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Der Klang der Stimme

Der Klang der Stimme

Ein leidenschaftlich-dokumentarischer Film über das Faszinosum der menschlichen Stimme – ab 28.10.2018 im Kino

 

Entstanden ist ein 83minütiges schlüssiges Puzzle: Die Geschichten um die vier Haupt-Akteuere werden rund um die menschliche Stimme geschickt. Es entsteht eine sich fortlaufend ergänzende spannende Gesamt-Reportage.

Dabei lotet jeder mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen Stimme aus: Die Menschen und Schicksale um die Sopranistin Regula Mühlemann, die Stimmtherapeutin Miriam Helle, den Stimmforscher Matthias Echternach und den Klang-Experimentator Andreas Schaerer lassen einen nicht mehr los.

„Der Klang der Stimme“ bietet jedem Kinogänger seinen persönlichen Begeisterungs- und Faszinations-Cocktail rund um die Stimme. Nicht zuletzt ist der Film so packend durch das Authentische, aber auch Mut, Wissen, Natürlichkeit und Können aller beteiligten Persönlichkeiten am Set.

Dass der Film bei den 53. Solothurner Filmtagen den Publikumspreis gewann verwundert nicht: Es geht auch um sehr persönliche, ja auch intime Erfahrungen und Erlebnisse, durch die „Der Klang der Stimme“ jedem im Publikum beeindruckend nahe ist. Dass diese unaufgeregt und sehr natürlich zur Spache kommen  und somit ein hautnahes, spannendes Dokument entstand zeigt auch das großes Vertrauen in den Regisseur Bernard Weber von allen Beteiligten.

Regisseur Bernd Weber: Man taucht in eine Welt ein, die man nicht kennt, und versucht dann über den Dreh und die Montage sein Erleben so zu verdichten, dass die Essenz dessen, was man erfahren hat, im Film spürbar wird. 

Auf die Frage, woher die Idee zu dem Film kam sagt Bernard Weber: Im meinem letzten Film „Die Wiesenberger“ gibt es die Aussage eines Jodlers, die lautet: „Wenn mir alles zu viel wird, dann gehe ich uf den Berg und singe mir den Schmerz von der Seele.

Wir verlosen je 1 x 2 Karten für die Sondervorstellungen!

 

Köln, 28.10, Odeon Kino, 12 Uhr, Premiere in Kooperation mit dem Deutschen Bundesverband für Logopädie, mit anschließendem Filmgespräch. In Anwesenheit von Dagmar Karrasch, Präsidentin des DBL und Regisseur Bernard Weber

Aachen, 3.11, 16 Uhr, Apollo Kino, Sonderveranstaltung in Kooperation mit Stimmte?! Institut für Stimme und Persönlichkeit mit anschließendem Filmgespräch.

Düren, 4.11, Lumen Kino, 11 Uhr, Sondervorstellung in Kooperation mit Stimmste?! Institut für Stimme und Persönlichkeit und anschließendem Filmgespräch

Düsseldorf, 7.11, Bambi Kino, 19 Uhr, Sondervorführung mit Live Performance durch Florian Hartfiel, Baßbariton und anschließendem Filmgespräch.

Bonn, 11.11, 11 Uhr,  Rex-Lichtspieltheater, Sondervorführung in der Reihe „Schumann tritt Rex“ mit Live Performance durch Florian Hartfiel, Baßbariton und anschließendem Filmgespräch

Teilnahme:

Wer an der Verloseung teilnehmen möchte, schreibt bitte an sabine.krasemann@liedwelt-rhienland.de eine Mail mit dem Vorstellungsdatum und dem Ort bis 48 Stunden vor der jeweilgen Vorstellung. Die Gewinner werden benachrichtigt.

weitere Informationen

Hier sind die Kinos gelistet, die den Film zeigen.

Hier geht es zur Website des Films und zahlreichen Hintergrundinformationen, Pressestimmen, Interviews.

DER KLANG DER STIMME Trailer De UT from Artisan Films GmbH on Vimeo.
Ab 1. November 2018 | Schweiz 2018 | OmU

Ton & Erklärung 2018 Preisträgerkonzert

Ton & Erklärung 2018

Preisträgerkonzert am 7.10.2018 in der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf

 

Sonntag, 6. Oktober – ein noch unentschlossener Herbst-Sonntag-Morgen. In der Düsseldorfer Oper präsentiert der Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI e.V. einem überschaubaren aber sehr interessierten Publikum die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs „Ton und Erklärung“, der in Zusammenarbeit mit der BayerKultur im Juni in Leverkusen ausgetragen wurde.

Thomas Helfrich, Leiter der Abteilung Kultur, Sport & Bildung bei der Bayer AG begrüßte als diesjähriger Partner die Gäste. Den Kulturauftrag der Bayer AG sieht er ganz eng an die Attraktivität des Arbeitsplatzes gekoppelt: Nur ein Ort an dem Kultur und Bildung eine kosmopolitische Grundlage schüfen entstünde Kreativität und neue Ideen. Dies sehe Helfrich als Grundlage für die Weiterentwicklung, den Wandel der Gesellschaft.

Die Bayer AG verstehe das Engagement in Kultur somit auch als ureigensten Bestandteil des unternehmerisches Selbstverständnisses und nicht als von der Unternehmensphilosophie losgekoppelten „Auftrag“.

Nur die lebendige Kulturgemeinschaft lernt, wird inspiriert und probiert Neues aus. Insofern sei die Bombardierung der Neuronen im Gehirn, die heute mit dem Preisträgerkonzert junge Künstler fördere immens wichtig als Investition in die hiesige Infrastruktur.

Im Unterschied zu anderen Wettbewerben sind die Sänger bei „Ton und Erklärung“ angewiesen, ihren kreativen Entwicklungsprozess, ja die intellektuelle Auseinandersetzung welche hinter der Präsentation des jeweiligen Liedes steckt den Zuhörern zu vermitteln.

Selbstredend gestalteten die hauseignen Bayer-Philharmoniker unter Bernhard Steiner das Programm – und taten dies sehr engagiert. So hatten die Sänger einen umsichtigen Partner für die Opern-Einlagen und -Arien.

Als erstes lernte das Publikum den Preisträger Stefan Astakhov kennen. Der Bariton ist erst 21 Jahre alt – nicht nur hat er sicherlich keine  Angst vor der Höhe, sondern er weiß auch zu den ausgewählten Werken viel zu vermitteln und die Zuhörer mit seiner musikalischen Gestaltung zu fesseln!

Auch die Sopranistin Elena Harsányi verstand es versiert und sehr klug beispielsweise über ihre Herangehensweise und Beziehung zur Pamina-Arie „Ach, ich fühl’s“ zu erzählen. Das machte Spaß ihr dann in der Umsetzung folgen zu dürfen.

Gemeinsam mit Netzwerk-Mitglied Toni Ming Geiger gestalteten abschließend vor der Preisverleihung Elena Harsányi und Stefan Astakhov „VOID“ von Max-Lukas Hundelshausen. Die Uraufführung verwies in Richtung Lied – war in der Symbiose von Mensch (Künstler) und Technik (Elektronik) unterwegs. Es gelang eine musikalische Entdeckungsreise nach dem „unendichen Lied der Welt“ in der der Sänger oder auch der Dichter Gefäß für Kräfte wird, die größer sind als er selbst.

Getreu der Aufgaben, die ein Netzwerk hat, hat die Liedwelt in Zuge der Planung eines Liedsommer 2019 mit dem Bayer-Kulturchef Kontakt aufgenommen, denn schließlich wollen auch wir den Nachwuchs fördern und gerne Gemeinsames gestalten.

Der stimmungsvolle Preisträger-Konzert-Vormittag wurde logischerweise abgeschlossen mit der Preisverleihung an die beiden jungen Künstler, denen die Liedwelt zu ihrer Auszeichnung herzlich gratuliert.

Nachwort: Leider litt die schöne Veranstaltung unter teils dilettantischer Abwicklung der Veranstaltung. Da wundert man sich doch, wenn ein Musiker während die Uraufführung gespielt wird noch einmal zu seinem Platz eilt und gleich wieder verschwindet und nach dem „Umbau“ für das abschließende kammermusikalische Stück die Bühne völlig unaufgeräumt bleibt wie in einer „Probensituation“ – und in dieser Kulisse dann auch die feierliche Preisverleihung stattfindet.

Auch bei manchem Techniker, der im Schlabberlook während des Ablaufs über die Bühne eilte erschloss sich nicht warum solche Abläufe öffentlich passieren. Auch die Frage wohin mit dem Mikrophon nach der Anmoderation hätte sicherlich galanter (Pultablage) gelöst werden können ohne den Ablauf zwischen Moderation (Erklärung) und Umsetzung (Ton) zu unterbrechen: Auch hier eilte jedes Mal ein Techniker herbei, nur um das Mikrophon zu sichern. Das wunderte doch.

Die Liedwelt bedankt sich sehr bei Amelie Amann vom Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI e.V. für die Einladung zum Konzert und freut sich auf die Fortsetzung dieser Partnerschaft.

Text und Photos: Sabine Krasemann
Photo der Preisträger mit Brigitte Fassbender © Kulturkreis | C.  Peuserdesign

Bezaubernde Darbietung mit „Into a Children’s Room“

Bezaubernde Darbietung mit „Into a Children’s Room“

Die neue CD „Into a Children’s Room“ von Elena Marangou und Tobias Krampen hat Michael Zerban, Chefredakteur des Online-Magazins O-Ton und Medienpartner, besprochen.

„Die bezaubernde Aufführung sollte sich eigentlich nicht in den drei Auftritten während des Bonner Liedsommers erschöpfen. … Elena Marangou und Tobias Krampen haben ein Programm zusammengestellt, das einen Blick in die kulturelle Vielfalt Europas eröffnet. Sie zeigen so quasi en passant, dass erst die Überwindung einer nationalen Sichtweise zu neuen Ufern führt.“

Michael Zerbans vollständige Rezension können Sie hier hören:

Photo © O-Ton
Audiobeitrag © Michael Zerban | O-Ton Audio

 

Musikalische Reise durch Europas Kinderzimmer

Überraschende Perspektiven auf die kindliche Seelenlandschaft und Fantasie

Tief unter der Erde verborgen liegt die Zentrifuge und ist damit für den Bonner Liedsommer ein ganz besonderer Aufführungsort mit bemerkenswerter Akustik. Die Mezzosopranistin Elena Marangou und Tobias Krampen am Flügel präsentieren ein vielfältiges Programm pünktlich zu dem CD-Release von Into a Children’s Room. Der musikalische Blick in die Kinderzimmer reicht von Russland, England, Deutschland und Frankreich bis nach Griechenland. Und das mit durchaus namhaften Komponisten: Vom sanften Wiegenlied bis hin zum ausgelassenen Hoppe-Reiter-Spiel gehen Modest Mussorgsky, Benjamin Britten, Johannes Brahms, Alkis Baltas und Francis Poulenc in einem bunten Spektrum von kleinen Einschlafgeschichten ganz typischen Kindersituationen nach.

Mit kurzen Moderationen gaben Tobis Krampen und Elena Marangou während des Konzerts wertvolle Einblicke in Form, Technik und Inhalt des bunten Reigens von Wiegen- und Kinderliedern aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Besonders die russischen Kinderlieder, die vielleicht zunächst fremder und unzugänglicher als ihre europäischen Pendants erscheinen mögen, überraschten mit detaillierten Perspektiven auf die kindliche Seelenlandschaft und Fantasie.

Besonders Mussorgskys und Poulencs Szenen aus dem Kinderzimmer erinnern an dramatische Kurzfilme, die mal lebhaft, mal zart-versponnen daherkommen und stets die musikalischen Möglichkeiten kindlicher Imagination vorführen. Doch auch das Idyll des Wiegenlieds trübt sich, wenn in die wiegenden Harmonien erste Zweifel einbrechen; mag es wie bei Britten die Sorge der Amme oder der alleinerziehenden Mutter sein.

Aber auch von zukünftigen Abenteuern, Reisen und neuen Horizonten berichten die Lieder, mal ganz innig, dann wieder humoristisch und voll zärtlicher Ironie. Im Falle der Wiegenlieder zeigt sich einmal mehr: Scheinbare musikalische Naivität bedarf einer ganz besonderen Reife, um der hintersinnigen kindlichen Einbildungskraft gerecht zu werden.

Text: Clara Pauly
Photos © Liedwelt Rheinland | Sebastian Herzog-Geddes

Die CD kann bei der Liedwelt Rheinland bestellt werden.

Konzert am 23.9.2018 im Rahmen des Bonner Liedsommer 2018.

CD-Bestellung

CD-Bestellung

Into a Children’s Room

Die CD kann für 15,– Euro bestellt werden. Signierte CDs können gegen Aufpreis von 2,– Euro erworben werden, jeweils zzgl. 3,– Euro Versandgebühr.

Bitte schicken Sie uns eine Mail an sabine.krasemann@liedwelt-rheinland.de mit

– Anzahl CDs (mit / ohne Widmung)
– vollständiger Versandadresse
– Telefonnummer und / oder Mailadresse für Rückfragen

Bezahlung: Sie können uns eine Einzugsermächtigung erteilen. Dafür benötigen wir den IBAN und den Kontoinhaber. Alternativ können Sie gegen Rechnung bestellen.

Sie erhalten die Bestellung so schnell wie möglich. Es ist auch möglich eine alternative Versandadresse anzugeben, wenn Sie die CD beispielsweise verschenken möchten.

Elena Marangou, Mezzosopran
Tobias Krampen, Klavier

Die CD wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung des Bechstein-Centrum Düsseldorf.

Aus Tiefe und Höhe: Das Lied im Spiegel der Moderne

Aus Tiefe und Höhe:
Das Lied im Spiegel der Moderne

Vielseitige Experimente mit Klang und Farbe waren im Dialograum Kreuzung an St. Helena zu erleben. Das Spiel mit den Möglichkeiten des künstlerischen Materials stand an diesem Abend im Mittelpunkt.

Die vielschichtigen Malereien und Skulpturen von Dorissa Lem aus Köln Ehrenfeld erfüllten das Motto „Aus Tiefe und Höhe“ auf mehrfache Weise: Inhaltliche und räumliche Tiefe stachen in jedem Kunstwerk hervor, immer wieder entdeckte man auf der bildlichen Oberfläche neue Strukturen, Gewebe von Linien und farbliche Tiefenstaffelungen. Die visuellen Bewegungsimpulse, der Widerstand des Materials und die konsequente Durcharbeitung bis ins Innere zeichnen die Bilder und Skulpturen von Dorissa Lem aus und schafften die besondere Atmosphäre für das Konzert mit Irene Kurka und Martin Wistinghausen.

Der musikalisch-künstlerische Teil des Abends widmete sich dem zeitgenössischen Lied und begann gewissermaßen in der Tiefe der Tradition: Der Bass Martin Wistinghausen eröffnet mit dem gregorianischen Psalm 130 De Profundis clamavi und präsentierte direkt im Anschluss eine moderne Wiederaufnahme des Psalms mit elektronischer Zuspielung.

Die mikrotonalen Möglichkeiten des Einzeltons lotete Wistinghausen rezitierend und singend aus, wobei ein ganz besonderes Instrument zur Erzeugung von Borduntönen als Liedbegleitung zum Einsatz kam: eine indische Shrutibox.
Auch die Sopranistin Irene Kurka, die sich intensiv mit dem zeitgenössischen Repertoire für Stimme Solo beschäftigt, wagte den Bogenschlag von Tradition und zeitgenössischer Musik. Ihr differenziertes Spiel mit mikrotonalen Elementen forderte das konventionelle Musikerleben heraus und bewies bei Kompositionen von Hildegard von Bingen bis Johannes Schachtner melodische Energie, Eindringlichkeit und musikalische Präzision.

Text: Clara Pauly
Photo © Liedwelt Rheinland | Sebastian Herzog Geddes

Konzert am 12.9.2018 im Rahmen des Bonner Liedsommer 2018.

„11 Fragen an…“ – Irene Kurka

„11 Fragen an…“ – Irene Kurka

Was machen Sie tagsüber?
Üben, Kontakte pflegen, Yoga, Spazierengehen, Freunde treffen und vieles mehr

Ihr heißer Literatur-Tipp?
Ich lese sehr viel und es gibt so viele tolle Bücher, z.B.: Peter Sporck: Der zweite Code, Will Bowen: Complainte Free World (gibt es auch auf deutsch), Gerhard Hüther: Etwas mehr Hirn, bitte

Ihr liebstes Kinderlied?
Schneeflöckchen, Weißröckchen

Mein persönliches Lied-Steckenpferd:
Auch das zeitgenössische Liedgut zu singen

Graben Sie gerne in Archiven?
Ja, obwohl es heutzutage eher im Internet ist.

Ihr Lieblingsort für einen Liederabend?
Carnegie Hall in New York.

Thrilling Story behind – Ihr spannendstes Lied-Fundstück?
Das Liederschaffen von Moritz Eggert, welches ich auf der CD „Ohrwurm“ mit dem Komponisten eingespielt habe.

Ihr Ritual vor jedem Auftritt?
Ausreichend schlafen.

Ein unvergessliches Konzerterlebnis?
Die 70-jährige junggebliebene Meredith Monk in der Kölner Philharmonie 2016.

Was wollten Sie als Kind später einmal werden?
Schauspielerin, Sängerin, Psychologin

Wie stellen Sie sich das perfekte Liederabend-Publikum vor?
Neugierig, zahlreich und begeistert

Photo © Liedwelt Rheinland | Sebastian Herzog-Geddes

„11 Fragen an …“ Karola Pavone

„11 Fragen an…“ – Karola Pavone

 

Ihr heißer Literatur-Tipp?

Robert Seethaler: „Ein ganzes Leben“; Agatha Christie.

Mein persönliches Lied- Steckenpferd?

Ironische, augenzwinkernde Lieder. Balladen. Und alles, was mit Sehnsucht zu tun hat.

Gehen Sie gerne wandern? Wo? Warum?

Ja, sehr. Im Wald, am Berg, am Wasser. Weil es mich „erdet“, den Kopf befreit; mich damit den Themen des Liedes näher bringt und meistens Platz für halbwegs gute Ideen schafft. Und es ist einfach schön.

Thrilling Story behind – Ihr spannendstes Lied- Fundstück?

Schubert/Mayrhofer: Atys. Ernest Chausson/Verlaine: Le chevalier malheur. August Bungert/Heine: Reinigung

Ihr Ritual vor jedem Auftritt?

Yoga, nicht zuviel, nicht zuwenig essen, etwas frische Luft. Dann kurz Panik schieben, dann ausatmen.

Ein unvergessliches Konzerterlebnis?

Mit Boris Radulovic live im serbischen Fernsehen. Schräg und schön.

Als Zuhörer: Frans Helmersson und Pavel Gililov mit Brahms und Rachmaninow, außerdem Claudio Abbado nach einem phantastischen Konzert in Wien kennengelernt zu haben.

Ihre favorisierte Lied- Aufnahme?

Dichterliebe mit Fritz Wunderlich und Hubert Giesen. Vier Letzte Lieder mit Jessye Norman und Kurt Masur.

Was wollten Sie als Kind einmal werden?

Meeresbiologin. Hat super funktioniert! Es bleibt eine große Vorliebe für Lieder, die im/am/unter/vom Wasser handeln, und das „Abtauchen“, wenn auch in andere Welten.

Was würde uns in einer Zeit ohne das Lied verloren gehen?

Schönheit. Empathie. Große und kleine Gefühle. Achtsamkeit. Alles!

Wie stellen Sie sich das perfekte Liederabend-Publikum vor?

Offen, interessiert, humorvoll, leidenschaftlich, selbstverständlich gutaussehend und stinkreich 🙂

Welchen Rat würden Sie jeder/jedem jungen Liedstudent/in mitgeben?

Sing soviel Du kannst; Einatmen, Ausatmen; Üben, Üben, Üben.

Wer mitgezählt hat, merkt es gleich: Karola Pavone hat sich als erste an die Zahl 11 gehalten 😀

Photo © Karola Pavone | Photograph: Roman Kuryliv

„11 Fragen an…“ – Anna Herbst

„11 Fragen an…“ – Anna Herbst

Was machen Sie tagsüber?
Arbeiten!

Was ich der Welt mit dem Lied sagen möchte…
ist genau das, was nur das Lied sagen kann!

Ihre größte Freude beim Lied-Musizieren?
Eine innige, intuitive und spontane Kommunikation zwischen Musikern und Publikum.

Ihr Lieblingsort für einen Liederabend?
Am Strand!

Thrilling Story behind – Ihr spannendstes Lied-Fundstück?
„Les Quatrains Valaisans“ von Jean-Philippe Dartois.

Ihr Ritual vor jedem Auftritt?
Pasta! e basta 🙂

Ein unvergessliches Konzerterlebnis?
Als Sängerin – mein Debut in der Kölner Philharmonie. Als Zuhörerin: Matthias Goerne mit der Winterreise.

Ihre favorisierte Lied-Aufnahme?
Ian Bostridge und Julius Drake „The English Songbook“

Was wollten Sie als Kind später einmal werden?
Lied-Sängerin!

Wie stellen sie sich das perfekte Liederabend-Publikum vor?
Zahlreich und begeistert!

Was schätzen Sie an der Szene der Lied-Liebhaber?
Den Mut zum Feinsinn.

Photo © O-Ton Michael Zerban