Marta Wryk

Marta Wryk

Die polnische Mezzosopranistin Marta Wryk ist eine international gefragte Opern- und Konzertsängerin, die seit einigen Jahren in Köln beheimatet ist. Ihre Engagements führten sie nicht nur nach Deutschland und ganz Europa, sondern auch nach USA, Kanada und Südafrika. Mit einem vielfältigen Lied- und Kammermusik-Repertoire war sie auch in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, am Musiekzentrum de Biljoke Gent, an der Symphony Space in New York, an der Chopin Foundation in Miami und in Polen bei der Krzysztof Penderecki European Centre for Music in Luslawice und beim Internationalen Chopin Festival in Antonin zu hören. Sie ist 1. Preisträgerin des XVI. Internationalen Liedwettbewerbs in Gorizia, wo sie auch einen Sonderpreis für das interessanteste Programm erhielt.

Ihre besondere Leidenschaft für das Lied entwickelte sich aus ihrer engen Beziehung zur Poesie und Literatur. Marta Wryk ist selbst Dichterin und Autorin. Sie veröffentlicht regelmäßig in polnischen Zeitungen und Literatur-Magazinen und wurde für ihre Gedichte und Aufsätze oft ausgezeichnet.

Auf Opernbühnen in Köln, Wiesbaden, Bonn und Wuppertal, sowie in Polen und Frankreich hat sie Partien wie Cherubino, Dorabella, Annio, Zweite Dame, Wellgunde, Siegrune, Suzuki, Mercedes, Giannetta, Ascanio, Smeton und viele andere gesungen.

Wenn Marta Wryk nicht im Rahmen ihrer Konzert- und Opernengagements unterwegs ist, genießt sie es, in Köln mit dem Pianisten Tobias Koltun zusammenzuarbeiten. Der Fokus ihres Duos liegt auf französischer Musik (Duparc, Poulenc, Fauré) und den Liedern Robert Schumanns. Marta Wryk liegt auch der sängerische Nachwuchs am Herzen und vermittelt ihre Erfahrungen in Köln einer kleinen Gruppe Gesangschüler, mit denen sie an Stimmbildung und Interpretationsfragen arbeitet.

Marta Wryk studierte an der Frederic Chopin Musikuniversität in Warschau und an der Manhattan School of Music in New York. Weiteren Feinschliff holte sie sich in Meisterklassen unter anderem bei Tom Krause, Helena Łazarska, Ileana Cotrubas, Helen Donath, Stephanie Blythe, Elly Ameling, Roger Vignoles und Helmut  Deutsch. Sie war eine Stipendiatin des Franz Schubert Institut in Baden bei Wien und der Richard Wagner Stiftung.

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Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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© Photo: Marta Wryk | Kinga Karpati

Internationaler Schubert Wettbewerb Dortmund

Der Internationale Schubert-Wettbewerb Dortmund besteht seit 30 Jahren.

Er wird in den Kategorien Klavier und LiedDuo ausgetragen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Künstler der internationalen Spitzenklasse bei ihrem Karriere-Einstieg zu fördern, zugleich Teilnehmer und Publikum in einer sonst nirgends auf der Welt zu findenden Intensität in die Gedankenwelt von Schuberts Musik einzuführen.

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Interview mit den beiden Gewinnerinnen des III. Wettbewerbs 2018

Hintergrundbericht zum Preisträgerkonzert am 30.9.2018

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Le Langage des Fleurs

Le Langage des Fleurs

Offenbachs Blumenlieder im Spiegel des französischen Liedes

Nicht nur ist wenig bekannt, dass Jaques Offenbach auch bezaubernde Kunstlieder für den Salon geschrieben hat, mit denen er die Leichtigkeit seiner Bühnenhandschrift in die hochherrschaftlichen Gesellschaften des 19. Jahrhunderts trug. Auch die vielfältige Bedeutung in den jeweiligen ausgewählten Blumen, die der Verehrten überreicht wurden ist heutzutage nur noch in wenigen Symbolen präsent wie die Rose (Liebe) oder die Lilie (Tod). Durch die Gegenüberstellung des eigens für die Aufführung herausgebrachten Zyklus „Le Langage des Fleurs“ mit Werken Verlaines spürt das Programm außerdem nach, inwiefern Offenbachs Tonsprache durch die Beschäftigung mit dem zeitgenössischen französischen Lied in Paris beeinflusst wurde.

Durch Paul Verlaine und Jacques Offenbach nähert man sich dem Lied aus zwei äußerst unterschiedlichen Richtungen. Der rhythmisch-dynamische, durch die allgegenwärtige Ironie der Opéra Comique sehr textbetonte Kompositionsstil Offenbachs kommt in den kammermusikalisch intim gesetzten Liedern des „Langage des Fleurs“ zart lyrisch und dennoch mit unverkennbarem Parlando daher.

Paul Verlaine, der als Motto seines literarischen Schaffens dem Klang, der melodischen Ästhetik der Worte absolute Priorität einräumt – „De la musique avant toute chose“ – gilt als der meistvertonte französische Dichter überhaupt. In Liedern von Debussy, Fauré, Chausson, Reynaldo Hahn, Louis Vierne und Edgar Varèse findet eben dieses Motto gebührend Erfüllung.

Die Natur-Symbolik und die fein verhüllte Erotik der Romantik und des Impressionismus sind hier verbindende Elemente, rote Fäden, die die beinah zeitgleich lebenden und dennoch sehr unterschiedlichen Künstler in einem kontrastreichen Programm zusammenführen.

Durch die Wahl des Aufführungsortes (Blumengroßmarkt, parkähnlicher Garten o.ä.) möchten wir das Konzerterlebnis in direkten Dialog mit Blumen bringen. Die ästhetisch berührende Thematik und ein entsprechendes Ambiente laden einen noch zu findenden Sponsor ein, sich und anderen mit einem großartigen Blumengeschenk eine Freude zu machen.

Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Verlag Boosey & Hawkes, der Offenbachgesellschaft, der Kölner Offenbachgesellschaft und dem Liedsommer.

Six Romances par Jacques Offenbach
Paroles de E. Plouvier

La Branche d’Oranger
La Rose
La Marguerite
L’Eglantine
La Paquerolle
Ne m‘Oubliez pas

Photo © Boosey & Hawkes