Dagmar Boecker

Dagmar Boecker ist Sprecherin, Sängerin und Schauspielerin. Sie widmet sich dem Zusammenwirken von Sprache und Musik. Mit besonderer Vorliebe für die Improvisation bewegt sie sich auslotend im Raum zwischen Sprechen und Singen.

In ihrer Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Tanz Köln unterrichtet sie seit 2003 Sprecherziehung, Stimmbildung und Textgestaltung für Gesang und Musiktheater. Sie entwickelt die “ElemenTonik- elementare Gestaltungskräfte atem- und organverbunden einsetzen” – ein ganzheitliches interdisziplinäres Konzept zur natürlichen und gesunden Ausbildung von Atem, Stimme, Ton und Bewegung und in der künstlerischen Arbeit. Als Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin (Arbeitsweise Schlaffhorst-Andersen®) arbeitet sie mit Menschen in den Sparten Gesang, Instrumentalspiel, Schauspiel, Tanz, Chor- und Orchesterleitung, Musikpädagogik und in der Musiker-/Künstlergesundheit. 2016 gründete sie die Echt.Zeit.Spektrale, “Atelier für Atemlehre, Körperwissen & Stimmkunst“ in Köln.

Jie Zhou

Jie Zhou, Harfe erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in Klavier und Harfe an der Musikhochschule Shanghai (Shanghai Conservatory of Music). Im Jahre 2001 lernte sie die deutsche Harfenistin und Pädagogin Helga Storck kennen, war begeistert und entschied sich bei ihr an der Musikhochschule München ein Harfenstudium aufzunehmen. Dieses schloss sie mit besten Bewertung und Meisterklassendiplom ab und folgte anschließend Helga Storck, die einen Ruf an die Universität Mozarteum angenommen hatte, nach Salzburg. Reiche Inspiration erfuhr Jie Zhou zudem durch zahlreiche Kurse mit Harfengrößen wie Marisa Robles, Catherine Michel, Isabelle Moretti, oder Marie-Pierre Langlamet.

Während ihres Studiums gewann Jie Zhou eine Reihe höchst renommierter internationaler Wettbewerbe, auch den 1. Preis der „Nippon Harp Competition Tokyo“ (2003), den 1. Preis des Musikwettbewerbes des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI Kassel (2005) und den 1. Preis des Wettbewerbs „Arpista Ludovico“ Madrid (2005).

Inzwischen eine international gefragte Harfenistin, ist Jie Zhou als Solistin, Kammermusikerin, Orchestermusikerin und Pädagogin tätig. Sie spielte mehrmals beim „World Harp Congress“ in Genf, Dublin und Amsterdam, beim „International Harp Festival“ in Katowice und als Solistin mit dem Spanischen Nationalen Rundfunkorchester. Solo- und Kammermusikabende gibt sie in Deutschland, Österreich, Spanien, Japan, Thailand, und China. Sie unterrichtet und gibt Kurse an der Musikhochschule in Rostock und am „Tamnak Pratorn Harp Centre“ in Bangkok und ist seit 2010 festes Jurymitglied des internationalen Harfenfestivals und Jugendwettbewerbs in Bangkok, Thailand. Als Soloharfenistin war Jie Zhou an der Deutschen Oper am Rhein/Düsseldorfer Symphoniker und beim Gürzenich-Orchester/Oper Köln tätig. Gastauftritte führen sie zu renommierten deutschen Klangkörpern wie dem Beethovenorchester Bonn, dem WDR Rundfunkorchester Köln, oder dem Staatsorchester Nürnberg. Außerdem wurde sie eingeladen, bei internationalen Spitzenorchestern wie den Wiener Philharmonikern oder dem Königlichen Concertgebouw Orchester Mitzuwirken.

Schuberts „Winterreise“ war der Auslöser – Gespräch mit Anna Herbst

Die Natur und das Leben in der Natur schenken Erfahrungen, die sich dann auf der Bühne wiederholen.

Schuberts „Winterreise“ war der Auslöser – Interview mit der Sopranistin Anna Herbst

Wir haben Sie gerade mit den „Liedern in Bildern“ von Markus Schönewolf hier im Bahnhof Belvedere gehört, einem Projekt, das für Sie völlig neu war. Wie kam es denn dazu, dass Sie sich auf das Wagnis eingelassen haben, eine Stunde Neue Musik in nicht einmal sechs Wochen einzustudieren?

Ich habe das eigentlich schon öfter gemacht. Ich bin mit Neuer Musik groß geworden, so dass sie mir auch recht vertraut ist. Ich arbeite sehr gerne mit Komponisten zusammen, die noch leben. Als Sabine Krasemann mich für dieses Projekt ansprach und mir die Noten zusandte, gefiel mir die Musik von Markus Schönewolf auf Anhieb sehr gut, sehr gesanglich und es schien mir für mich zwar anspruchsvoll, aber durchaus machbar zu sein. Andernfalls hätte ich das Projekt auch zugesagt, mir jedoch mehr Zeit erbeten.

Die „Lieder in Bildern“ sind aus dem Wandern heraus entstanden – welchen Bezug haben Sie zum Wandern?

Ich würde es zwar nicht richtig wandern nennen, aber ich gehe sehr gerne spazieren. Ich liebe den Kontakt zur Natur und beim Spazierengehen wird man zu einem Teil der Natur. Wahrscheinlich auf eine Art und Weise, wie man es sonst kaum erfahren kann.

Gerade das Kunstlied ist zumeist sehr stark von den Naturbildern geprägt, die wiederum für innere Vorgänge stehen – denken Sie, dass eine gewisse Naturverbundenheit Ihnen als Sängerin bei der Interpretation hilft?

Ja, unbedingt! Das Singen auf der Bühne ist eine Wiederholung des eigenen Lebens bzw. eigener Erfahrungen. Die Natur und das Leben in der Natur schenken Erfahrungen, die dann auf der Bühne noch einmal wiederholt werden. Was man nicht zumindest in der Vorstellung erlebt hat, kann man auch nicht überzeugend interpretieren. Natürlich muss man nicht jede Erfahrung selber gemacht haben, aber man muss zumindest in der Lage sein, sich bestimmte Dinge vorzustellen.

Was war Ihre erste Begegnung mit der Gattung Lied und wann?

Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern! Es ist ungefähr 20 Jahre her und meine Mutter hatte mich in die Kölner Philharmonie mitgenommen, wo Matthias Goerne die „Winterreise“ sang.

Schuberts Musik traf genau meine Gedanken und Gefühle

Das war für mich der Grund, Sängerin zu werden: Dieses Konzert hat mich emotional völlig mitgenommen. Ich saß dort, heulte fast das ganze Konzert und dachte mir nur: „Was macht der Mann da auf der Bühne mit mir?“ Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, diese Gefühle, von denen Goerne da sang, genau zu kennen. Nur hatte ich es als Kind nie geschafft, dies in Worte oder Töne zu fassen. Ich fühlte mich so verstanden – Schuberts Musik traf genau meine Gedanken und Gefühle, nur war ich nicht in der Lage, es auszudrücken. Von dem Abend an war für mich klar, dass ich das auch machen würde.

Sie haben sich aber nicht nur für die Laufbahn als Sängerin entschieden, sondern auch für den Werdegang der freien Sängerin, was natürlich gewisse Risiken birgt. Wieso also diese bewusste Entscheidung?

Meine Stimme ist sehr vielseitig und ich mag das ganze Breitenspektrum, das sich mir durch meine Stimme bietet. Ich genieße es, diese Vielfalt und Flexibilität zu nutzen, die mir zu eigen sind. Natürlich birgt das auch gewisse Risiken – man hat natürlich kein festes Gehalt und muss physisch und psychisch sehr auf sich achtgeben.

Sie widmen sich gerne sowohl der Alten als auch der Neuen Musik – was fasziniert Sie an den beiden Zeitabschnitten, was verbindet und was unterscheidet sie?

Beide Zeitabschnitte faszinieren mich sehr. Die Zeitgenössische Musik kommt von Menschen, die dieselbe Welt erleben wie ich. Das macht die Musik so unmittelbar und authentisch.

Seelenverwandtschaft trotz zeitlichen Abstands

Ich empfinde es so, dass meine Wurzeln in der Alten Musik liegen. Hier geht es um Situationen und Emotionen von Menschen, die vor langer Zeit gelebt haben. Und trotz des Abstands fühle ich mich diesen Menschen, ihren Werten und ihrem Menschenbild sehr verbunden und empfinde es als eine Art Seelenverwandtschaft. Unser Blick auf die Welt ist ähnlich und ich freue mich sehr, dass es damals Menschen gab, die eine ähnliche Sichtweise hatten wie ich heute. Wenn ich Alte Musik interpretiere, hole ich diese Weltanschauung in die heutige Zeit.

Sie sind auf der Opernbühne und als Konzertsängerin zu erleben – was fasziniert Sie an der Gattung Lied?

Das Lied ist im positivsten Sinne relativ alltäglich. Das Lied ist für mich die menschlichste und direkteste Art des Gesangs, was man ja auch schon daran sieht, dass das Lied auch der Form nach recht einfach gestaltet ist. Hinzu kommt meine große Liebe zur Lyrik. Ich habe immer schon gerne Lyrik gelesen – für einen dicken Roman bin ich viel zu ungeduldig (lacht). Es ist die höchste Kunst, wenn man Wesentliches in einer kurzen Form wie zum Beispiel in einem Gedicht oder einem Lied ausdrücken kann. Und für mich ist das Lied eine besonders schöne Art, mit wunderbarer Lyrik umzugehen.

Sie sind in Bensberg geboren und haben in Köln und Lübeck studiert. Haben Sie für sich den Eindruck, dass es eine besondere Verbindung zwischen dem Lied und dem Rheinland gibt?

Die inhaltlichen Verbindungen sind ja ganz offensichtlich – denken Sie bloß an die zahlreichen Vertonungen von Rhein-Gedichten oder auch Texten von Heinrich Heine. Ich habe einmal ein ganzes Programm zum Thema Loreley konzipiert und durfte einen Liederabend im Beethovenhaus geben mit Liedern von Beethoven, begleitet auf seinem Hammerklavier. Grundsätzlich finde ich – gerade wenn ich das Rheinland zum Beispiel mit Lübeck vergleiche –, dass die Rheinländer schon eine besonders gesangliche Sprachmelodie haben. Vielleicht liegt ja bereits hierin eine Affinität der Rheinländer zum Singen und zum Lied.

Das Interview führte Verena Düren.
© Photos: Anna Herbst, Photograph: Chara Kyriasoglou

Zum Bericht über die Konzerte im Bahnhof Belvedere am 10. und 11.8.2017

Im Volkston – 90 Lieder in „Die Woche“

Im Jahr 1903 richtete die Berliner Wochenzeitschrift „Die Woche“ einen Kunstlied-Wettbewerb aus. Die berühmtesten deutschen Komponisten der Zeit, von Pfitzner bis Humperdinck, von Schillings bis Reinecke, waren gebeten worden, neue „Lieder im Volkston“ zu schreiben. Die meisten dieser Titel wurden nun erstmals überhaupt aufgenommen und auf CD veröffentlicht.

Mehr zu den Hintergründen finden Sie hier.

Die CD ist bei Oehms Classics erschienen und kann hier bestellt werden.

Thilo Dahlmann

Thilo Dahlmann

Nach seinem Gesangsstudium bei Ulf Bästlein, Berthold Schmid, Guido Baehr und Wolfgang Millgramm an der Essener Folkwang-Hochschule, wo er 2007 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte, war der Bassbariton Thilo Dahlmann Mitglied des Internationalen Opernstudios des Zürcher Opernhauses. Wichtige Impulse erhielt er dort durch den Bariton Roland Hermann. Meisterkurse bei Charles Spencer, Michael Volle und Barbara Schlick vervollständigten ebenso seinen künstlerischen Werdegang, wie die Zusammenarbeit mit Konrad Jarnot und Carol Meyer-Bruetting.

Beim Landesgesangswettbewerb Nordrhein-Westfalen wurde er mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 2013 wurde ihm der Liedpreis des Kultusministeriums Schleswig-Holstein sowie der Nikolaus Bruhns-Sängerpreis verliehen.

Engagements führten in ans Opernhaus Zürich die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, die Wuppertaler Bühnen und das Theater Koblenz.

Vor allem ist Thilo Dahlmann jedoch als Konzert- und Liedsänger tätig. Sein Repertoire reicht von frühbarocker Vokalmusik bis zu zahlreichen Uraufführungen,

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Konzert am 10. September 2017

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Photo: Marco Borggreve

Eva Trummer

Eva Trummer, Mezzosopran

Lieder zu singen macht mir besondere Freude, denn sie sind ganz unmittelbar – so pur. Ich bin emotional fast nackt und kann mich nicht verstecken. Das Lied ist das kleine und feine Kunstwerk in der Vokalmusik. Und in einem Lied sind oft die Emotionen einer ganzen Geschichte verborgen, die ich in diesem Moment versuche lebendig werden zu lassen.


Eva Trummer, Mezzosopran, war zu Gast in verschieden Rollen an den Städtischen Bühnen Münster, am Theater Hagen, Theater Dortmund und der Oper Köln engagiert. Mit Rossinis Cenerentola war sie in der Titelrolle bei zahlreichen Konzerten u. a. mit den Dortmunder Philharmonikern und den Bochumer Symphonikern zu erleben. Ihr Oratorienrepertoire umfasst Werke von Bach, Fauré, Haydn, Mozart und Rossini. Sie verfügt über ein breites Repertoire an Liedern verschiedenster Epochen.

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Konzert am 19.9.2017

Bahnhof Belvedere – Feierliche Übergabe des Bahnhofs an die Öffentlichkeit

Bahnhof Belvedere – Feierliche Übergabe des Bahnhofs an die Öffentlichkeit

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Förderkreis des Bahnhof Belvedere haben wir mit zwei Konzerten am 10. und 11.8.2017 den Ort der Öffentlichkeit übergeben.

Er ist das älteste Stationsgebäude Deutschlands, der Bahnhof Belvedere in Köln-Müngersdorf. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde von Architekten der Schinkel-Schule gebaut und ist bis heute noch weitgehend im Originalzustand von 1839 erhalten. Eine Besonderheit ist sicher die Verbindung von schönem Empfangsgebäude und der Lage im weitläufigen Park.

2010 gründete sich der Förderkreis Bahnhof Belvedere auf Betreiben von Sebastian Engelhardt, um das historisch so bedeutsame Bahnhofsgebäude zu erhalten, zu renovieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass letzteres Anliegen eventuell auch mit Musik verbunden sein würde, liegt bei Engelhardts Beruf nahe: Er ist Cellist beim WDR Sinfonieorchester Köln.

Ein Ort mit verzauberndem Flair

Am 10. und 11. August 2017 wurde der Bahnhof Belvedere nun in einem gemeinsamen Projekt mit der Liedwelt Rheinland zum ersten Mal bespielt. Das synästhetische Projekt „Lieder in Bildern“ mit den Bildern von Ernst Martin Heel und Texten und Musik von Markus Schönewolf fügte sich nahezu perfekt in die ungewöhnlichen Räumlichkeiten ein. Im ganzen Bahnhofsgebäude verteilten sich die großflächigen Bilder Heels und ließen das Enterieur zu einer Galerie werden.

Ein kleiner Konzertsaal in der Bel Etage

Im oberen Bereich dann der kleine Konzertsaal, in dem an diesen beiden Abenden Anna Herbst (Sopran) und die Harfenistin Jie Zhou zu hören waren. Für die beiden Musikerinnen war dies die erste Zusammenarbeit, für die Anna Herbst das anspruchsvolle Werk binnen weniger Wochen einstudierte. Diese kurzfristigen Umstände waren den beiden Musikerinnen aber keineswegs anzuhören: In wunderbarem Zusammenspiel setzten sie die Naturoden um. Jie Zhou erwies sich hierbei nicht nur als souveräne Begleiterin, sondern wusste auch ungewöhnliche Klangeffekte auf ihrer Harfe umzusetzen, die dem Werk Schönewolfs eine weitere lautmalerische Ebene verliehen.

Anna Herbst brillierte nicht nur gesanglich

Besonders beeindruckend gelang der Part von Anna Herbst, die nicht nur gesanglich brillierte, sondern dem Werk in ihrer Interpretation sowohl der gesungenen als auch der gesprochenen Texte eine weitere Ebene gab. Besonders reizvoll gestaltete sich am ersten Abend auch das Geräusch des Regens von draußen – welch wunderbare Ergänzung zu eh schon synästhetisch angelegten Naturoden! Auch das Angebot eines anschließenden Beisammenseins wurde von den begeisterten Besuchern dankbar angenommen.

So klang der Abend aus mit einer Besichtigung der Räumlichkeiten, Betrachtung der Bilder, Künstlergesprächen und – einem Interview mit der wunderbaren Sopranistin Anna Herbst!

Ein Bericht von Verena Düren.

 

Tobias Koltun

Tobias Koltun, 1986 in Köln geboren, ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe  wie dem „Köthener Bachwettbewerb“ oder dem „Internationalen Klavierpodium München“. Zwischen 2005 und 2010 studierte er in den Klavierklassen von Prof. Vassily Lobanov und Prof. Sheila Arnold an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Verschiedene Meisterkurse unter anderem bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Prof. Vladimir Krainev gaben ihm für seine künstlerische Entwicklung wichtige Impulse.

Ausschlaggebend für seine berufliche Tätigkeit als Liedbegleiter wurden die Erfahrungen, die er in dieser Zeit als Korrepetitor zahlreicher Gesangsklassen sammeln konnte. Im Anschluss an sein Klavierstudium erweiterte er seine berufliche Qualifikation innerhalb eines Masterstudiums im Fach Liedbegleitung bei Prof. Jürgen Glauss, das er mit Auszeichnung abschloss. Seit Oktober 2013 ist Tobias Koltun Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Weitere Impulse für sein künstlerisches Schaffen bezieht aus dem Exellenzstudiengang Solistenexamen im Fach Liedbegleitung bei Prof. Hartmut Höll und Mitsuko Shirai an der Hochschule für Musik in Karlsruhe.

Gewinner zahlreicher Lied-Wettbewerbe

2012 gewann er den Preis für den besten Liedbegleiter beim internationalen Joseph-Suder-Wettbewerb in Nürnberg mit der Mezzosopranistin Sibylla Maria Löbbert. Im folgenden Jahr gewann er mit der Sopranistin Barbara Elisabeth von Stritzky den 1. Preis beim Liedduowettbewerb von Cantando-Parlando in St. Augustin und mit dem Bariton Sebastian Seitz neben dem 3. Preis, den Preis für die beste Aufführung des zeitgenössischen Pflichtstückes und den Preis der Studentenjury beim Internationalen Liedduowettbewerb in Enschede. Beim 2. Internationalen Schubert Wettbewerb in Dortmund erreichte er mit dem Bariton Sebastian Seitz das Finale. Mit Elisabeth von Stritzky gewann er anschließend den 2. Preis beim Müller-Heuser Liedwettbewerb in Köln und den Preis für die beste Klavierbegleitung. Mit ihr gewann er 2017 den 3. Preis beim „Internationalen Liedwettbewerb Karlsruhe für das Lied des 20. und 21. Jahrhundert“.

Ebenso entscheidend für seine künstlerische Entwicklung erwiesen sich Meisterkurse im Bereich Liedgestaltung bei Ulrich Eisenlohr und Prof. Graham Johnson sowie der Liedakadamie Trossingen. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn auf die Bühnen des europäischen Auslands und in große Konzertsäle wie die Philharmonie in Köln.

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Konzert bei „Voice & Lunch“ am 19.9.2017 „… und Morgen wird die Sonne wieder scheinen“

Franziska Heinzen

Franziska Heinzen

Das Kunstlied ist für mich die einfachste und gleichzeitig komplexeste Musikform überhaupt: In meist knapp drei Minuten wird ein gesamtes Universum, eine Geschichte durch Musik und Poesie auf das Prägnanteste verdichtet:

Die Stimme als ureigenstes Ausdrucksinstrument entführt das Publikum zusammen mit den unendlichen Klangmöglichkeiten des Klaviers auf tausend kleine Gefühlsreisen, die sich im Ganzen eines Liederabends vereinen.

Die Schweizer Sopranistin Franziska Heinzen studierte Gesang an den Musikhochschulen von Zürich und Düsseldorf. Ihre Ausbildung schloss sie im Frühjahr 2016 mit dem Konzertexamen bzw. dem Solistendiplom mit Auszeichnung in der Klasse von Jeanne Piland ab. Meisterkurse bei Krisztina Laki, Rudolf Piernay, Renée Morloc, Hedwig Fassbender, Christiane Iven sowie Liedspezifische Meisterkurse bei Wolfram Rieger, Ulrich Eisenlohr und Hartmut Höll vervollständigen ihre Ausbildung.

Franziska Heinzens künstlerisches Profil ist äußerst facettenreich: Ihr Repertoire umfasst Werke Alter bis Zeitgenössischer Musik, von Monteverdis Marinevesper über Mozart und die französische Romantik bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke. Neben zahlreichen freien Opernproduktionen erhielt sie Gastengagements am Theater Trier und Ulm. Eine besondere Affinität hegt sie für die Liedkunst.

Liedduo Heinzen – Mead

Seit 2014 konzertiert sie erfolgreich als Liedduo mit dem Pianisten Benjamin Malcolm Mead. Im April 2017 gewann das Liedduo den 1. Preis am 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr mit Schwerpunkt „Osteuropäisches Kunstlied” in Ratingen. Der Preis ist unter anderem mit einem Liederabend bei Im Zentrum Lied in der Spielzeit 2018/2019 verbunden.

Im März 2018 steht das Debüt mit einem Schubert-Zyklus bei der Schubertìada a Vilabertran in Barcelona an. Juvetudes de musica españa ehrte das Liedduo mit einem Sonderpreis für ein Liedrezital in der Saison 2017/2018 in Spanien. Das Liedduo erhielt den Kulturförderpreis Musik 2017 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

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Interview
Konzert am 15.9.2017

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