Archiv der Kategorie: Bücher

Stephan Mösch, Komponieren für Stimme

Komponieren für Stimme.
Von Monteverdi bis Rihm.
Stephan Mösch (Hrsg.)

Ein Handbuch.

In diesem Buch erkunden international renommierte Autoren den Umgang mit der menschlichen Stimme – im Wechsel der Stile, Gattungen und individuellen Schreibweisen.

Neben einem historischen Überblick bietet der Band Gespräche mit zwölf führenden Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit.

Weblinks

Das Buch auf der Seite des Bärenreiter-Verlags.

Der Musiktheaterexperte Stephan Mösch hat ein Handbuch geschrieben, das darüber Auskunft gibt. Christoph Vratz hat es gelesen. Hier der Podcast auf SWR 2 Cluster

Susanne Popp, Max Reger. WERK STATT LEBEN.

Susanne Popp, Max Reger. WERK STATT LEBEN.

Die große, lang erwartete Reger-Biographie
kommt zur rechten Zeit aus erster Hand.
Max Regers (1873-1916) Lieder sind heute
weniger bekannt als seine Orgelwerke, obschon
der Komponist in allen Schaffensphasen über 300 Gesänge schrieb und ihnen eine zentrale Rolle in seinen Konzerten gab. Denn sie verdeutlichen durch ihren Textbezug seine innovative musikalische Sprache, die dem Ausdruck zuliebe auf gerundete Melodik verzichtet und die Tonalität mit Modulationen und Dissonanzenfülle an ihre Grenzen bringt. Die hohe Kennerschaft der Autorin Susanne Popp, die in Bonn studierte und seit 1973 dem Max-Reger-Institut als Mitarbeiterin und seit 1981 als Leiterin verbunden ist, ist ein „Glücksfall der Musikschreibung“, „eine Monographie, die sich liest wie ein Roman“ (SWR).

Weblinks

Susanne Popp, Max Reger. WERK STATT LEBEN. Biographie.
544 Seiten, Breitkopf & Härtel, Wiesbaden, € 39,90

Michael Schwalb, Hans Pfitzner

Michael Schwalb, Hans Pfitzner

Hans Pfitzner
Hans Pfitzner komponiert 1944 in seinem Haus in Rodaun. Foto: Nach:Busch-Salmen/Weiß: HansPfitzner/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Pfitzner – zwischen himmlischer Vision und Abgrund

In der Reihe „Kleine bayerische Biographien“ ist im März eine gut 100-seitige Biographie über Hans Pfitzner erschienen. Der Autor Michael Schwalb ist nach Anstellungen als Orchestermusiker (Solocellist) nun Redakteur einer großen im Rheinland ansässigen Rundfunkanstalt. Er hat zahlreiche Radiofeatures produziert, Vorträge und Publikationen zu musikalischen und musikliterarischen Themen finden sich ebenso unter seinen Veröffentlichungen.

Sowohl das Bild Hans Pfitzners (1869 –1949) als auch die Rezeption seiner Werke leiden in der deutschen Musiklandschaft noch weitgehend unter einem Stigma durch seine Anbiederung an den Nationalsozialismus.

Dabei ist schon eine ausgewogene Beurteilung seiner vielgestaltigen Musik äußerst schwierig: Werke tiefster Herzensinnigkeit oder höchst komplexe Schöpfungen – wie sein »Palestrina« – stehen neben Kompositionen erschütternder Simplizität. Pfitzners Oeuvre zeigt zudem kaum lineare Entwicklung, und manche Bastion hart erarbeiteter Modernität wird zugunsten einer Selbststilisierung als »letzter Romantiker« aufgegeben.

≫… der Lenz, der nimmer endet≪, so ist in diesem gerade im Pustet-Verlag als Buch und als das Kapitel überschrieben, das Michael Schwalb dem Liedgesang widmet: „Das größte Werkkorpus innerhalb von Hans Pfitzners Oeuvre stellen die Liedvertonungen dar. Über 100 Lieder sind zu Lebzeiten veröffentlicht, einige auch posthum bekannt geworden, und alle gedruckten Lieder liegen in exzellenten Einspielungen vor. … Pfitzner war ein Liedkomponist par excellence; seine schöpferische Kraft, die sich dem musikalisch-poetischen Einfall verdankt, ist in der kleinen Liedform am angemessensten zu fassen.“

Einen ersten Blick in das Buch bietet dieser Link: http://bookview.libreka.de/preview/100409/9783791727462?session=a9759ae0d974ccc61fe3f99dc820ff3c3e230c18

Michael Schwalb: Hans Pfitzner. Verlag Friedrich Pustet, März 2016

Buch 12,95 Euro, E-Book 9,99 Euro über die Homepage des Verlags [] bestellbar.

Rezensionen

SWR Cluster Reinhard Ermen am 8.6.2016:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/cluster/schwalb-pfitzner-komponist-zwischen-vision-und-abgrund/-/id=10748564/did=17559028/nid=10748564/ajkq3x/index.html

FONO FORUM am 10.5.2016
http://www.fonoforum.de/home/artikel/tx_news/zwischen-vision-und-abgrund/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ed1ea24841f0af3ba61cd527efc62356

Mittelbayrische Zeitung am 19.5.2016, von Gerhard Diete
http://www.mittelbayerische.de/kultur-nachrichten/komponist-zwischen-vision-und-abgrund-21853-art1380920.html

Der Autor

Michael Schwalb: Thomas Mann und Hans Pfitzner – Musikalische Inspiration und literarische Bewältigung
http://www.rodoni.ch/PFITZNER/schwalb.pdf

weiterführende Links:

 Hans Pfitzner – Gesellschaft e.V.
http://www.pfitzner-gesellschaft.de/

Pfitzner-Lieder

  1. Grohe: Hans Pfitzner – Verzeichnis sämtlicher im Druck erschienenen Werke, Leukart 2003, 4,50 €
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kompositionen_Hans_Pfitzners#Vokalkompositionen

Pfitzner und der Nationalsozialismus
http://www.muenster.de/stadt/strassennamen/pfitznerstrasse.html

Aufnahmen

Hans Pfitzner: Sämtliche Lieder, cpo 5 CDs, 24,99 €

„1999, also passend zum Pfitzner-Jahr, konnte das Ergebnis präsentiert werden: 5 CDs in chronologischer Reihenfolge und in den von Pfitzner gewollten originalen Stimmlagen.“

Eine Koproduktion mit dem WDR, Redakteur: Hans Winking
https://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Hans-Pfitzner-1869-1949-S%E4mtliche-Lieder/hnum/3239676

Wissenswert

Straßen im Rheinland

In Köln-Lindenthal findet sich die Pfitznerstraße zwischen der Bruckner- und der Richard-Strauss-Straße, in Düsseldorf-Urdenbach in Gemeinschaft mit der Heinrich-Schütz-Straße und der Händelstraße.

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Graham Johnson. Franz Schubert: The Complete Songs.

Graham Johnson. Franz Schubert: The Complete Songs.

Eine Empfehlung von Karola Pavone

Eine längst überfällige Enzyklopädie der Schubert-Lieder in drei Bänden, erstellt vom Lied-Pianisten und Musikwissenschaftler Graham Johnson.

Sie enthält Kommentare zu mehr als 700 Liedern: neben den Texten und der englischen Übersetzung auch detaillierte Notizen zu den Hintergründen und Quellen, die Biografien der 120 Dichter und allgemeine Informationen zu Tonarten, Satz, bedeutenden Interpreten dieser Lieder, Illustrationen und viel mehr.

Graham Johnson kann auf ein reichhaltiges Leben als Liedpianist zurückblicken, in dem er weltweit mit maßgebenden Liedsängern und Liedpionieren des 20. Jahrhunderts konzertierte. Er hat jahrzehntelang an der Enzyklopädie gearbeitet und uns allen damit einen großen Gefallen getan. Bisher (leider) nur in Englisch erschienen, wenn man dieser Sprache halbwegs mächtig ist, aber extrem empfehlenswert: Johnson schreibt farbig, empathisch und unterhaltsam, das Lesen macht, für Schubert-Fans, im Allgemeinen wenig Mühe und viel Freude.

Graham Johnson. Franz Schubert: The Complete Songs.

Yale University Press, Drei Bände im Schuber, 2.820 Seiten, $ 300,00

Interview mit Karola Pavone