberg mit der Mezzosopranistin Sibylla Maria Löbbert. Im folgenden Jahr gewann er mit der Sopranistin Barbara Elisabeth von Stritzky den 1. Preis beim Liedduowettbewerb von Cantando-Parlando in St. Augustin und mit dem Bariton Sebastian Seitz neben dem 3. Preis, den Preis für die beste Aufführung des zeitgenössischen Pflichtstückes und den Preis der Studentenjury beim Internationalen Liedduowettbewerb in Enschede. Beim 2. Internationalen Schubert Wettbewerb in Dortmund erreichte er mit dem Bariton Sebastian Seitz das Finale. Mit Elisabeth von Stritzky gewann er anschließend den 2. Preis beim Müller-Heuser Liedwettbewerb in Köln und den Preis für die beste Klavierbegleitung. Mit ihr gewann er 2017 den 3. Preis beim „Internationalen Liedwettbewerb Karlsruhe für das Lied des 20. und 21. Jahrhundert“.

Ebenso entscheidend für seine künstlerische Entwicklung erwiesen sich Meisterkurse im Bereich Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr und Prof. Graham Johnson sowie der Liedakadamie Trossingen. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn auf die Bühnen des europäischen Auslands und in große Konzertsäle wie die Philharmonie in Köln.

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Konzert bei „Voice & Lunch“ am 19.9.2017 „… und Morgen wird die Sonne wieder scheinen“